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Inside CIA • Phoenix Program 1967 • Video 152 Min

• Phoenix Program 1967 •

Das Jahr des Affen (1968)

Den Affen werden niemals die Ideen ausgehen. Sie improvisieren gerne, sind kreativ und wenn sie in einer Sache den eigenen Vorteil sehen, kennen sie keine Skrupel und können die ganze Welt beschummeln. Wenn sie ertappt werden, stellen sie die Sache als guten Witz dar.

Die Strategie des Search and Destroy korrespondiert ab Mitte 1967 mit dem Phoenix-Programm des US-Geheimdienstes, dessen Hauptziel darin besteht, jeden Vietnamesen zu „neutralisieren“, der verdächtigt wird, mit dem Vietcong „zu kooperieren“. Nach den Informationen, die das Agenten-Netz von Phoenix liefert, durchkämmen Einsatztrupps der US-Armee einen Kreis oder ein Dorf, um Sympathisanten oder Mitglieder der Befreiungsfront aufzuspüren. Bei derartigen „Befriedungsaktionen“ werden zwischen 1967 und 1970 etwa 20.000 Menschen erschossen und fast 30.000 verhaftet. Viele von ihnen sterben in sogenannten „Tigerkäfigen“, zellenartigen Drahtverschlägen, die zu einer gebückten Haltung zwingen, sie sterben durch Folter oder verhungern, weil sie „vergessen“ werden.

Es sind die Jahre des Krieges, in denen auch der sogenannte „Body Count“ in Mode kommt und damit der Versuch, amerikanische Fortschritte an der Zahl der feindlichen Leichen zu messen, für die es drei Kategorien gibt. Gruppe A erfasst nordvietnamesische Soldaten oder Kämpfer des Vietcong. Gruppe B summiert „schlafende VC-Kader“ in den Städten und auf dem Lande, während unter C all jene fallen, die nach den Kriterien von Phoenix „in irgendeiner Weise mit dem Vietcong zusammenarbeiten“. Nach dem On-Tri-Gesetz werden ab 1967 auch die Bewohner der sogenannten Free Fire Zones, in denen kaum Rücksicht auf Zivilisten genommen wird, Kategorie C zugeschlagen. Der CIA-Agent K. Barton Osborn, der ab 1967 in Da Nang für das Phoenix-Programm arbeitet, sagt nach dem Krieg in einem mit ihm geführten Interview: „Wenn man nach der Body-Count-Mentalität handelte und die Quoten erfüllen wollte, dann war das nur durch die Gruppe C zu schaffen – und das war einwandfrei Völkermord. [*]

Die Tagesquote beim Body Count wird jeden Abend wie ein Barometer des Krieges vom Soldatensender AFN bekannt gegeben. Wer aufmerksam zuhört und die Zahlen über Wochen addiert, dem muss zwangsläufig auffallen, dass nach einer gewissen Zeit die Zahl der Getöteten die bis dato angenommene Stärke des Feindes deutlich übertrifft. Doch der Body Count geht weiter, wird als Akt der psychologischen Kriegführung gegen den Vietcong für unverzichtbar gehalten und dient den Amerikanern dazu, sich selbst zu täuschen – wie sehr, zeigt die Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar 1968.

Als Vietnam mit dem buddhistischen Tet-Fest das heraufziehende „Jahr des Affen“ feiert, stürmen 80.000 Soldaten der Befreiungsfront die Provinzhauptstädte. In Saigon attackiert ein Kommando von 18 Mann die US-Botschaft und dringt bis auf das Gelände der Mission vor. Über der Zitadelle der Kaiserstadt Hue hissen Soldaten des Generals Giap die rote Fahne mit dem gelben Stern ihrer Revolution und halten die Festung 40 Tage lang gegen den Ansturm der amerikanischen Übermacht. Auch wenn die Tet-Operationen für die Befreiungsfront nicht den erhofften Durchbruch bringen, weil der erwartete Aufstand in den südvietnamesischen Metropolen ausbleibt, hinterlässt allein der Kampf um Hue in den USA eine tiefe Wirkung und versetzt das Land in einen kollektiven Schockzustand. Millionen Fernsehschauer sehen – teilweise bei Live-Übertragungen vom Kriegsschauplatz -, wie US-Einheiten unter schweren Beschuss geraten und sich zurückziehen müssen, wie verkohlte Leichen von GIs ausgeflogen werden oder ausgebrannte Schützenpanzer die Straßen blockieren. Vielen wird jetzt bewusst, es sind nicht die 600.000 Mann des Generals Westmoreland, die irgendwo in Indochina ihre Schlacht gegen den Kommunismus schlagen. Es sind die Vereinigten Staaten, es ist ihr Land, dass einen so aussichtslosen wie barbarischen Krieg führt, der gewiss nie zu verlieren, aber auch nie zu gewinnen sein wird.

[*] zitiert nach Phoenix – Inside CIA, Dokumentarfilm des Studios H & S von 1979

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1967im so genannten „Sechs-Tage-Krieg“ besiegt Israel die Streitkräfte Ägyptens, Syriens und Jordaniens. Danach bleiben die ägyptische Halbinsel Sinai, die Westbank und der palästinensische Gazastreifen, die syrischen Golanhöhen und Ost-Jerusalem israelisch besetzt.Israel akzeptierte zwar, bestand jedoch aus Sicherheitsgründen auf Grenzkorrekturen. Dagegen stand die schroffe Ablehnung durch die Gipfelkonferenz der arabischen Staaten im August 1967 in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Dort wurde die künftige Politik gegenüber Israel formuliert: „Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels.“ Diesen Worten folgten schon bald Taten. Im September 1968 begann Ägypten mit einem Zermürbungskrieg am Suezkanal gegen die dort stationierten israelischen Truppen. Sporadische Militäraktionen eskalierten nach und nach zu heftigen Gefechten mit hohen Verlusten auf beiden Seiten. Im August 1970 endete die Konfrontation, als Israel und Ägypten einem erneuten Waffenstillstand am Suezkanal zustimmten, den der US-Außenminister William Rogers vermittelte.

1968das Jahr des „Prager Frühlings“ und damit des Versuchs einer regierenden kommunistischen Partei, durch Reformen das sozialistische System zu demokratisieren und mit mehr ökonomischer Effizienz auszustatten. Eine Intervention von Streitkräften des Warschauer Paktes beendet im August unter Führung der UdSSR dieses Experiment. – US-Präsident Johnson entscheidet, nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren.

Quellen:

http://www.freitag.de/2005/12/05120801.php

http://www.nahostfocus.de/page.php?id=1043

http://chinesische-astrologie.de/

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