Der Medienkodex

Ethischer Kodex für Medien

Allein der Mensch kann eine gerechte, friedvolle Welt errichten, doch eben dieser Mensch könnte auch ihre Zerstörung bedeuten.

Unser demokratisches System neigt dazu, den Bürger und Wähler mit einer immer größeren Verantwortung für die Entwicklungen im sozialen Bereich zu belegen. Aber nur, wenn sich eine Öffentliche Meinung bildet, die die auf weltweiter Ebene bedeutenden Ereignisse voller Bewusstheit zu erfahren vermag, werden die Bemühungen der Menschheit dahingehen können, diese unsere Welt als globales Dorf zu erleben, dessen Einheit und Zusammenhalt durch die Verschiedenartigkeit gegeben ist und dadurch, dass die Menschen miteinander teilen und sich einander mitteilen. Das eben sind die Voraussetzungen für ein lebenswertes, verantwortungsbewusstes Leben in dieser Gesellschaft.

In dieser Hinsicht sind die Medien von grundlegender Bedeutung, und daher muss die Verantwortung, die damit auch die Verleger für diese Gesellschaft übernehmen, endlich über das bisher grundlegende, einzige und nie in Frage gestellte Prinzip hinausgehen: Bisher galt es, Gewinn zu machen, indem man die entsprechenden Medien möglichst weit verbreitete. Damit wurden alle anderen Überlegungen vollkommen in den Schatten gestellt, die Medien wurden de facto der Verantwortung enthoben, eine bewusste, ausgewogene Öffentliche Meinung bilden zu müssen.

Eben um dieses Höchstmaß an Gewinn zu machen, haben die Medien bisher vor allem für die Verbreitung sensationeller, dramatischer Nachrichten gesorgt und sich damit an ein Publikum gewendet, das Opfer seiner Emotionen ist. Gänzlich unberücksichtigt blieb dabei das Interesse jenen Publikums, welches das Leben und die Information, die dieses Leben beschreibt, auf eine vollkommen andere Weise sieht. Kennzeichnend für den heutigen Stand der Information ist also, dass – mit wenigen großartigen Ausnahmen – Qualität und Ausgewogenheit der Quantität, dem sofortigen Gewinne aufgeopfert werden, wobei man sich nicht im mindesten der damit übernommenen ethischen Verantwortung bewusst ist und sein will.

Heute aber können die Medien nicht mehr umhin, auch den positiven, konstruktiven Ereignissen in jenem Teil der Menschheit Rechnung zu tragen (wobei es sich in den entwickelten Ländern um etwa 10-15% der Bürger-Wähler-Steuerzahler handelt), dessen Sozialverhalten im Einklang mit den grundlegenden Werten einer gerechten, vertretbaren Entwicklung der Gesellschaft steht. Den Ereignissen Raum zu geben, die weltweit davon zeugen, wie sich die Menschheit den großen Problemen unserer Zeit stellt – diese Verantwortung können die Medien nicht mehr von sich weisen. Nur so kann sich eine Öffentliche Meinung bilden, welche sich auf ein Spektrum an Informationen gründet, das allen Aspekten unserer Wirklichkeit entspricht.

Wie das bei zahlreichen anderen gesellschaftlich bedeutenden Kategorien üblich ist, fordert jene Öffentliche Meinung, die 10-15% der Bevölkerung ausmacht und das Ziel eines gerechten, lebenswerten Globalen Dorfes verfolgt, die Medien auf, den nachstehenden Ethischen Kodex anzuwenden und zu beachten.

Ethischer Kodex für Medien

1. Die Medien haben die moralische Verantwortung und Verpflichtung, sich die Verbreitung der Information über jeden Aspekt unserer Wirklichkeit zum Ziele zu setzen.

2. Die Medien müssen die Information unter Wahrung und Achtung des gesamten Publikums verbreiten.

3. Die Information ist so zu strukturieren, dass das „Gewicht“ der verschiedenen Bereiche derart verteilt wird, dass die gesellschaftlich relevanten Gruppen in ihrem Recht auf Wissen unangetastet bleiben.

4. Die Information muss die Wirklichkeit mit der Vielfalt an Nachrichten widerspiegeln, die den Bestandteilen dieser Wirklichkeit entsprechen, und zwar in dem Ausmaße, in dem selbige die Wirklichkeit bestimmen.

5. Die Information muss, soweit das möglich ist, die Ursachen der Ereignisse in den Verhaltensweisen des Menschen suchen, die zu diesen Ereignissen geführt haben.

6. Die Medien haben das Vorrecht und die Aufgabe, auch bei der Berichterstattung ihren Prinzipien der Verantwortung für das Gemeinwohl und ihrem Streben nach diesem Rechnung zu tragen.

7. Es ist Vorrecht, Aufgabe und Verpflichtung der Medien, sich dafür zu verwenden, dass die zwischen den weltweit großen Ereignissen bestehenden Verbindungen bewusst gemacht werden.

Der Ethische Kodex für Medien wird den Verlegern von Presse, Rundfunk und Fernsehen der ganzen Welt vorgelegt, sobald er eine Großzahl von Unterschriften zählt, von:

– Vertretungen der Vereinten Nationen;

– nichtstaatlichen Vereinigungen;

– ehrenamtlichen Vereinigungen;

– Journalisten, die sich durch das Mandat des Verlegers in ihrer Freiheit beschnitten fühlen;

– aufgeklärten Verlegern, die schon ihren Einklang mit den in diesem Kodex enthaltenen Werten erklärt haben;

– Personen, die die Notwendigkeit und die Bedeutung dieser Werte erkannt haben.

Zur Unterstützung vorliegender Initiative tragen Sie Ihre Daten bitte nachstehend ein und schicken Sie diese Seite an die Good News Agency, s.tripi@tiscalinet.it.

Ich unterschreibe den Ethischen Kodex für Medien:

Name und Familienname

Organisation (Name und Anschrift)

Aufgabenbereich innerhalb der Organisation

Datum

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