Der Krieg um die Köpfe

Angriff auf die Freiheit


Teil 1

Seit mehr als einem Jahrhundert werden in verschiedenen Wissenschaften, insbesondere in der Psychologie, Methoden entwickelt, um Verhalten, Denken oder Empfindungen von Menschen zu beeinflussen und zu steuern. Die Gesamtheit dieser Methoden und ihre Anwendung wird als Mind Control bezeichnet. Mind Control ist ein Angriff auf die Freiheit der Menschen. Die Methoden zur Einschränkung der Freiheit unterscheiden sich je nachdem, was gesteuert und welcher Personenkreis Opfer werden soll: Propaganda, unterschwellige Beeinflussung, Schlaf- oder Reizentzug, Drogen, Gehirnwäsche, Implantate oder elektromagnetische Wellen. In vielen Ländern dieser Erde, Deutschland mit eingeschlossen, wird seit den 50er Jahren teils in militärischen, teils in zivilen, Forschungseinrichtungen und Forschungsprogrammen an der Verfeinerung der Mind Control gearbeitet. In meinen beiden Büchern “Versklavte Gehirne – Bewußtseinskontrolle und Verhaltensbeeinflussung” und “Im Vollbad der Bosheiten – Mind-Control und die Illusion einer schönen neuen Welt” hab ich diese Programme und die darin entwickelten Methoden ausführlich beschrieben. Dieser aufsatz beruht auf den beiden genannten Büchern. Im ersten Teil dieses Aufsatzes werde ich Ihnen über Propaganda und Propagandatechniken, über die Rolle der Massenmedien und des Fernsehens sowie über unterschwellige Beeinflussung berichten. Im zweiten Teil können Sie dann mehr lesen über Gehirnwäsche, Implantate und Verhaltenssteuerung durch elektromagnetische Wellen.

1. Meinungs-Mache
Im Informationszeitalter, in dem wir leben, haben die Massenmedien ihren festen Platz. Die überwiegende Mehrheit der Menschen in den industrialisierten Ländern dürfte die Information, die sie über die Vorgänge in der Welt haben, aus Massenmedien wie Zeitungen oder Fernsehen beziehen. Massenmedien sind Plattform für eine der ältesten Mind Control Techniken: Die Propaganda. Propaganda gab oder gibt es nicht nur in totalitären Staaten, auch die bürgerliche Demokratie kennt Propaganda. Was genau ist unter Propaganda zu verstehen? Ziel von Propaganda ist es, zielgerichtet bei Menschen Einstellungen oder Gefühle auszulösen oder zu verstärken, das Denken zu lenken oder Verhaltensweisen auszulösen (1). Die Ziele der Propaganda haben sich Laufe der Zeiten verändert, die Methoden aber sind gleich geblieben. Propaganda in Massenmedien macht sich den Umstand zu Nutze, daß das Weltbild vieler Menschen ein Medienbild ist, in dem nichts wirklich ist, was nicht in den Massenmedien aufscheint (2). Daß aber eben dieses Medienbild der Welt nur einen Ausschnitt aus dem tatsächlichen Weltgeschehen darstellt, ist vielen Nutzern der Massenmedien allerdings nicht vollständig bewußt. Das erleichert die Beeinflussung, denn Propaganda in den Massenmedien lehnt sich an das bestehende Informationsbedürfnis an und gibt vor, Informationslücken zu füllen. Um Propaganda nicht mit Nachrichten oder Information zu verwechseln, lesen Sie nachfolgend zehn Grundsätze, um eine Propagandakampagne zu erkennen:

(1) Probleme werden aufgebauscht oder verharmlost, unwichtige
Einzelaspekte herausgestellt oder wichtige Einzelheiten durch eine Flut nebensächlicher Information vernebelt;
(2) für ein Problem wird ein einziger Lösungsweg als richtig und alle
Anderen als belanglos hingestellt;
(3) Nutzung von Generalisierungen wie z.B. “die Politiker”, “unsere
Bürger”, “die Gewerkschaften”;
(4) es werden übertriebene Bewertungen genutzt wie z.B. “nach
strengsten wissenschaftlichen Standards” oder “das umfangreichste Reformvorhaben”;
(5) Nutzung von Polarisierungen und unzulässigen Vereinfachungen;
(6) als Argumente werden extreme Einzelfälle herangezogen;
(7) Erweckung des Eindrucks, etwas sei bereits weit verbreitet wie z.B. “immer mehr Menschen sind dafür” oder “jeder zehnte Bürger”;
(8) an sich wertfreie Worte werden mit einer anrüchigen Färbung
versehen wie z.B. “Sozialstaat” oder “Frührentner”;
(9) Behauptungen werden beliebig und damit logisch falsch verbunden; und
(10) es wird mit Stimmungen gearbeitet wie z.B. Angst, Unsicherheit, oder Schuld.

Der letzte Punkt verdient noch einer etwas tiefergehenden Betrachtung. Der Erzeugung von Angst oder Unsicherheit liegt oft ein ähnliches Schema zugrunde. Zunächst werden scheinbar besorgte Fragen gestellt: Ist dieses oder jenes vielleicht schädlich oder gefährlich? Auf diese Fragen antworten dann Experten, wobei es für den Bürger oftmals unmöglich ist zu erkennen, ob ein Experte eine unhaltbare Außenseiterposition vertritt oder über gesicherte Erkenntnisse verfügt. Schließlich bieten Politiker dann Lösungsvorschläge an, die der verunsicherte oder verängstigte Bürger dann gerne annimmt. Ähnliches gilt für die Schulderzeugung: Die Schulderzeugung nutzt einen der einfachsten Gerechtigkeitsstandards: Wer Schuld an etwas hat, der hat einen Fehler begangen und ist verpflichtet, dafür gerade stehen. Aufgrund der Gesellschaftlichkeit des Menschen erhält diese Schuld zwangsläufig über die tatsächlich oder vermeintlich schuldig gewordenen Personen hinaus Bedeutung. Sie kann in der Gesellschaft oder in einer ganzen Nation so etwas wie ein Klima der Schuld erwirken (3). Experten oder Politiker teilen den schuldig Gewordenen dann schon mit, wie sie für etwas gerade zu stehen haben.

2. Verstandesschwund im Medienwunderland
Menschen sind wehrlos dem geistigen Würgegriff der Massenmedien ausgesetzt, Werbung und Fernsehen oder Propaganda lenken Denken und Handeln. Diese weit verbreitete Meinung ist aber glücklicherweise nur zur Hälfte richtig. Es gibt keinen direkten und zielgerichteten Einfluss der Massenmedien auf das Verhalten der Menschen. Fast alle entsprechenden Forschungsarbeiten der letzten 20 Jahre zeigen dies (4). Menschen lassen sich durch Massenmedien also nicht gezielt lenken und steuern. Aber Massenmedien prägen und formen das Bild, daß sich Menschen von der Welt machen (5). Nachrichten, Talkshows, Magazinsendungen und selbst Unterhaltungsfilme bieten Menschen diejenige Information, aus denen sie sich ihre Idee von der Welt zusammenstellen (6). Je weiter räumlich, zeitlich oder sozial ein Ereignis entfernt ist, um so weniger haben Menschen die Möglichkeit, etwas aus eigener Anschauung zu erleben. Daher ist es nötig, Information aus Massenmedien einzuholen. Tiefergehende Informationsbedürfnisse kann der Mensch je nach Interessenlage mittels Büchern oder eigenen Studien erfüllen. Wer dies tut und über ein Thema, in dem er sich auskennt, dann in den Massenmedien etwas liest, wird oftmals erschreckt feststellen, wie oberflächlich oder sogar falsch diese Berichte sind. Gleiches widerfährt übrigens auch Menschen, die in den Massenmedien über ein Ereignis lesen, das sie selber miterlebt haben. Der Einfluss der Massenmedien auf das Bild der Welt gehört auch, daß sie den Menschen einen Rahmen aus Themen, Problemen, Personen, Ereignissen oder Meinungen anbieten. Durch dieses sogenannte “Agenda setting” können die Massenmedien beeinflussen, worüber Menschen nachdenken, sich unterhalten oder Bücher lesen. Das Denken wird also nicht direkt gelenkt, sondern es wird ein Bezugsrahmen für das Denken errichtet (7). Glücklicherweise steht es jedem frei, diesen Bezugsrahmen zu verlassen und anstatt die Feierabende vor dem Fernseher in den Fängen der Programmgestalter dahinzudämmern, selbstbestimmt die Zeit zu verbringen.

Ob Menschen in dem Bezugsrahmen der Massenmedien gefangen bleiben, hängt zu einem Teil von den Menschen selber ab. Denn bei der Beurteilung des eigenen Umgangs mit Massenmedien kommt es leicht zu einem Trugschluß: Daß andere Menschen von Massenmedien beeinflußt werden, wird zugegeben, daß man aber selber dieser Beeinflussung zum Opfer fällt, wird abgestritten. So denken viele Menschen auch, Massenmedien würden hauptsächlich andere Personen in deren Weltsicht beeinflussen, die eigene Person aber sei dagegen gefeit. Dieser Trugschluß wird als “Third Person Effekt” bezeichnet und ist in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen (8). Natürlich liegen diesem Effekt keine tatsächlichen Unterschiede zugrunde. Es handelt sich lediglich um Vermutungen. Tatsächlich aber hängt der Grad der Beeinflussung mit davon ab, wie sorgfältig Menschen auswählen, was sie lesen oder sich im Fernsehen anschauen. Um nicht in einer Flut unsinniger oder belangloser Information zu versinken, können folgende Anhaltspunkte für einen angemessenen Umgang mit Massenmedien dienen: Bestimmen Sie selber, welche Information Ihnen wichtig sind. Nicht jedes Angebot muß genutzt werden, nur weil es vorhanden ist. Widmen Sie Ihre Aufmerksamkeit auch der Sprache der von Ihnen genutzten Massenmedien. Werden Fakten vermittelt oder Meinungen? Welche Quellen werden genannt? Die “gut informierten Kreise” oder “Experten” müssen nicht unbedingt das sein, was sie zu sein vorgeben. Und halten Sie sich bitte immer vor Augen: Massenmedien stellen keinen Dienst an der Allgemeinheit dar, sondern dienen in erster Linie dem Geldverdienen. Sie sind so gestaltet, daß sie sich gut verkaufen und nicht, daß sie Sie gut informieren.

3. Die Wunderwelt des Fernsehens
Ein durchschnittlicher Mensch in Mitteleuropa verbringt zusammengenommen sieben Jahre seines Lebens damit, Elektronen hinter einer Glasscheibe tanzen zu sehen. Fernsehen ist dermaßen wichtig, daß nur knapp drei Prozent aller Bundesbürger keinen Fernseher besitzen. Ist das Fernsehen für die anderen 97 Prozent nun eine Gefahr oder aber sind es die Fernsehverweigerer, die hinter der Evolution zurückgeblieben sind? Welche Auswirkungen hat Fernsehkonsum auf die Menschen? Bei der Beantwortung dieser Frage sollten Sie stets im Hinterkopf behalten, das fast alles, was es im Fernsehen zu sehen gibt, den Zweck hat, damit Geld zu verdienen. Schließlich leben wir im Kapitalismus. Fernsehen hat Auswirkungen auf Denken und Verhalten von Menschen, aber es ist noch nicht vollständig geklärt, welche. Für viele Medienwissenschaftler steht fest, daß Weltbild und Sicht der Dinge stark vom Inhalt der Fernsehprogramme beeinflußt werden können. Fernsehen gibt nur einen stark gefilterten Ausschnitt von dem wieder, was in dieser Welt vor sich geht. Je länger eine Person täglich fernsieht, um so mehr hält sie diesen Ausschnitt für das vollständige Abbild der realen Welt (9). So halten beispielsweise Vielseher, also Personen, die täglich mehr als drei Stunden fernsehen, die Konsumgewohnheiten, die in der Werbung und auch in Filmen vorgegaukelt werden, für die Wirklichkeit. Vielseher denken auch, daß die meisten Menschen sich tatsächlich so verhalten, wie es in der Werbung vorgespielt wird. Fernsehen ist also wesentlich mehr als lediglich ein harmloser Zeitvertreib. Das Fernsehen hat das Leben der Menschen, ihre Sicht, Einstellungen und Wissen über die Welt grundlegend verändert.

Die Besonderheit des Fernsehens zeigt sich auch bei Menschen, die für das Fernsehen gefilmt werden (10). Einige Beispiele: Wenn Politiker für das Fernsehen gefilmt werden, so sollte das eigentlich keinen Einfluß auf deren Verhalten haben. Sollte es nicht, hat es aber: Eine Untersuchung der Universität von Arkansas fand heraus, daß nicht nur Mimik und Gestik von Politikern bei Fernsehauftritten bis ins Detail inszeniert sind, sondern daß Abgeordnete ihr Abstimmungsverhalten ändern können, wenn die Abstimmung für das Fernsehen gefilmt wird (11). Auch das Verhalten von Gästen in den vor- und nachmittäglichen Talkshows gibt Anlaß zu mancher Überlegung. Was ist so anziehend an einem Fernsehauftritt, daß Menschen geradezu danach lechzen, sich vor der Kamera lächerlich zu machen? Was im Augenblick des gefilmt werdens vorliegt, ist das sogenannte Kamerabewußtsein. Damit ist das Bewußtsein eines Menschen davon gemeint, daß er im Fernsehen von einem vielleicht Millionenpublikum beobachtet wird. Dieses Bewußtsein ist eine Besonderheit des Fernsehens und bedingt die Faszination eines Fernsehauftrittes (12). Das Kamerabewußtsein bewirkt zum einen bei Talkshowgästen eine euphorische Stimmung, zum anderen bewirkt es, daß Personen nach der Sendung auch dann mit ihrem Fernsehauftritt zufrieden sind, wenn ihre ursprünglichen Erwartungen über den Ablauf dieses Auftrittes nicht erfüllt wurden. In der Talkshow lassen sich viele der Talkgäste durch das Kamerabewußtsein zu weit aus der Reserve locken. Um nicht als Fernsehversager dazustehen, geben sie intime Details preis, die weder zur Klärung des jeweiligen Sachverhaltes nötig sind noch einem Millionenpublikum etwas angehen. Talkshows pflegen auch keinen Meinungsaustausch mündiger Bürger, denn nur den allerwenigsten Gästen gelingt es, die Regie des Talkmasters zu durchbrechen. Den Talkgästen wird stattdessen vorgegaukelt, ihre öffentliche Selbstentblößung habe eine befreiende Wirkung. In Wahrheit dient sie nur der Quote, denn Quote bedeutet Geld. Ich sagte ja bereits, daß wir im Kapitalismus leben.

4. Die geheimen Verführer
Im Sommer des Jahres 1957 erschien in einer US-Wochenzeitschrift ein Aufsatz über die Nutzung unterschwelliger Werbung. In dem Artikel heißt es, daß in Kinos, in denen nur Sekundenbruchteile lang während des Filmes mehrfach Botschaften wie “Eat Popcorn” oder “Drink Coke” eingeblendet wurden, der Verkauf von Cola im 18 Prozent und der von Popcorn sogar um 57 Prozent gestiegen sei (13). Ebenfalls 1957 erschien ein Buch mit dem Titel “The Hidden Persuaders“ (dt., Die geheimen Verführer) von Vance Packard. In diesem Buch behauptet Packard eine weite Verbreitung unterschwelliger Beeinflussung. Sein Buch erregte in der amerikanischen Öffentlichkeit großes Aufsehen, denn die meisten Leser glaubten Packards Ausführungen und seither ist die Angst vor Werbung oder Propaganda mittels unterschwelliger Werbung weit verbreitet. Zu recht, wie ich in diesem Abschnitt zeigen werde. Bei unterschwelliger Wahrnehmung handelt es sich um die Wahrnehmung äußerst kurzer Botschaften oder Signale, die vom Menschen zwar nicht bewußt erlebt wird, die aber dennoch Denken und Verhalten beeinflussen kann. Die Botschaften oder Signale können sowohl Geräusche oder Bilder als auch Schrift oder Sprache sein. Werden solche Reize mit sehr niedriger Stärke oder äußerst kurzer Dauer in Filme oder Musikstücke eingemischt, dann liegt unterschwellige Reizung vor. Werden diese Reize dann unbewußt wahrgenommen, dann können sie das Verhalten von Menschen beeinflussen. Diese sogenannte unterschwellige Beeinflussung ist in sehr vielen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen worden. Fasst man die Ergebnisse dieser Untersuchungen zusammen, so ergibt sich folgendes Bild bezüglich der Möglichkeiten zur Beeinflussung von Menschen durch unterschwelliger Wahrnehmung (14): Unterschwellige Beeinflussung ist überall auf der Welt bei den unterschiedlichsten Menschen möglich. Beeinflussbar sind eine Vielzahl von Verhaltensweisen, Bedürfnisse, Einstellungen und Empfindungen. Die Wirkung unterschwelliger Beeinflussung kann sogar stärker und zeitlich länger anhaltender sein als bei bewußt bemerkter Beeinflussung. Dies liegt unter anderem darin, daß Menschen unterschwellige Beeinflussung nicht bemerken und sich somit auch nicht dagegen wehren können.

Die Möglichkeiten, unterschwellige Wahrnehmung zu nutzen, sind recht vielfältig. Eine US-Supermarktkette hatte Mitte der 80er Jahre in die Hintergrundmusik ihrer Supermärkte unterschwellige Botschaften wie “Do not steal. Make a lot of shopping” (Stehle nicht! Kaufe viel ein!) eingebaut. Dadurch, so die Geschäftsleitung, seine die Diebstähle deutlich zurückgegangen. Einige wissenschaftliche Studien zeigen, wie sich Politiker die unterschwellig Beeinflussung zu Nutze machen könnten (15): So könnte das Einblenden des Gesichtes eines Politikers in Fernsehsendungen seine Wahlchancen erhöhen. Denn die Ausführungen eines Politikers werden zustimmender beurteilt, wenn sein Gesicht zuvor unterschwellig dargeboten wurde. Durch das gleichzeitige unterschwellige Darbieten eines Politikergesichtes und eines unangenehme Emotionen hervorrufenden Bildes kann sich diese negative Emotion auf den Politiker übertragen. Es ist also möglich, Politiker mit bestimmten Gefühlen zu belegen, die schließlich Einfluß auf das Wahlverhalten haben können. Dabei ist den Menschen gar nicht bewußt, daß sie in ihrer Entscheidung beeinflußt worden sind.

Zur unterschwelligen Beeinflussung bietet sich heute das Fernsehen an. Tatsächlich sind seit den 50er Jahren einige Fälle bekannt geworden, in denen unterschwellige Botschaften in das laufende Programm eingemischt wurden. So geschehen in den USA und in Großbritannien. In den 50er Jahren plante die CIA den Einsatz unterschwelliger Beeinflussung, sobald der Fortschritt der Forschung dies ermögliche. Die Forschung ermöglicht inzwischen den Einsatz, die CIA wird sich aber hüten, etwas über den Einsatz unterschwelliger Beeinflussung zu berichten. Forschungen zur unterschwelligen Beeinflussung wurde auch in den Staaten des ehemaligen Ostblocks durchgeführt. Nach Aussagen von Igor Smirnov, Mitglied der Moskauer Akademie der Medizin, stellt es technisch kein Problem dar, Menschen mittels unterschwelliger Manipulation zu den verschiedensten Verhaltensweisen zu bringen. Eingeladen von CIA und FBI hat Smirnov 1993 in den USA über die russischen Kenntnisse unterschwelliger Beeinflussung referiert. Bereits 1994 hat das FBI dann diese Kenntnisse eingesetzt bei der Belagerung er Farm der Glaubensgeneinschaft der Davidianer in Waco: Die Stimme Gottes, die der Leiter der Davidianer zu hören glaubte, war in Wahrheit die Stimme des FBI (16). In Deutschland könnte es auch Versuche unterschwelliger Beeinflussung im Fernsehen geben. So berichteten mir im Medienbetrieb Tätige hinter vorgehaltener Hand, sie hätten schon öfters beim Schneiden von Fernsehsendungen zufällig Bildsequenzen entdeckt, die eindeutig nicht dort hineingehörten. Unterschwellige Beeinflussung im deutschen Fernsehen? Eine beunruhigende Vorstellung! Ob sich Wirtschaft oder Politik tatsächlich dieser Methoden bedienen, kann nicht eindeutig bejaht oder verneint werden. Aber der einzige Weg, sich vor dieser eventuellen Beeinflussung zu schützen, die Entsorgung ihrer Anwender und die persönliche Entsagung derjenigen Medien, in denen sie auftritt.

Fußnoten
(1) Pratkanis, A.R. & Aronson (1991). The age of propaganda. New York.
(2) Bryant, J. & Zimmermann, D. (Hg.) (1994). Media effects. Hillsdale.
(3) Carlsmith, J.M. & Gross, A.E. (1969). Some effects of guilt on
compliance. Journal of Psychology and Social Psychology, 11, 232-
239.
(4) McGuire, W.J. (1986) The myth of massive media impact. In: Public
communication and behavior, Vol. 1, 175-257. Orlando.
(5) Tyler, T.R. & Cook, F.L. (1984). The mass media and judgements of
risk. Journal of Personality and Social Psychology, 47, 693-708.
(6) Bryant, J. & Zimmermann, D. (Hg.) (1994). Media effects. Hillsdale.
(7) Dearing, J.W. & Rogers, E.W. (1996). Agenda Setting. London.
(8) Gibbon, P. & Durkin, K. (1995). The Third Person Effect: Social
distance and perceived media bias. European Journal of Social
Psychology, 25, 597-602.
(9) Glasser, I. (1989). Television and the construction of reality. In:
Television as a social issue. 44-51. Applied Social Psychology Annual,
Vol. 8.
Newbury Park.
(10) Gehring, H. (1998). Sozialpsychologische Aspekte von
Fernsehberichterstattung. Zeitschrift für Rechtspolitik, 31, 8-19.
(11) Shields, T.G., Goidol, R.K. & Tadlock, B. (1995). The net impact of
media exposure on individual voting decisions in U.S. Senate and
House elections.
Legislative Studies Quarterly, 20, 415-430.
(12) Goldner C. (1996). Ersatztherapeuten ohne Ethik. Psychologie Heute,
6, 20-27.
(13) Cousins, N. (1957). Smudging the subconscious. Saturday Review, 40.
(14) Bornstein, R.F. (1989). Subliminal techniques as propaganda tools.
Journal of Mind and Behavior, Summer, 231-262.
(15) Smith, G.J., Carlsson, I. & Daniellson, A. (1985). Indentification with
another person: Manipulated by menas of subliminal stimulation.
Scandinavian Journal of Psychology, 26, 74-87.
(16) Babacek, M. (1998). Psychoelectronic threat to democracy.
Turnov.

* * *

Mind Control –
Geheime Angriff auf unser Bewußtsein

von Dipl.-Psych. Heiner Gehring, Osnabrück

Teil 2

In diesem Teil meines Aufsatzes über Mind Control werde ich Sie einführen in die Welt der klassischen Mind Control. Mit klassischer Mind Control werden diejenigen Methoden zur Verhaltensbeeinflussung bezeichnet, die sich überwiegend psychologischer und psychiatrischer Erkenntnisse bedienen und die seit sechzig Jahren erforscht und genutzt werden: Gehirnwäsche, Reizentzug, Drogen und Psychochirurgie. Die meisten dieser Methoden sind auf die Behandlung von einzelnen Personen zugeschnitten. Anschließend werden Sie etwas lesen über die fortgeschrittene Mind Control: Beeinflussung durch elektromagnetische Wellen, Implantate und die Kontrolle von Menschenmassen. Mit fortgeschrittener Mind Control werden diejenigen Methoden zur Verhaltensbeeinflussung bezeichnet, die überwiegend Erkenntnisse aus Neuropsychologie und Physik nutzen und die seit vierzig Jahren erforscht und genutzt werden. Die meisten dieser Methoden sind auf die Behandlung sowohl von einzelnen Personen als auch von Menschengruppen zugeschnitten. Und Sie werden erfahren, daß all das nicht nur lediglich Forschungen einiger weniger skrupelloser Wissenschaftler sind, sondern daß Methoden der Mind Control bereits genutzt werden: Jetzt, hier in Deutschland und an Ihnen!

Die Gedanken sind frei: Gehirnwäsche
Während des Koreakrieges 1950-53 behaupteten US-Militärs, daß von den Nordkoreanern gefangengenommene US-Soldaten einer systematischen Gehirnwäsche unterzogen würden, um sie zu Kommunisten umzuerziehen. Zwar war diese Behauptung eine Lüge, aber sie lieferte US-Militärs den Grund für eigene Gehirnwäsche-Forschungen . In entsprechenden Untersuchungen seit 1952 in den USA und seit den 60er Jahren auch in Deutschland wurden wirksame Methoden der Gehirnwäsche entwickelt. Ziel von Gehirnwäsche ist die Ausmerzung bestehender Ideen oder Identität und das Einpflanzen einer neuen Identität. Menschenversuche in den USA und Deutschland zeigten, daß Gehirnwäsche in einer künstlichen und stark eingeschränkten Umgebung stattzufinden hat :
– Trennung der Person von der Außenwelt, kein Kontakt zu Familie oder
Freunden;
– Unterbringung in engen Zellen;
– Schlaf, Nahrung und Hygiene lediglich soweit, wie sie zur reinen
Lebenserhaltung notwendig sind;
– Reizentzug durch Unterbindung jeden Kontaktes zur Außenwelt;
– keine Erholung oder Entspannung, harte Disziplin und ständige
Beobachtung;
– Verunsicherung durch Gerüchte, Spitzel oder falsche Anschuldigungen.

Ist eine Person durch diese Behandlung zermürbt, beginnt mittels stundenlanger Verhöre über Wochen und Monate hinweg die eigentliche Gehirnwäsche. In diesen Verhören wird das Bewußtsein der Person von sich und den Dingen zerfasert und aufgelöst, um anschließend mit neuen Bedeutungen wieder aufgefüllt zu werden. Praktische Anwendung fand und findet Gehirnwäsche beispielsweise in den Verhörtechniken amerikanischer und britischer Terroristenjäger .

Psychochirurgie und Elektrokrampftechnik
Im Gegensatz zur aufwendigen und langwierigen Gehirnwäsche bedienen sich Psychochirurgie und Elektrokrampftechnik direkter Eingriffe in das Gehirn. Unter Psychochirurgie werden chirurgische Zerstörungen von Hirngewebe verstanden, mit denen Denken, Verhalten, subjektives Erleben oder Identität einer Person verändert werden sollen. Einer der Entwickler der Psychochirurgie, der amerikanische Psychiater Walter Freeman, benennt die Ziele der Psychochirurgie ohne jegliche Beschönigung: “Die Psychochirurgie erlangt ihre Erfolge dadurch, daß sie die Phantasie zerschmettert, Gefühle abstumpft, abstraktes Denken vernichtet und ein roboterähnliches, kontrollierbares Individuum schafft” . Dadurch, so Freeman weiter, könne störendes Verhalten abgestellt werden. Seit den Anfängen der Psychochirurgie in den 30er Jahren wurden eine Reihe von Standardmethoden zur operativen Verstümmelung des Gehirns entwickelt und werden bis heute genutzt . Berühmt-berüchtigt ist die Frontale Lobotomie. Hier wird durch die dünne Struktur, die Augen und Hirn voneinander trennt, ein chirurgisches Gerät ins Gehirn eingeführt und durch eine Drehbewegung Hirnsubstanz zerstört. Frontale Lobotomie und andere Methoden der Psychochirurgie haben eines gemeinsam: Sie beruhen auf einem vermuteten unmittelbaren Zusammenhang zwischen Hirnschädigung und Verhaltensauffälligkeiten und begründen damit die Zerstörung der vermeintlich fehlerhaften Hirnsubsubstanz. Angewendet wurde die Psychochirurgie unter anderem zur Unterbindung von Aggressionen bei Gefängnisinsassen, Eindämmung von Rassenunruhen oder zur Rehabilitation jugendlicher Straftäter .

Unter Elektrokrampftechnik wird Veränderung von Denken, Verhalten, subjektives Erleben oder Identität einer Person mittels Zerstörungen von Hirngewebe durch Elektroschocks im Gehirn verstanden. Dazu werden Elektroden an den Schläfen oder nur einer Seite des Kopfes befestigt und durch sie Stromstöße ins Gehirn geleitet. Diese Schocks werden mehrmals die Woche gegeben, bis die gewünschte Wirkung eingetreten ist . Wie die Psychochirurgie wurde und wird die Elektrokrampftechnik beim Militär, in Haftanstalten oder in Menschenversuchen zur Mind Control genutzt. Seit dem Zweiten Weltkrieg verfügt die US Navy sogar über ein Blitz-Electroshock-Therapy (B.E.S.T.) genanntes Verfahren, um renitente Soldaten wieder gefügig zu machen: “Rein empirisch betrachtet stellten wir fest, daß die übliche Elektroschockbehandlung, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen morgens und abends angewandt wurde, wahre Wunder bewirkte. Sie verwandelte aufsässige Soldaten in ruhige, fügsame, kooperationsbereite und oft insgesamt gebesserte Individuen” .

Forschungsprogramme zur klassischen Mind Control
Das B.E.S.T.-Progamm ist einer der Vorläufer derjenigen Projekte, mit denen seit 1950 Geheimdienste und Militärs systematisch die klassische Mind Control erforscht haben. Alle diese Forschungen wurden an Menschen durchgeführt, die zuvor durch Handlanger der Militärs und Geheimdienste entführt worden sind. Einige Projekte sind mittlerweile durch amtliche Dokumente zweifelsfrei bestätigt:: Projekt CHATTER zur Verhaltenssteuerung mittels Hypnose, Projekt ATMOR STATE PRIOSON zur Verhaltenssteuerung mittels Psychochirurgie, Projekt MONARCH zur Verhaltenssteuerung mittels Drogen und okkulter Rituale, Projekt MIND BENDER zur Programmierung zum Attentäter mittels Drogen und Hypnose oder Projekt BIG CITY zur Erforschung der Wirkung von Gas und Drogen auf die Bevölkerung von Städten. Das umfangreichste Projekt der klassischen Mind Control ist das Projekt MKULTRA (Mind Kontrol Ultra). Es umfasste Menschenversuche in 149 Unterprojekten, die an über 70 staatlichen Einrichtungen durchgeführt wurden. In zwei Anhörungen vor dem US-Senat hat der damalige Direktor der CIA, Admiral Stansfield Turner, Einzelheiten offengelegt. Demnach befasste sich MKULTRA mit Hypnose, Drogen, Elektroschocks und Schlafentzug. Daneben gab es Forschungen zu Motivation, Versagen und menschlichen Reiz-Reaktionsmechanismen. Ziel von MKULTRA, so die Weisung des Direktors der CIA 1957 war die “Vorhersage, Steuerung und Kontrolle des menschlichen Verhaltens” .

Klassische Mind Control in Deutschland
In Deutschland hat Forschung und Anwendung der klassischen Mind Control zwar nicht diejenigen Ausmaße, wie in den USA, aber es ist auch nicht so, daß es hier wie auf einer Insel der Seeligen so etwas nicht gibt. In den 60er Jahren wurden in Deutschland nachweislich Menschenversuche zur Gehirnwäsche durchgeführt . An der Universität Hamburg wurde zur Gehirnwäscheforschung eigens ein Laboratorium zur klinischen Verhaltensforschung eingerichtet. Psychochirurgie wird in Deutschland seit Ende der 60er Jahre erforscht, in den 70er Jahren gehört Deutschland zu denjenigen 15 Ländern der Welt, in denen Forschung zur Psychochirurgie durchgeführt wurde . Die Elektrokrampftechnik, so der Vorschlag einiger Psychiater, solle in Deutschland zur Wiedereingliederung psychisch Kranker in den kapitalistischen Arbeitsprozess genutzt werden .

Aber das ist noch nicht alles: In einem 1989 erschienen Buch über staatliche und militärische Anwendung psychologischer Forschungsergebnisse zur Verhaltensbeeinflussung werden ganze vier Länder genannt, in denen staatliche Gehirnwäscheprogramme durchgeführt werden: USA, UdSSR, Südafrika und die BRD . Gehirnwäscheprogramme in Deutschland? Oh ja: Das Buch bezieht sich auf die Haftbedingungen der Gefangenen der RAF. Diese Haftbedingungen waren gekennzeichnet durch Einzelhaft, Kontaktverbot untereinander, Abschirmung von der Außenwelt, ständige Kontrolle und Überwachung aller Lebensäußerungen sowie starr geregelte Tagesabläufe. Untersuchungen dieser Haftbedingungen durch deutsche und internationale Ärzte, Juristen und Psychologen kommen zu dem Schluss, daß die es sich hier um staatliche Mind Control handelt: “Wie inzwischen bekannt, sind die Haftbedingungen der RAF Bestandteil eines wissenschaftlichen Programms, das seit den 50er Jahren unter dem Begriff `Gehirnwäsche` entwickelt worden ist” .

Zucken auf Knopfdruck: Beeinflussung durch elektromagnetische Wellen
Elektromagnetische Wellen können im Menschen Wärmeempfindungen erzeugen. Um diesen von der herkömmlichen Mikrowelle in der Küche bekannten Effekt geht es aber nicht. Elektromagnetische Wellen können nämlich auch Geräuschempfindungen und Verhaltensänderungen bei Menschen hervorrufen. Dieser Effekt lässt sich hervorragend zur Mind Control nutzen: Je nach Wellenlänge, Frequenz und Zeitdauer besitzen elektromagnetische Wellen unterschiedlichen Informationswert für menschliche Zellen und durch eine Wechselwirkung der Wellen mit der Ausschüttung von Hormonen und Neurotransmittern können Denken und Verhalten beeinflußt werden . Mittlerweile liegt eine große Zahl entsprechender Untersuchungen vor, die die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen, was bei Menschen durch elektromagnetische Wellen manipulierbar ist:
– Aufmerksamkeit;
– Wahrnehmung;
– Erinnerung;
– Höhe des Alkoholkonsums;
– Schmerzempfinden;
– Tag-Nacht-Rhythmus;
– Sprache und Wortwahl; und
– psychopathologische Symptome.

Damit sind wesentliche Bereiche menschlichen Handelns einer Beeinflussung zugänglich. Allerdings ist diese Beeinflussung noch nicht unmittelbar genug, um Menschen gezielt zu festgelegten Verhaltensweisen zu bewegen. Unmittelbare Steuerung geschieht zumeist durch Botschaften mit Informationswert. Auch dies ist mit elektromagnetischen Wellen möglich!

Akustische Befehle durch Mikrowellen
Im Jahr 1962 berichtete Allan H. Frey von der New Yorker Cornell University über die bemerkenswerte Entdeckung, daß Menschen in der Lage sind, Mikrowellen zu hören . Beschränkte sich das Mikrowellenhören anfangs auf Geräusche, so ist es mittlerweile kein Problem mehr, Sprache per Mikrowellen direkt ins Bewußtsein eines Menschen zu senden: “Die Stimme, die man hörte, unterschied sich nicht wesentlich von Personen mit einem künstlichen Kehlkopf. Die Möglichkeit, direkt mit einem Menschen zu kommunizieren, eröffnet offensichtliche Anwendungsmöglichkeiten” . Ab den 70er Jahren forschten sowohl Allan D. Frey als auch andere Wissenschaftler im Sold der US-Militärs weiter am Mikrowellenhören, um die im obigen Zitat erwähnten offensichtlichen Anwendungsmöglichkeiten zur Gänze auszuloten.

Forschungsprogramme zur fortgeschrittenen Mind Control
Seit dem Ende der 50er Jahre laufen verschiedene Forschungsprogramme von US-Militärs und Geheimdienst, um den Einsatz von Mikrowellen im Dienste der Mind Control zu entwickeln. Die entsprechenden Programme befassen sich mit der Schädigung körperlicher Funktionen, der Beeinflussung des Verhaltens einzelner Personen und der Beeinflussung des Verhaltens größerer Bevölkerungsgruppen. Der Zweck dieser Programme wurde 1996 in einem Forschungsmemorandum der US Air Force eindeutig dargelegt: “Die Möglichkeiten elektromagnetischer Felder beinhalten den Umgang mit Terroristen, Massenkontrolle, die Sicherheit militärischer Einrichtungen und Antipersonentechnik.. Wegen der zahlreichen Parameter (der elektromagnetischen Wellen, Anm.) können ganz bestimmte Wirkungen erzeugt werden. Die Fähigkeit zu dieser Vielfältigkeit gibt dem Nutzer eine außerordentliche Brandbreite von Einsatzmöglichkeiten” . Noch deutlicher über den Stand der Forschungen zur elektromagnetischen Mind Control äußert sich der Neurologe M.A. Persinger 1995 in einem Aufsatz: “Es gibt nach neuesten Untersuchungen grundlegende Algorithmen im menschlichen Gehirn, die durch jede Reizempfindung in gehirnspezifische Codes transformiert werden. Eine unmittelbare Beeinflussung dieser Algorithmen im menschlichen Gehirn durch elektromagnetische Felder benötigt Energielevel, die durchaus im üblichen Bereich technischer Anwendungen liegen. Die genaue Kenntnis dieser Felder erlaubt den direkten Zugriff auf fast alle komplexen neurokognitiven Prozesse, die mit dem menschlichen Selbst, dem Bewußtsein und den Erfahrungen sowie dem Gedächtnis verbunden sind” . Persinger räumt damit nichts anderes ein als die Möglichkeit, mittels elektromagnetischer Wellen unmittelbar menschliches Verhalten zu steuern.

Fortgeschrittene Mind Control in Deutschland
Auch in der BRD gibt es, wenn auch im geringeren Umfang als in den USA, Forschungen zu und Nutzung von elektromagnetischen Wellen zur Verhaltenssteuerung. In den 60er Jahren gab es eine entsprechende Zusammenarbeit zwischen deutschen Wissenschaftlern und Forschern von der US Air Force. Eigene militärische Forschungen dürfte es in Deutschland nur im begrenzten Umfang geben, es sei denn, die Bundeswehr verfügte über bislang geheimgehaltene Forschungseinrichtungen und genügend Geld. Stattdessen nutzen die Herrschenden weiter die Forschungsergebnisse aus den USA: Das US-Verteidigungsministerium verschickte 1996 CD-Rs mit Daten zur elektromagnetischen Beeinflussung von Menschen an einige wenige ausgesuchte Empfänger weltweit. Einer der Empfänger war die Regierung der BRD . Kann daraus geschlossen werden, in Deutschland würden staatliche Stellen elektromagnetische Mind Control durchführen? Vielleicht, denn bereits 1986 erschien am 18. November in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Artikel, in dem über zwei Palästinenser berichtet wurde, die in Deutschland vor Gericht standen. Beide behaupteten, sie wären im deutschen Untersuchungsgefängnis mit elektromagnetisch übertragenen Stimmen zermürbt worden. Im Laufe meiner Recherchen wurde mir von zwei Fällen berichtet, in denen das US-Militär in Deutschland ohne Wissen der betroffenen Bevölkerung Versuche mit elektromagnetischer Beeinflussung durchführt: Nahe Rammstein in Rheinland-Pfalz soll sich eine entsprechende Forschungseinrichtung der US Air Force befinden und eine ähnliche Einrichtung gebe es in auf einem US-Militärstützpunkt im Raum Würzburg .

Fernsteuerung von Menschen: Implantate
Ein weiterer Weg zur Beeinflussung von Menschen ist die direkte Informationsübertragung zwischen einer Person und einer Sende- bzw. Empfangsstation. Die entsprechenden Techniken werden als Biotelemetrie bezeichnet. Zur Biotelemetrie gehören auch Implantate, winzige Apparate, die in einen menschlichen Körper eingesetzt werden und die sowohl Daten aus dem Menschen an einem sich außerhalb befindlichen Empfänger senden als auch Botschaften von einer sich außerhalb befindlichen Sendestelle empfangen können. In einigen Staaten werden Implantate und Minisender in offiziellen Regierungsprogrammen unter dem Stichwort Monitoring bereits an Haustieren oder Häftlingen getestet, so in den USA, Japan, Schweden, Großbritannien oder den Niederlanden . In Deutschland werden ähnliche Programme seit einigen Jahren diskutiert.

Implantate können an fast beliebiger Stelle im Nervensystem eines Menschen eingesetzt werden, sogar im Gehirn. Ist das Implantat mit dem Nervensystem verwachsen, “können Subjekte (Menschen, Anm.) 24 Stunden überwacht werden und durch elektronische Eingriffe kann ihr Verhalten gesteuert werden. Dadurch wird es möglich sein, auf Menschen und ihr Verhalten ohne direkten Kontakt Kontrolle auszuüben” . An dieser von den beiden Kriminologen Ingraham und Smith in den 70er Jahren beschriebenen Nutzung von Implantaten hat sich nicht viel geändert, nur die Implantate sind mittlerweile durch die Mikrochiptechnik auf Größe eines Stecknadelkopfes zusammengeschrumpft. Ihre Wirkung erzielen Implantate, so Ingraham und Smith weiter, auf zwei verschiedenen Wegen: Zum einen durch die Blockierung bestimmter Reaktionen mittels über die Implantate ausgelöste Furcht, Desorientierung, Hemmung oder Bewusstlosigkeit und zum anderen durch die Konditionierung bestimmter Verhaltensweisen mittels angenehmer oder unangenehmer über die Implantate ausgelöster Reize.

Echte Implantate und erfundene Außerirdische
Implantate werden oft auch im Zusammenhang mit einem Gemisch aus Viehverstümmlungen, Entführungen von Menschen durch Ufos und Außerirdischen genannt. Abgesehen von der Tatsache, daß es sich bei Ufos hauptsächlich um irdische Flugscheiben handelt , verschleiert das Suchen nach nichtvorhandenen Aliens den Blick auf die menschlichen Kontrolleure. Implantate und Viehverstümmlungen in Nordamerika und Westeuropa haben einen höchst irdischen Hintergrund: Verdeckte Regierungsprogramme und offiziell einsehbare Patente für Implantate können diese Viehverstümmlungen erklären, ohne daß Aliens aus fernen Sternbildern einfliegen müssen. Ich vertrete die Auffassung, daß entführten Personen und Vieh auf der Weide Implantate zu Versuchszwecken eingesetzt werden; daß bei Menschen dieses als angebliche Entführung durch Außerirdische mittels Gehirnwäsche als falsche Erinnerung programmiert wird; und daß die Viehverstümmlungen dazu dienen, die Implantate wieder zu entfernen, damit sie nicht in unbefugte Hände geraten. Gehirnwäsche, so habe ich weiter oben gezeigt, ist durchaus in der Lage, Menschen alles mögliche als Erinnerung einzutrichtern. Und das für die Entfernung von Implantaten aus Tierkörpern notwendige technische Gerät gibt es entgegen der Behauptungen von Ufologen sehr wohl auf der Erde: Es handelt sich um das vom Phillips Laboratory auf der Kirtland AFB entwickelte tragbare Laser Medical Pac, dessen Laser wie ein Skalpell schneidet und gleichzeitig die Blutung stillt .

Kontrolle von Menschenmassen
Aufstände und Revolutionen waren und sind notwendig für den gesellschaftlichen Fortschritt, waren und sind aber auch bei den jeweils Herrschenden aus nachvollziehbaren Gründen unerwünscht. Daher rüsten sich die zur Zeit Herrschenden mit sogenannten Nonlethal Weapons, zu deutsch nicht-tödliche Waffen, aus, um diese im Falle des Falles gegen das eigene Volk einsetzen zu können. Aufgeschreckt durch entsprechende Fachartikel in den USA ließ das Europäische Parlament 1998 ein Arbeitspapier über diese Waffen mit dem Titel Bewertung von Technologien zur politischen Kontrolle erstellen. Im gleichen Jahr veröffentlichte das Institute for National Security der US Air Force eine Referenzliste nicht-tödlicher Waffen . Zusammengefasst eröffnen beide Dokumente einen erschreckenden Einblick in die heutigen Waffenkammer der bürgerlichen Demokratien:

– akustische Waffen wie Schallstrahlen, Schallgeschosse oder Lärmschmerz;
– optische Waffen wie Lichtgranaten oder Blendschmerz;
– biotechnische Waffen wie Gestankgranaten oder Granaten mit
Duftstoffen, die gleichzeitig freigelassene aggressive
Insektenschwärme anziehen;
– Hologramme, die zu Tode erschrecken oder große bewaffnete
Verbände vortäuschen;
– Physiologische Waffen wie Impulslärm oder Reizüberflutung; und
– Mengenkontrollwaffen wie Gasgranaten oder Flammenwerfer (!).

Alle diese Waffen wohlgemerkt dienen nicht in erster Linie der Kriegsführung, sondern der Bekämpfung von Aufständen und Revolutionen im eigenen Land! So steht es ausdrücklich im Arbeitspapier des Europäischen Parlaments.

Mind Control – Angriff auf Ihre Freiheit
In diesem Aufsatz habe ich Ihnen einen Überblick über diejenigen Techniken gegeben, die in den USA schon seit einem Jahrzehnt unter der Bezeichnung Mind Control für Unruhe und Proteste sorgen. In den USA gibt es verschiedene nichtstaatliche Organisationen, die Dokumente über Mind Control sammeln, Opfern helfen und staatliche Stellen durch intensive Nachforschungen zur Herausgabe einschlägiger Unterlagen zwingen. Es gibt Mediziner, die auf die Behandlung der Opfer spezialisiert sind und Rechtsanwälte, die diese Opfer in Klagen gegen den Staat vertreten. All das ist auch bitter nötig, denn in den USA wurden und werden immer noch Tausende von Bürgern in Menschenversuchen zur Mind Control missbraucht. In der BRD scheint es zum gegenwärtigen Zeitpunkt erst wenige Opfer von Mind Control zu geben. Doch alleine die Tatsache, daß in Deutschland alle in meinem Aufsatz beschriebenen Techniken bereit stehen, bedroht Ihre persönliche Freiheit. Ein Hinweisen auf Unfreiheit ist immer eine Einmischung in die bestehenden politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Kapitalismus. Solange nämlich diese Verhältnisse bestehen, wird die Freiheit des Menschen immer in Gefahr sein. Es gilt, sich dieser Gefahr entgegenzustellen. Denn: Ein freies Für-sich kann es nur als engagiert in einer Widerstand leistenden Welt geben (Jean Paul Sartre ).

Artikel von Heiner Gehring aus Raum&Zeit,
Teil 1 aus Nr. 126 11-12/2003 und Teil 2 aus Nr. 127 01-02/2004