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Das Weltgericht

Es ist nicht meine Aufgabe, den Massen gegenüber gefällig zu schreiben. Schuldfragen werden sehr wichtig sein, es wäre traurig, wenn die Menschen, die eigene Schuld nicht mal erkennen. Die Schuld der Massen wiegt vielfach schwerer, als die Schuld einiger einflussreicher Menschen, denn wie kamen sie zu dem Einfluss? Auch wer Böses tut, und wirklich glaubt, dass er Gutes täte, tut eben doch Böses. Es gibt soviel unbewusste Schuld, aber wozu erhielt der Mensch einen Verstand, der Bewusstwerdung ermöglicht? Um sich zu unterhalten und dadurch Bewusstsein zu verhindern? Natürlich gibt es eine Verführung in diesem Sinne, aber warum lassen sich die Menschen so leicht verführen? In der freiwilligen Dummheit, die nicht vor Strafe schützt, liegt die Macht der Lüge. Menschen, für die Unterhaltung und Äußerlichkeitskult wichtiger ist, als Wissen und Wahrheit – die sich in ihrer Dummheit auch noch für klug halten – sind die große Gefahr für Mutter Natur, ja, eine Gefahr für das Leben selbst.

Dies ist ein Nährboden, den die Zukunft nicht braucht, nicht will und nicht annimmt. Zum Beispiel können Sie sich für einen ganz lieben Menschen halten und es nach weitläufiger Meinung auch sein. Aber Sie sind möglicherweise z.B. Zinsnehmer, weshalb Sie Teilnehmer auf der Problemseite sind. Alle Hände, die Zinsen nehmen, sind im größeren Zusammenhang Hände, die morden und an denen Blut klebt. Das Programm urteilt sehr allwissend und nüchtern, geradezu „cool“. Dies allein wäre jedoch eben nur ein Faktor, auch als Zinsnehmer könnten Sie für heilbar gehalten werden und überwiegend heilend zum Einsatz kommen. Je heiler Sie selbst dabei werden, desto wahrscheinlicher werden Sie dann irgendwann aufhören ein Zinsnehmer zu sein. Vielleicht sind Sie aber auch noch gleichgültig und passiv allem Grauen gegenüber. Möglicherweise haben Sie gern für Ihren Job und mehr Geld demonstriert, haben sich jedoch nie gegen die Abtreibung eingesetzt.

„Du sollst nicht töten“

Und das Thema Abtreibung möchte ich als Exempel besonders herausstellen. Die Abtreibungspraxis dieser Zeit ist ein ganz entscheidender Faktor, der eine Gegenreaktion massiv anzieht. Naturgesetzmäßig. Die Menschen haben heute eine wirklich widerliche Doppelmoral. Sie jammern und geben sich brüskiert, wenn eine Mutter ihr neugeborenes Baby tötet, diese Mutter wird fast für ein Monstrum gehalten. Wird aber nun 7 Monate vorher viel brutaler und serienmäßig gemordet, so ist das in Ordnung. „Du sollst nicht töten“ ist aber ein ernst zu nehmender Grundsatz! Übrigens ist das Massenmorden an ungeborenen Menschen nichts anderes als ein Neuholocaust, noch dazu einer, der alle übrigen weit in den Schatten stellt. Eines Tages wird es eine Gedenkstätte des Grauens geben, die nichts verschweigt. Ich möchte vorschlagen, dass diese Gedenkstätte den Besucher über einen Spiralweg, der die Zahl 6 symbolisiert, durchwandert, wobei er auf dem Weg durch viele Denkmäler an alles erinnert wird. Und Sie erinnern sich:

„Du sollst nicht töten“

Im Zentrum sollte dann das letzte und größte Denkmal stehen, das einen Richter und einen Arzt darstellt, die gemeinsam ein großes Henkersbeil auf einen Säugling herunterschlagen. Es wäre besser gewesen, wenn Sie dieses Morden wenigstens ehrlich beschlossen hätten, sich die Gesellschaft also wieder das Töten von Menschen offiziell genehmigt hätte. Aber nein, es geschah auch noch im Einklang mit einer selbstgefälligen Lüge, wonach man ja gar kein Leben töten würde. Mord ist eine Schuld – Lüge eine andere. Weggelogener Mord ist also eine echte „Krönung“. Eine vernünftige Erklärung dafür wurde nicht gegeben, denn es gibt ja auch keine. Per Beschluss beginnt das Leben nun also erst 3 Monate nach der Zeugung, doch können Sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass der gezeugte Mensch bereits vorher voll auf seinem Weg ist.

„Du sollst nicht töten“

Es ist ein einziger Weg, für den weder der 3. Monat, noch die Geburt, mehr als nur unterschiedliche Phasen des im Moment der Zeugung begonnenen Weges sind. Auch mit der Geburt ist die Entwicklung noch mitten im Gang, der Mensch ist im biologischen Sinne immer noch unfertig und unselbständig. Lassen Sie einen Säugling eine Weile liegen, so stirbt er. Er ist nach seiner Geburt ebenso auf Hilfe und auf den Willen, ihn leben zu lassen, angewiesen, wie in allen Phasen vor der Geburt. Die Menschen haben von ihrer Grundkonstruktion her auch eine soziale Funktion, nicht ein einziger Mensch würde leben, wenn nicht andere Menschen ihm den Weg in das Leben ermöglichen würden. Er ist nach der Geburt nur sichtbarer, aber dies ist schon der einzige Unterschied. Hier, im Super-Materialismus, zählt ja nur noch das Sichtbare. Woran machen Sie den Beginn des Lebens denn fest?

„Du sollst nicht töten“

Das Leben ist ein Weg. Aussehen, Charakter u.v.m. des Menschen stehen im Moment der Zeugung fest und wollen nichts anderes, als zur Entfaltung kommen. Wenn ich den Beginn eines irgendwie „eigentlichen“ Lebens irgendwo nach der Zeugung ansetzen möchte, dann könnte ich ebenso sagen, dass das Leben erst mit dem selbständigen Laufen beginnt. Oder mit dem Sprechen. Oder mit der Geschlechtsreife. Was sich nicht fortpflanzen kann, das kann doch noch kein richtiger Mensch sein. Man mag einwenden, dass es Abtreibungen ja schon immer gab, doch waren diese vor allem eine Sache der Verwickelten selbst, wenn auch nicht nur. Es ist jedoch etwas grundsätzlich anderes, wenn eine Gemeinschaft etwas erlaubt, oder duldet, denn dann wird die gesamte Gemeinschaft vielfach verantwortlicher, als sie es ohne den Konsens über das Morden gewesen ist.

„Du sollst nicht töten“

In Brasilien werden viele Straßenkinder getötet, es geschieht ständig, es ist entsetzlich, doch wäre es noch vielfach entsetzlicher, wenn die brasilianische Gesellschaft ein Gesetz beschließen würde, das das Töten der Straßenkinder auch noch legalisiert. In diesem Moment würde nämlich die gesamte Gesellschaft schuldig, mit Ausnahme derer, die versuchen, die Verhältnisse zu ändern. Müsste das nicht jeder Mensch im Kopf haben? Zwar ist es richtig, dass der geboren werden wollende Mensch eine Belastung für die Mutter sein kann, die Existenz dieses Menschen berührt die Interessen der Mutter sehr, und aufgrund der Gesamtumstände in oft sehr ungünstiger Weise. Aber seit der Abschaffung des Duells war es nicht mehr offiziell üblich, die sich nicht vertragenden Interessen zweier Menschen durch den Tod eines der Menschen zu „regulieren“.

„Du sollst nicht töten“

Sie hätten auch andere Möglichkeiten gehabt, insbesondere die problemlose Weggabe des unerwünschten Kindes unmittelbar nach der Geburt, womit Sie gleich noch andere Menschen hätten glücklich machen können, die jetzt manchmal auf den Babyhandel ausweichen. Der Mutter hätte für die relativ kurze Zeit des Zurücksteckens in jeder nötigen Form Hilfe gewährt werden können. Soweit dies Geld erforderlich gemacht hätte, hätten die Adoptiveltern diese Kosten sicher gern getragen, es wäre also sogar alles kostenlos für die Gesellschaft gewesen, die sich lieber für das erbarmungslose Morden entschied. Als geistige Leistung wäre es erforderlich gewesen, dass man die Entscheidung einer Mutter, ihr Kind nicht zu wollen, allgemein akzeptieren kann und dieses Nichtwollen in kleinster Weise verwerflich einstuft. Man sagte, dass eine Mutter diese Weggabe seelisch belasten würde. Warum belastet ein glücklich, nur woanders aufwachsendes Kind?

„Du sollst nicht töten“

Und: Muss zur Vermeidung eines entsprechenden Kummers denn unbedingt getötet werden? Denken Sie nicht, dass gerade dieses Töten einen viel schlimmeren Kummer auslösen könnte? Wenn ein Mann den Fortgang seiner Geliebten seelisch nicht aushalten kann, dann darf er sie ja auch nicht töten. Weitgehend richtig war die Argumentation, dass ein ungewolltes Kind möglicherweise ohne Liebe in ein schlechtes Leben gehen würde, doch genau da würde eine problemlose Weggabe ja die Lösung sein. Mord bleibt unabhängig davon ein sehr eigenartiger Dienst, den man da tut, um ein Kind vor einem traurigen Leben zu bewahren. Sie können auch nicht wissen, ob in diesem Kind nicht doch die Kraft zum Glücklichwerden vorhanden war, außerdem gibt es unzählige unglückliche Erwachsene und Jugendliche, die einst vollkommen gewollt waren.

„Du sollst nicht töten“

Das Argument des wohlwollenden Mordens gehört in die Lügenkiste der moralisch verklebten Rechtfertigungen, in deren Anfertigung diese gescheiterte Menschheit ein wahrer Meister geworden ist. In dieser Kiste findet sich auch das Argument, demzufolge es ja besser wäre, kein Kind in diese kinderfeindliche Welt zu setzen. Doch anstatt die tatsächliche Kinderfeindlichkeit zu verringern wird dann dieser schlechte Zustand auch noch zum Argument für den absoluten Gipfel der Kinderfeindlichkeit gemacht, der im Töten der Kinder wohl erkannt werden muss. Was soll mit diesen Menschen nun geschehen, wie sollte es weitergehen? Mit der problemlosen Weggabe hätten Sie dann auch verhindert, dass Mütter ihre Neugeborenen töten, worüber bei all den widerlichen Doppelmoralisten dann blankes Entsetzen herrscht. Doch die deutsche Gesellschaft entschied sich für den Massenmord und nahm an, dass es keine Kraft geben würde, die sie dafür zur Rechenschaft ziehen könne.

„Du sollst nicht töten“

Hochmut kommt vor dem Fall, denn es gibt diese Kraft eben doch, mit all den Untaten zusammen haben Sie diese „magisch“ angezogen. Sie muss gesetzmäßig über Sie kommen. Das Programm findet einen Weg dafür und möglicherweise nimmt auch der Programmierer selbst einen Eingriff vor. Im Rahmen dessen, was den Menschen bisher verständlich gemacht werden konnte, hieß dieses Ereignis „Das Jüngste Gericht“. Man sagte, dass die Menschheit es durch ihr Handeln und Nichthandeln herbeirufen würde. Nun ist es da, doch viele, die sich danach gesehnt haben, werden sich zu ihrer großen Überraschung selbst auf der Angeklagtenbank sehen. Mit Zinsmord und Babymord habe ich nur zwei besonders entscheidende Faktoren angesprochen, die eine Programmkorrektur zwingend erforderlich machen. Doch dafür fehlt das Herz, die Seele und ein Bewusstsein. Ich hätte sonst keinen Grund zu erinnern:

„Du sollst nicht töten“

Vielleicht sammelten Sie Schuld darin, dass Sie der neuen (nichtstaatlichen) Menschenjagd auch in Deutschland ihren Lauf ließen, obwohl Sie hindernd zu wirken in der Lage gewesen wären. Vielleicht liegt Ihre Schuld darin, dass sie die Mitverantwortlichen einfach nur machen lassen, oder darin, dass sie all den Lügen glauben. Sie werden niemals dadurch unschuldig, dass Sie belogen worden sind, denn warum ließen Sie sich denn belügen, obwohl Sie einen eigenen Geist besitzen, und ein eigenes Gehirn, dessen Leistungsfähigkeit dem der Lügner nicht unbedingt unterlegen ist? Sie werden noch sehen, wie es um die Schuld derer aussieht, die nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, nichts wissen wollten – und bei guter „Unterhaltung“ durch eigenen Willen zu leicht steuerbaren Idioten wurden, die sich ihrer Selbst im Wege stehen, unfähig über den eigenen Tellerrand zu schauen, gleichgültig und blind.

„Du sollst nicht töten“

Das schlimmste Übel ist aber die bewusste Lüge, weil alles andere Übel einschließlich Zins und Mord und Krieg nur eine Folge der Lüge ist, deren gesamte Auswirkung auf längere Sicht selbst der bewusste Lügner nie wirklich vorhersehen kann. Daher kann seine eigene Lüge als mächtiger Bumerang zu ihm zurückkehren und seine eigene Boshaftigkeit nicht minder. Die Idiotie geht heutzutage so weit, wie nie zuvor. Ein Beispiel ist der Sexkult Ihrer Zeit, den ich hier anspreche, weil er gut zum Babymord passt. Spaß am Sex wurde Ihrer Spielfigur einprogrammiert, damit die Vermehrung gesichert war. Nachdem die Vermehrung gut vorangekommen war, wurde die Beschneidung eingeführt, die den Trieb etwas zügelt, was Raum für das Denken schafft. Ein genetischer Eingriff erfolgte nicht. Doch heute wird Sex zum neuen Heiligtum, während die dadurch entstehenden Menschen getötet und weggeworfen werden.

„Du sollst nicht töten“

Was denkt sich die Gesellschaft dabei? Sollen die Menschen nun sich selbst überlassen zu einer verblödeten Rammelherde werden, soll dies der Sinn der Krone der Schöpfung sein? Durch das TV sah ich des Öfteren eine Dame geistern, die sich mit Kunststoff einen Superbusen herstellen ließ, der wahrhaftig gigantisch ist. Man könnte das als einzelne Irritation abtun, aber die Menschen finden das interessant, sie wird bestaunt, kommt ins Fernsehen und verdient viel Geld damit. Es kommt besser an, als Wissen. Nun warte ich noch auf das männliche Gegenstück, auf den Mann mit dem künstlichen 2-Meter-Prügel. Diese Gesellschaft wird ihm den Weg bahnen. Im Berliner Radio lief kürzlich eine Sendung mit Hörerbeteiligung zum Thema „Abwechslung beim Sex“. Ja, und da riefen dann so einige Menschen an, die dazu etwas zu sagen hatten.

„Du sollst nicht töten“

Keiner kam auf den Gedanken, dass man, wenn man Abwechslung beim Sex sucht, wohl zuvor geringere Lust darauf gehabt haben müsste. Wenn man aber nun keine Lust hat, dann könnte man ja ganz einfach etwas anderes machen, bis man wieder Lust hat, aber Nein, wenn man keine Lust hat, dann stimmt etwas nicht, dann muss „Abwechslung“ ersonnen werden, dann müssen z.B. künstliche Superbusen her. Aber warum will diese Gesellschaft den Sexualtrieb maximieren, wenn sie mehr Babys gar nicht haben will? Wo ist der Sinn dabei? Der einzige Sinn kann nur darin zu sehen sein, dass es eine Kraft gibt, die verblödete Karnickel züchten will. Sie wird keine guten Pläne mit diesen Karnickeln haben, wie es die unfassbaren Tierversuche grausam unter sichtbaren Beweis stellten.

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Es sind unzählige Dinge, die das Morden in unserer Gesellschaft, gesellschaftsfähig werden ließen. Es wurde salonfähig, legalisiert und gefördert. Ich erinnere an Ulla Schmidt, die dafür sorgte, dass „das Rezept für die Pille die einzige Ausnahme bei der Praxisgebühr bleibt…bei der Anti-Baby-Pille sei die Situation anders gelagert.“ – sagte Frau Schmidt, die sich nachhaltig dafür eingesetzte. Dies sei „Aufgabe des Staates, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Der Staat hat sich diesem Thema zu verpflichten“. Keiner kommt davon, denn eines Tages werden auch Sie sich verantworten müssen, Verantwortung für unsere Taten, aber auch für das, was wir nicht taten, obwohl wir es hätten tun können.

Die Menschen – ob freundlich oder unfreundlich, egoistisch oder verantwortungslos, liebevoll oder herzlos, hilfsbereit oder ignorant, wahrhaftig oder selbstlos, aufopfernd oder habgierig – haben dennoch etwas gemeinsam. Die Freiheit der Wahl. Die Freiheit sich zu entscheiden, den wahren Wert des Lebens zu erkennen und diese Werte zu verteidigen, dafür aufzustehen und für sie zu kämpfen, ja – sie sogar mit dem eigenen Leben zu verteidigen. Nutzen Sie diese Freiheit, eine andere gibt es nicht. Und weil das die einzige Freiheit ist, die wir haben, so wird auch das Gericht, vor dem wir eines Tages treten werden, ein Gericht, das darüber urteilen wird, wie wir diese Freiheit genutzt haben, ob und was sie uns wert gewesen ist. Es wird – so wie die Freiheit – auch das einzige Gericht sein, das Recht spricht.

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Dieses Gericht kennt keine

Rechtsbeugung

Dieses Gericht kennt keine

Willkür

Dieses Gericht kennt keine

Gefälligkeit

Dieses Gericht kennt keine

Fehlurteile

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  1. Marvin
    24. Juni 2009 um 11:55

    Hallo Andreas!

    Seit längerem lese ich deine Worte und bin vom Tiefgang der Texte überwältigt. Auch bei diesem Artikel. Dennoch meine ich etwas herauszulesen, was in mir Skepsis erzeugt. Du schreibst vom „Weltgericht“ und von Schuld. Vom „Programm“ ist die Rede. Aber woher stammt dieses Wissen, die Gewissheit? Auch ich denke viel nach, hauptsächlich über die Grenzen von Erkenntnis. Der Zugang zu allen möglichen Formen von Wissen, welcher sich mit der Verbreitung des Internet ungemein erleichtert, brachte bei mir ein Gefühl von Verlorenheit hervor. Nichts scheint mehr absolut, was ist „Wahrheit“? Gibt es absolutes Wissen, und wenn ja, woher? Findet man es in Büchern, durch Beobachtung der Welt um sich herum? Wie wahr ist dieses Wissen? Kann es das überhaupt geben? Unterschiedlichste Quellen berichten von einem „Programm“, oder einer „Kraft“, welches über die Menschheit urteilt, oder urteilen wird, nur dieses nicht immer deckungsgleich, und vieles widersprüchlich. Was, wenn alles, egal ob gut oder schlecht, einfach geschehen soll? Aus Gründen, die fern des menschlichen Verstandes liegen? Was bleibt, sind Zweifel und Verwirrung. Während meiner Schulzeit war ich mir noch sicher. Ich glaubte durch das Schuluntericht vermittelte „Wissen“ zu wissen, was das Leben ist. Leben und Tod waren klar definiert. Heute bin ich nicht mehr sicher. Ich weiß nicht wann Leben beginnt, wann es aufhört oder ob es überhaupt aufhört oder beginnt. Was, wenn es einfach „ist“? Welche Rolle spielt dann Geburt und Tod oder Leid in welcher Form auch immer? Was ich zum Ausdruck bringen möchte, ist, daß es mir schwerfällt, mein Leben ohne das Ziel zu kennen, um es zu ändern, um z.B. weniger „Täter zu sein als bisher. Es bleibt nur die „Ahnung“, was es (für mich) sein könnte, was stete Veränderung als solche weg vom Leid anderer und vom eigenen wäre. Eingeflochten in die Gesellschaft ist es aber schwer, sich nicht weiter mit Blut zu beflecken. Jeder geht Einkaufen. Unter welchen Bedingungen entstanden die Produkte, welche im Korb landen. Je billger, je wahrscheinlicher, das Menschen in fernen Ländern diese unter grauenhaften Bedingungen herstellten, aber auf was kann man ausweichen, wenn das eigenen Einkommen nicht allzu hoch ausfällt? Man nimmt es in Kauf. Das eigene Auto oder die Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehres benötigt die eine oder andere Form von Energieträger, die günstige Verfügbarkeit wird durch Lohndumping und/oder Krieg in den Herkunftsländern „gesichert“. Sich all dessen bewußt, wäre die Lösung nur ein Ausstieg aus der Gesellschaft, die all das toleriert und verdrängt. „Bezahlt“ werden würde das mit Ausgrenzung. Wieviele Menschen, also jene soziale Wesen, haben die Kraft?

  2. Woyzeck
    19. Juni 2009 um 19:21

    Danke für diesen exzellenten Artikel Andreas,

    so wahre und reine Gedanken, das es mich berührt. Die meisten Menschen sehen diese „weltliche“ Ethik, die erst diesen Massenmord möglicht macht, als Fortschritt an. Es wird dabei vergessen, dass eine solche Ethik auf vieler Art auslegbar ist und sich immer nach den jeweiligen Bedürfnissen der Gesellschaft richtet. Gerade die Reproduktionsmedizin macht dies deutlich: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22666/1.html. Wie kann man sich anmaßen über Leben und Tod zu bestimmen im Sinne des „gesellschaftlich Besten“, d.h. kein Baby mit genetischen „Defekt“. Das über die Ursache von Krebs, aber noch immer Uneinigkeit herrscht, wird dabei ausgeklammert. Wie steht es z.B. mit den Umwelteinflüssen? Und woher will man wissen, ob nicht dieses ausgeschaltet Gen nicht noch für ganz andere Körperfunktionen benötigt wird.

    Wo wird das hinführen, wenn man einmal da mit beginnt? Natürlich ins uferlose, denn die „weltliche“ Ethik macht es möglich. Warum nicht die Menschen schöner und intelligenter machen: „Denn gut ist, was nützt.“ [Ludwig Wittgenstein (1889-1951)].
    Wo wird dieser Prozess enden? Im Verlust des menschlichen Wesens; seiner Natürlichkeit, so wie es Gott schuf.

    Gruß

    Woyzeck

  3. swawa
    19. Juni 2009 um 17:42

    Hallo Andreas! Sehr gut geschrieben dieser Artikel.
    Dieses Thema habe ich in meinen quälenden Aufwach Prozess 2001 in meinen kritischen Gedichtsband fest gehalten.

    Das Falsche Programm.

    Spaß und Sex wurde uns einprogrammiert, auch dabei manchmal ein Mensch entsteht, aber danach vielen später im Wege steht.
    Man geht dann den bequemen Weg, abtreiben dem steht nichts im Weg die doppelte Moral ist wie weggefegt.

    Mit meinen Bauch mache ich was ich will!………

    Eine Seele wird das Leben verwehrt aber Hauptsache Spaß das war es doch Wert.
    Es wird geblasen und gevögelt, abgetrieben und Menschen getötet.

    Sex wurde zum Kult gemacht Massenmorde rund um den Erdball vollbracht. Der Sex – Kult wird zum Massengrab, uninteressant Hauptsache Spaß gehabt.

    Der geilste Sex kriegt ein anderes Gesicht aber das interessiert die Krönung der Schöpfung nicht.
    „Du sollst nicht töten! Es steht geschrieben, man tötet weiter als wäre es nie geschrieben.
    Auch so kann der Mensch sich selber richten, der Weg um sich selbst zu vernichten.

    Wir sollen die Krönung der Schöpfung sein, nein, eine verblödete Rammelherde das wird es wohl sein.

    Nach dem 16. Tag der Empfängnis wird das Embryo beseelt. Was bei einer Abtreibung geschieht brauche ich wohl nicht weiter zu erläutern.
    Trotzdem werden in der BRD ca. 300.000 Abtreibungen durchgeführt durch eine noch nie da gewesene Menschen verachtende Abtreibungsgeldmaschinerie.

    Warum heißt die Abtreibungspille – RU – 486? Nun, weil sie mit Mensch sein nicht viel am Hut hat. Sie beinhaltet nach der Zahlensymbolik die Zahl des Widersachers.

    4+8+6= 18 die 18 beinhaltet 3 mal die 6 = 666

    Auf jeden Rezept was man Euch verschreibt steht unten links immer die Zahl 666. Mal darauf achten.

    Unsere P..Lobby achtet eben auf alles. Noch Fragen?

  1. 23. Juni 2009 um 22:47
  2. 23. Juni 2009 um 11:37
  3. 21. Juni 2009 um 19:53
  4. 21. Juni 2009 um 05:32
  5. 20. Juni 2009 um 11:22

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