IM NAMEN DER UNØ ›3


IM NAMEN DER UNØ ›1

IM NAMEN DER UNØ ›2

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Wie aus dem ersten des 3Teilers hervorgeht, hatte ich so einige Defizite mit einem Artikel in Zeit-Fragen, einer durchaus hochwertigen Seite und interessanten Beiträgen. Das letzte mal, Sie werden es mir nicht glauben, habe ich die Seite Zeit-Fragen besucht, als ich dort die Uno-Schmiererei gelesen habe. Seit dem 13. Dez 08 habe ich nicht mehr vorbei geschaut. Mir läuft es kalt den Rüpcken runter, wenn ich daran denke, einen weiteren Besuch zu wagen.

»Alle guten Dinge sind drei -und es bleibe dabei – die Gedanken sind frei«

2009 > Nr.4 vom 26.1.2009 > Uno und Nato

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»In den 63 Jahren der Existenz der Vereinten Nationen ist der Uno-Auftrag derselbe geblieben. Die Uno wurde geschaffen zur weltweiten Friedenserhaltung und Friedensförderung. Die Nato existiert, um Eigeninteressen für eine Staatengemeinschaft von 26 Ländern sicherzustellen. Ihr Auftrag, begründet im Washingtoner Abkommen von 1949, galt ursprünglich dem Verteidigungsschutz der Mitgliedstaaten. Am Ende des kalten Krieges im Jahr 1989 schien dieser Auftrag erfüllt. Trotzdem wollen die Angehörigen der Nato dieses westliche Bündnis beibehalten.«

Gegen was man sich kurz nach dem Weltkrieg und ein in Trümmern liegendes Deutschland verteidigen wollte, wird nicht erwähnt. Das nach Ende des kalten Krieges im Jahre 1989, der Auftrag einer Verteidigung, eigentlichen als erfüllt und abgeschlossen angesehen werden konnte, entschied sich die Nato am westlichen Bündnis festzuhalten. Auch das Deutschland bis zum heutigen Tage fortführend, nicht unter den Mitgliedsstaaten im Sinne der befreundeten Staaten zählt, ist ebenso unwichtig. Deutschland wird zwar aufgeführt, jedoch als Feindstaat. Nun, einiges scheint sich Herr von Sponek allerdings doch zu fragen.

»Steht das Abkommen der Uno mit der Nato, einer militärischen Allianz mit Nuklearwaffen, im Einklang mit Artikel 2 der Uno-Charta, der verlangt, dass Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen seien? Kann zwischen Uno- und Nato-Einsätzen unterschieden werden, wenn drei der fünf permanenten Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats auch Nato-Mitglieder sind? Wie können zukünftige Nato-Rechtsbrüche gerichtlich verfolgt werden? Ist eine Einrichtung wie die Nato, die 1999 ohne Uno-Mandat völkerrechtswidrig Serbien und Kosovo bombardiert hat, ein geeigneter Partner der Vereinten Nationen?«

Ob die Nato noch als geeigneter Partner der vereinten Nationen angesehen werden kann, nachdem man sich dazu entschieden hatte, völkerrechtswidrige Kriege in Form von Bombardements auf den Kosovo und Serbien führte, sollte einer direkten Antwort folgen. Nun ja, was nicht ist, kann ja noch werden. Um es mal ganz platt und verständlich auszudrücken. Die Nato ist aus einem ganz bestimmten Grunde geschaffen worden: Die Russen draußen, die Befreier drinnen und die deutschen unten zu halten. Nicht mehr und nicht weniger.

»»Die Uno wurde geschaffen zur weltweiten Friedenserhaltung und Friedensförderung.«

Die Generalversammlung aus den 189 Staaten muss sich dem Sicherheitsrat aus 15 Staaten, darunter die 5 Großmächte, unterwerfen. Die Generalversammlung darf nur eine Stellungnahme zu Krieg und Frieden abgeben, wenn dies der Sicherheitsrat erlaubt: “Solange der Sicherheitsrat in einer Streitigkeit oder einer Situation die ihm in dieser Charta zugewiesenen Aufgaben wahrnimmt, darf die Generalversammlung zu dieser Streitigkeit oder Situation keine Empfehlung abgeben, es sei denn auf Ersuchen des Sicherheitsrats.” (Art. 12.1) Das bedeutet, dass jede Großmacht mit ihrem Veto der Generalversammlung verbieten kann, einen Krieg einer dieser Großmächte zu verurteilen.

Wenn wir schon das Vergnügen haben, einer informationsreichen Analyse des Herrn von Sponeck, Uno-Generalsekretär a.D. teilhaben zu dürfen, gehe ich davon aus, dass er die Charta rauf und runter singen kann. Der Artikel in Zeit-Fragen ist nicht gerade kurz. Ich könnte noch eine ganze Weile so weitermachen und wichtige Punkte die unser Herr vergessen hat, ansprechen. Könnte es daran gescheitert sein, weil Misjö außer Dienst ist? Vielleicht ist es auch besser so. Wer Freude daran haben sollte, dies hier zu Ende zu führen, nimmt sich die ersten beiden Teile »Im Namen der Uno« zur Hand und los geht’s. Ich schau nie wieder bei Zeit-Fragen vorbei – bekomme allmählich Angst vor Uno-Analysen von Schwachverständigen. Wenn er mit Vorsatz bestimmte Themen nicht in den Artikel mit einbeziehen wollte, dann hat er das brilliant gemacht.

Andreas Helten 

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Quellen

http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2009/nr4-vom-2612009/uno-und-nato/ ext.

https://gedankenfrei.wordpress.com/2008/12/13/im-namen-der-u-n-o/ int.

https://gedankenfrei.wordpress.com/2008/12/20/im-namen-der-un0/ int.

  1. W. Schneider
    12. Juni 2010 um 19:21

    Die UNO war und ist die Installation der Siegermächte des 2. Weltkrieges zur Sicherung der Positionen der Kriegsgewinner – auch wenn der Krieg dereinst Jahrzehnte zurliegen würde. Im Moment erleben wir den Kampf um eine „globale Regierung“ oder „Regentschaft“; die UNO soll über alle Staaten hinweg bindende Bestimmungen erlassen können. Von Menschen, die nie gewählt wurden, die sich nie einer populären Wahl stellen müssen und die Gesetze ohne Rücksicht auf Verlust an eine Utopie der „kriegsfreien Welt“ erlassen. Wie eine solche „friedliebende Gesellschaft“ aussehen kann, der sollte unbedingt den Film „Demolition Man“ mit Sylvester Stallone und Wesley Snipes ansehen. So eine Welt wollen Sie nicht wirklich.

  2. zdago
    31. Januar 2009 um 20:53

    @Die Uno wurde geschaffen zur weltweiten Friedenserhaltung und Friedensförderung.
    Guter Witz – die UNO wurde geschaffen als Herrschaftsinstrument der USA über den Rest der Welt, andere Hilfsmitten sind WHO, Weltbank u.a.
    mfg zdago
    Wie sagte der US-Admiral noch vor Japan: wir werden sie zwingen, mit uns zu handeln, und wenn sie uns die Tür nicht öffnen, dann schlagen wir sie eben ein!

  1. 21. April 2011 um 14:56

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