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In Eigener Sache • Gewissensfragen

Ich fühle mich momentan nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen. Die Erde dreht sich um ein vielfaches zu schnell für mich und jeden morgen plagt mich der Gedanke, aufstehen zu müssen und einen Job auszuüben indem ich ein kleines Rad im großen Getriebe bin, das dafür sorgt diese Gesellschaft weiter in den Abgrund zu treiben. Selbstverwirklichung ist ein Thema für Geschichtsbücher geworden und niemanden scheint es zu interessieren. Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht nur der Gesellschaft gegenüber, auch meiner Lebensgefährtin, die mir ohnehin in allen Lebenslagen zur Seite stand, an mich geglaubt hat und mir Mut zugesprochen hat. Sie sagte, ich hätte doch früher niemals ans aufgeben gedacht, im Gegenteil. Ich habe immerzu gesagt, ich schaffe das.

Heute ist auch die Welt nicht mehr die gleiche und ich gebe zu, ich bin der Geschwindigkeit nicht mehr gewachsen. Ich habe an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen an der ich mehr Geld für Benzinkosten ausgab, die ich hätte verdienen können. Dazu kommt die Zeit die für ein Privatleben bleibt, nicht ausreicht sich über Gott und die Welt Gedanken zu machen. Meine Freundin hat Recht wenn Sie sagt, durch die ganzen Dinge über den Staat und das Leben in Deutschland und in der Welt, hätte ich eine Blockade, mich auf Sachen bezüglich der Arbeit zu konzentrieren. Mehr oder weniger stimme ich dem zu, außer in einem entscheidenden Punkt. Ich kann die Dinge die ich nun weiß, nicht mehr aus meinen Gedanken, aus meinem Kopf löschen und bei Seite schieben oder verdrängen.

Ich kann mich irgendwie nicht damit abfinden, die Welt so hinzunehmen wie sie ist, obwohl ich im tiefen inneren doch weiß, das ich mich damit wohl oder übel abfinden muss. Es macht mir Angst, besonders wenn ich mir vorstelle, wie mein Leben und das der Menschen in Zukunft gelenkt, vorausbestimmt und politisch durch Gesetzeskraft festgelegt wird. Meine Freundin sagt, so hätte sie sich das Leben nicht vorgestellt und ich schäme mich, Ihr kein besseres Leben ermöglichen zu können. Ich hatte die Möglichkeit auf einen sicheren Arbeitsplatz, der mich aus mehreren Gründen bei weitem überforderte. Am Abend noch für Stunden Arbeit mit nach Hause zu nehmen ist zwar positiv, hinsichtlich auf einen sicheren Arbeitsplatz, doch ich frage mich, wo bleibt ein wenig Zeit für die Familie, Freundin und auch für mich?

Ich habe Angst vor dem Leben selbst. Angst davor, den Anforderungen nicht gerecht zu werden und Angst, zu verlieren was mir lieb und teuer ist. Manchmal möchte ich die Zeit zurückdrehen und wünsche mir, einige Dinge die um mich herum passieren nie erfahren zu haben. Vielleicht könnte ich ohne dieses Wissen, meiner Freundin ein besseres Leben bieten. Ich glaube auch, dass ich so wie bisher nicht weiterleben, nicht existieren kann. Der Gedanke nur gesellschaftsfähig zu sein, wenn ich mich an das System vollkommen anzupassen weiß, bringt mich mehr oder weniger um den Verstand. Die Frage die wir uns heute stellen müssen lautet nicht, ob die Menschheit das 21. Jahrhundert überlebt, sondern, ob der Glaube an die Menschheit überleben wird.

Ich glaube daran, dass jeder Mensch eine bestimmte Aufgabe in seinem Leben hat, einen Weg der durch das eigene Schicksal bestimmt wird und als eine Art Lektion aus dem Sein hervorgeht, die dem Leben als solches einen Sinn zu geben vermag. Einerseits bin ich mir sicher, wenn ich den Weg von dem ich glaube er sei für mich bestimmt, weitergehe, so verliere ich alles was lch liebe und alles was meine Liebe zusammenhält. Ich sehe durchaus einen Sinn darin, die Menschen über das aufzuklären was um sie herum geschieht. Dieses Tun treibt mich von innen her an und wirkt sich hauptsächlich darin aus, meine Gedanken und mein Wissen über bestimmte Themen, die unser Leben seit Menschengedenken bestimmen, zu vermitteln indem ich darüber schreibe.

Was dem zuwiderläuft ist, den Verlust der existenziellen Begebenheiten aufgrund der systemspezifischen gesellschaftlichen und politisch korrekten Anforderungen nicht gerecht werden zu können, weil ich diese verabscheue. Es widert mich an, dabei zuzusehen, wie der gesellschaftliche Verfall auf der Überholspur voranschreitet, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne jegliche menschlich humane Art und Weise, die einer so genannten Zivilisation nicht nur vom Begriff her, sonder auch seiner jahrhundertlangen Wurzeln und Eigenschaften, zweckentfremdet und sinnentstellt hat. Noch nie hat mich eine Frage derart beeinflusst wie die des Gewissens. Ein Gewissen ist bei den Menschen heutzutage nur noch selten anzutreffen.

Alles ist und wird gesteuert durch die allumfassende und gewinnorientierte Nachfrage, die Doktrin der sozialen Marktwirtschaft, was immer das auch bedeuten mag, wobei der Mensch mit dem Verlust der Menschlichkeit bezahlt. Dieser Preis macht sich nicht auf dem eigenen Bankkonto bemerkbar, er wird von der Gesellschaft und jedem einzelnen Individuum gezahlt, in Form von seelischer Kälte, der Abnahme von Gewissensbissen, der Verlust der schöpferischen Glückseeligkeit und durch die zunehmend egoistische Zweiklassengesellschaft, in der sich jeder selbst der Nächste ist. Eine Ellebogengesellschaft, in der nur noch Du und vielleicht das eigene persönliche Umfeld einen Stellenwert einnimmt, eine Welt in der die Scheuklappen nicht abgebaut, sondern auf nahezu alle Bereiche hin aufgebaut und ausgedehnt werden, ja – anerzogen werden.

Die Wertlosigkeit von Heute wird der Untergang von morgen sein. Wenn man der Ansicht ist, ich würde eine von Grund auf negative Einstellung zum Alltäglichen Leben haben, so möchte ich eine Gegenfrage stellen. Ist es positiv, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft, gut angepasst zu sein? Darüber mag man geteilter Meinung sein, woran auch im eigentlichen Sinne nichts auszusetzen ist. Ein Meister wohnt im Inneren der Geschöpfe, Er hat im Menschenherzen Seinen Thron. Ob und in wieweit ich diesen Blog weiterführen kann und werde, wird die Zukunft zeigen. Heute stehe ich vor meiner schwierigsten Entscheidung. Diese Entscheidung wird über Unterwerfung oder Anpassung, über Freud und Leid, über Verlust und Ehre entscheiden.

Jeder ist seines eigenen Schicksals Schmied. Wie sich unser Schicksal entwickelt, wird die Zukunft zeigen.

»Die Welt ist so schön und wert das man um sie kämpft. Dem Letzteren stimme ich zu.«  
aus dem Film "Sieben"

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»Es lebt ein heil’ger Wille,

der alles führt und lenkt, Der alles still durchdringet.

und stets zum Guten drängt. Zwar kann kein Mensch ihn schauen,

verborgen ist die Kraft, Sie wird nur offenbaret,

indem sie wirkt und schafft. Es ist ein weiser Wille,

gerecht ist er und gut, Das Schwächste und das Kleinste

in ihm ganz sicher ruht. Wir müssen uns ergeben

und ihm gehorsam sein. Sonst streben wir vergeblich,

vom Leid uns zu befrein.«

  1. 22. Januar 2009 um 00:15

    Hans, so spät noch wach? … ich habe diesen Rythmus auch schon verinnerlicht … Morgen gegen Mittag werde ich bei Ihnen an der Strippe hängen.

    Andreas

  2. moltaweto
    21. Januar 2009 um 23:59

    Da bin ich jetzt aber richtig gespannt, bester Andreas!

    Werde auf jeden Fall reinschauen und lesen, was Sie uns da an Vorschlägen und Denkanstößen anzubieten haben … bin ja selbst schon eine halbe Ewigkeit auf der Suche nach dem Zaubermaterial, mit dem sich derartige Brücken erbauen lassen.

    Dann also spätestens bis Freitag … und nur ganz nebenbei, mein Arbeitsplatz ist immer noch ganz in der Nähe meines Telefons ;-)

    HG
    Hans

  3. 21. Januar 2009 um 23:37

    °° Hallo SaTyR, Pedro, Redhound, Jan, Sherab Dorje, THALEX, moltaweto, uwe hallmann, dst, RGB, Woyzeck, zdago, FraqTaL, mickey_blueyes

    ich werde Dir (SaTyR) morgen eine E-Mail schreiben – entschuldige bitte meine zögerliche Antwort. Ich war erstmal perplex, als ich all die netten und aufbauenden Worte gelesen habe – erstaunlich war die Ähnlichkeit meiner Situationen und den Erlebnissen meiner werten Leserschaft – Ich weiß nicht was ich sagen/schreiben soll – DANKE

    <-<-<–>->->

    Vielen herzlichen Dank euch allen !!! – Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich über eure Zeilen freue. Morgen, im laufe des Tages (spätestens Freitag) erscheint ein neuer Artikel. Diesmal spielen jedoch andere die Hauptrolle. Bislang waren es die, die uns das Leben schwer machen und daran hindern in Frieden zu leben. Im nächsten Artikel geht es um UNS und um den Aufbau einer Gegenöffentlichkeit.

    Nein, ich komme Euch nicht mit einemn Parteisystem oder einem Verein, sondern mit einer Idee, diese ganzen Bewegungen, wo jeder sein eigenes Süppchen kocht, zu verbinden –> auch OHNE INTERNET.

    Wenn man uns das Internet vor der Nase zumacht, was durchaus im Bereich des Möglichen liegt, sollte man auch unabhängig davon sein können.

    Mehr dazu – spätestens Freitag –

    Andreas

  4. mickey_blueyes
    20. Januar 2009 um 10:11

    „Ich kann die Dinge die ich nun weiß, nicht mehr aus meinen Gedanken, aus meinem Kopf löschen und bei Seite schieben oder verdrängen.“

    Genau das ist der Kern!!!

    Es gibt kein (gedankliches)zurück mehr!!!
    Und im Grunde wissen wir das auch…auch wenn wir Quer-o. Freidenker sind….wir werden trotzdem immer noch geleitet!!!

  5. 19. Januar 2009 um 14:19

    Hallo Andreas!
    Ich weiß wie du dich fühlst. Ich musste mich damals mit aller Kraft aus dem Wissen rausziehen. Ich hatte das Gefühl bis zum Brustkorb in einem Sumpf zu stehen und fühlte mich auch so beengt.

    Ich wählte die rosa Pille.

    Ich weiß zwar noch immer viel, aber ich lasse es nicht so stark an mich ran. Ich bin einen Schritt zurück gegangen. Eben aus den Gründen die du aufzählst und in dir einen Konflikt verursachen.

    Ich bewundere deine Arbeit, weil du sie machst und ich nicht mehr!!!

    Alleine, dass dir auf den Artikel so viele Leute schreiben, zeigt wie viele Leser du mittlerweile hast. Das ist wieder ein Zeichen das deine Arbeit einen Sinn hat und sich etwas tut.

    Ich kann dir nur einen Rat geben.
    !!!Entscheide dich für deine Frau. Ich weiß wie sehr du sie liebst!!!
    Stelle deine Prinzipien, deinen Haß, deine Verzweiflung, Neugier und was dich antreibt nicht vor deine Frau.
    Ohne sie hätte deine Arbeit und dein Leben sowieso nicht die gleiche Qualität.

    Ich könnte dir noch viel mehr schreiben. Aber nicht hier.

    Ich hoffe du triffst die richtige Entscheidung

    Grüsse und Respekt thalex

  6. RGB
    19. Januar 2009 um 00:03

    Du bist nicht allein, wir haben die einmalige Gelegenheit, sind Hunderttausende und diese Welt steht vielleicht kurz davor, einem Umbruch zu erleben. Viele Blogs geben mittlerweile auf oder verkaufen sich wieder an dieses System.

    Du hast Dich für Rot entschieden, erkenne überall die Zeichen, die seit Jahrzehnten vorhanden sind! Es sind Hilferufe. Nur durch das heutige, noch unzensierte Netz, haben wir die Möglichkeit diese Matrix zu durchbrechen, und zu überwinden.

    Es wird für keinen leicht, aber unsere Gedanken können diese Berge versetzen, so auch Deine.

    MfG

    RGB

  7. dst
    18. Januar 2009 um 20:52

    Hallo an alle!

    Seid ca. 1/2Jahr lese ich nun auch regelmäßig diesen Blog und bin im Begriff mehr und mehr zu „erwachen“.

    Ich kenne dieses Gefühl wenn ein die ganze Welt nur noch zu erdrücken scheint und ich stoße auch in meinem persönlichen Umfeld auf oft auf leute die nur mit dem Kopf schütteln wenn man ihnen so dies und das über Politik oder Banken oder Geldsystem etc. erzählt.

    Ich versuche so gut es geht diese Leute zu überzeugen und habe auch schon einige dazu gebracht diese Seite hier regelmäßig zu Besuchen.

    Habe mir auch schon oft überlegt in eine Partei einzutreten um so politisch mitzuwirken…habe aber noch keine Partei gefunden die mir und meiner meinung entsprechen würde (bin mir aber auch nicht sicher ob es diese wirklich gibt).

    @satyr:
    Ich kann dich voll und ganz verstehen, auch mir geht es oft ähnlich.
    Bin eigentlich schon seid dem ich die Schule verlassen habe auf der Suche nach dem perfekten job/studium da ich auch schon immer das machen wollte
    was anderen nützt und nicht bloß ein Rädchen in dem großen kapitalistischen system…ich habe überlegt Philosophie zu studieren habe dies aber verworfen weil ich damals dachte das ich damit nichts mache(kein Geld verdienen) kann. Habe mich dann entschieden Maschinenbau zu studieren, eigentlich ein Fach was Arbeitsplätze vernichtet und dazu dient Menschen durch Maschinen zu ersetzen….nun was solls….ich fande naturwissenschaften einfach immer intressant und habe es deswegen gemacht…arbeite nun in einer solarfirma und versuche so meinen beitrag zur entwicklung und förderung dieser energieform beizutragen und somit diese welt besser zu machen und das ist daß was ich immer wollte…etwas machen was den menschen nützt, und das solltest du auch versuchen egal was du machst ob du it studierst oder nicht… oder was auch immer….und das möchte ich auch dem btreiber dieses blogs sagen….mach weiter damit noch mehr aufwachen und glaube mir du leistest wirklich einen sehr großen beitrag zum ganzen.

    Keep da fire burnin!!!

  8. G. G.
    18. Januar 2009 um 20:17

    Ich bin zum ersten Mal hier gelandet. Vielen Dank dafür, das sie sich so viel Mühe mit ihrem Blog gemacht haben. Jetzt weiß ich, das ich nicht alleine bin.

  9. uwe hallmann
    18. Januar 2009 um 15:00

    hallo lieber blogbetreiber,

    ich bin seit 2008 ein begeisteter leser von gedankenfrei und bin von deinem wissen und wie du es aus der feder sprechen läst mehr als begeistert. deinen beitrag “ eine gewissensfrage“ habe ich soeben auch gelesen. meine beschäftigung ist genau die gleiche wie deine, seit mehr als 10 jahre. so wie du in deinem blog gleichgesinnte gefunden hast, haben wir uns vor 10 jahren in einem gesprächskreis gleichgesinnt getroffen und über gott und die welt gesprochen. unser kreis hat sich eigentlich nur daraus gebildet nicht mit den strom zu schwimmen, sondern gegen den strom, und das auch mit themen die für die allgemeinheit auf unverständnis stoßen.nun, unsere themen waren so zutreffend, dass diese jetzt 8-10 jahre später fast alle eingetreten sind. ich sehe zur zeit viel lange gesichter die uns noch vor nicht langer zeit als sektenfuzzis und geistlose spinner hingestellt haben. von einigen werde ich auch angesprochen: „du hast recht gehabt“. was will ich damit sagen. viele menschen müssen erst in arge schwierigkeiten kommen, um zu verstehen. die masse als solches ist es noch nicht, sie wollen nicht verstehen, sie haben angst und sind feige, so wenig ballast wie möglich der rest belastet nur. man könnte ja auch etwas verlieren wenn man sich gegen das system wehrt, leber alles so lassen, denn vielleicht kann ich ja dann bei aldi nicht mehr einkaufen. Es ist wie in einer schlechten ehe, menschlich funktioniert nichts mehr, trennen sich aber nicht , weil der materiallismus sie zusammen hält. diese schwierigkeiten die du jetzt hast sind mir nicht unbekannt. ich habe kämpfe mit meinen gewissen ausstehen müssen wo ich gedacht habe, höre auf in der weltlichen kloake zu wühlen wo der mensch sich hingebracht hat. Als ich gemerkt habe von was ich umzingelt bin, habe ich eine leere in mir gespürt die ich in diesen leben nicht wieder spüren möchte. ich bin in ein so tiefes loch gefallen, dass i9ch gedacht habe das wars. ich habe mich gefragt, für wem eigentlich machst du das, für wem? du hast nur nachteile und es wird verdammt einsam um dich, weil du nur auf unverständnis stößt. ja, es ist tatsächlich so, aber trotz alledem habe ich immer wieder nach einer gewissen zeit gleichgesinnte getroffen. ich habe nicht aufgegeben. wie bei dir verspüre ich den innerlichen drang uwe du mußt weitermachen, es ist so wie du schon sagtest, es sagt jemand zu dir mache weiter. Glaube mir, das soll so sein, denn diese eingaben kommen nicht einfach so. es hat dich jemand ausgesucht, der meint du bist stark genug diese last zu tragen, dieser mensch hilft menschen auf den rechten weg zu bringen. auch wenn du mal nichts machst, du wirst nach einiger zeit die kraft gegeben bekommen um weiter zu machen.und das gilt für alle in diesem forum, die sich dafür entschieden haben,den weg zu gehen der für die menschen in zukunft bestimmt ist und für die rechte einsteht und auch kämpft. natütlich ist die gefahr gegeben wenn man etwas riskiert auch etwas verlieren kann. nun, ich riskiere auch viel, bin aber in einem großen kreis gleichgesinnter, die sich die aufgabe gemacht haben gegen unrecht und die freiheit des menschen zu kämpfen.liebe forum leser. belast es nicht nur beim schreiben, sondern werdet auch mal aktiv, denn jeder kann etwas tun. ich gebe euch mal einen tipp: http://www.interimpartei.info und dann forum anklicken. ihr werdet sehen , die erfolge sprechen für sich und jeder kann mit machen. ihr werdet dort mit einem wissen konfontriert welches jeder für sich verwenden kann und dabei erfahren wie es um uns und der brd steht.

  10. FraqTaL
    17. Januar 2009 um 14:19

    Ich wills einfach nur mal kurz machen.

    Jetzt das Handtuch zu werfen, wäre fatal. Denn gerade jetzt kann man den Wandel im Bewußtsein der Menschen spüren !

    Ich hatte selbst die genannten Probleme mit meinem Mitmenschen und so Sprüche wie: „Du bist ja nur noch negativ“ oder „Ich mach mir wirklich Sorgen um Dich“ kennen wir wohl alle zur Genüge.

    Ich hab mich von solchen Leuten abgewendet und nach Gleichgesinnten gesucht, bzw. mich finden lassen. Erst gestern Abend hatte ich in einer Kneipe !!! mit zwei mir vorher völlig fremden Menschen tiefgreifende Gespräche über Politik, die Gesellschaft und Wissenschaft usw. mit dem Einen und mit dem Anderen wurde es extrem philosopisch.

    Kurz: Es war ein richtig guter Abend !

    Ich will zum Schluß nochmal an den Film Matrix erinnern. Wir alle haben uns irgendwann mal für die rote Pille (Wahrheit) entschieden und da gibt es einfach keinen Weg mehr zurück. Sollte jemand versuchen gegen seine innere Wahrheit anzukämpfen und alles zu Verleugnen um ein angepasstes Leben führen zu können, dann wird ihm das mehr Schaden zufügen, als weiterhin den Pfad der Wahrheit zu beschreiten und dadurch ein paar materielle Verluste hinnehmen zu müssen.

    Ganz zum Schluss möchte ich allen hier noch das Buch „Auf ein Wort“ empfehlen, welches ihr unter http://www.zurwahrheit.de kostenlos als E-Book runterladen könnt.

    Schönes WE

  11. Sherab Dorje
    17. Januar 2009 um 11:00

    @ Andreas

    lese deinen Blog regelmässig, trotz meiner begrenzten Zeit. Also – Respekt und Hut ab vor deiner Arbeit !

    Zu deinem Thema: Solltest du dich mal körperlich verletzt haben, weißt du, daß man nicht Salz in Wunden streut – die heilen dann nicht.

    Ebenso geht es mit psychischen Wunden – ständig in den Geschwüren einer Gesellschaft herumzurühren, zu der man sich sogar noch zugehörig fühlt, ist Selbstgeißelung.

    Gib dir Zeit die Erkenntnisse zu verarbeiten; niemand erwartet von dir, daß du jetzt hier sofort die Lösung der Menschheit findest.

    Du hast noch einen weiten Weg vor dir – denn wir reisen von einer harten Erkenntnis zur anderen; eine jede macht uns bereit für die nächste. Zögern wir, bleibt uns der Rest verschlossen.

    Doch dann steht schon der Nächste bereit an dieser Stelle weiterzumachen.

    Die Lüge mag groß sein, doch die Wahrheit ist unendlich.

    In diesem Sinne schön die Ohren steifhalten und auf der anderen Seite rauskommen.

    mfg

    Sherab Dorje

  12. 16. Januar 2009 um 22:28

    @ Pedro
    Die Wahrheit ist wie die Liebe oder die Schöpfung eine Daseinsform an sich und aus sich selbst heraus, Du kannst zwar versuchen diese zu bekämpfen, aber gewinnen kannst Du nicht. Wenn, wie die Geschichte lehrt, eine Ideologie oder sonstige Politik einen Wahrheitsanspruch an sich selbst gestellt hat und diese aber keine wahre Grundlage hatte, musste sie (die Regierung) Gewalt anwenden, um diese Lüge dann durchzusetzen und ist früher oder später an der WAHRHEEIT gescheitert !
    Entweder Du bist neu hier und hast noch nicht genug Informationen bekommen, um diese einfachen Zusammenhänge zu verstehen, oder aber Du versuchst das Thema Gewalt hier vorsätzlich einzustreuen ?
    Liebe Grüße, redhound.

  13. Pedro
    16. Januar 2009 um 21:56

    Hi Andreas,

    ich würde es verdammt schade finden diesen Blog aufzugeben, da einerseits immer interessante Dinge zu lesen sind und andererseits es gleichzeitig als Kompendium dient, um andere Mitbürger darauf aufmerksam zu machen mal über den Tellerrand zu schauen.

    Gruß Pedro

    @Redhound

    Wenn Wahrheit keine Gewalt braucht, die Lüge sich aber mit Gewalt verbreitet, wie soll da die Wahrheit gewinnen?

  14. 16. Januar 2009 um 17:37

    Hallo Andreas Helten, hallo Satyr, hallo an alle !

    möchte mich nicht ausschliesslich an Andreas und Satyr wenden, jedoch im speziellen. Bin Familienvater und 42 Jahre, bin etwa vor einem Jahr so richtig „erwacht“ und möchte Euch sagen dass ich alle Schwierigkeiten, die ihr mit Euch selbst, der Familie, dem Job, der Gesellschaft und dem Rest der Welt habt, kenne, und zwar nur zu gut !!
    Meine neue Intenetseite ist zwar erst am Beginn eines Neuanfanges, jedoch kommt da noch ne Menge rein. Wer den Vortrag von Herrn Görlitz über die Rechtslage in DE noch nicht kennt, hier die url der Partei : http://www.umdr.de, verlinkt auf meiner Seite. Mit diesem Wissen und dem Wissen um das wahre Wesen des globalen ZinsesZinsSystems werden wir es schaffen uns neu zu erfinden, ich glaube nicht nur dran, ich weiß es ! Ich weiß aber auch, wie schwer es werden wird und trotzdem lohnt sich die Energie zu investieren, weil unser aller Belohnung wird uns tausenfach entschädigen, wir kicken die NWO der Banker und bauen uns eine menschliche, strahlende Zukunft in Harmonie und Vielfalt mit Ehre, Menschenwürde, Respekt vor allem Lebendigem und unbegrenzter Liebe auf. Immer wenn es mir schlecht geht, träume ich sofort los und erbaue wieder ein kleines Stückchen dieser Welt in meinem Geist und weiss dann doch genau, es wird sich manifestieren, materialisieren, denn so sind die Gesetze unserer Schöpfung und wir schöpfen mit !! In diesem Sinne wünsche ich Euch allen viel Kraft und Mut , liebe Grüße, redhound.

  15. zdago
    16. Januar 2009 um 15:40

    @ G´Kar
    ist ein Narn aus der TV-Serie Bbylon 5. Ein virtueller Alien – sozusagen.
    Aber was soll ich zu den Gewissensfragen oder zu Georg Schramm sagen?
    Er hat eine interessante Frage gestellt: ist es Absicht?
    Die Pisa-Untersuchen bestätigen die allgemeine Beobachtung, daß die soziale Herkunft für die Schule wichtiger ist als das Können.
    Das kann ich auch aus meinen Kontakten mit der Schule bestätigen – ich habe es mehrfach – verschiedene Schüler, verschiedene Schulen/Lehrer – verschiedene Zeiten – beobachten können.
    Der Gipfel war, daß eine Lehrer – darauf aufmerksam gemacht – daß er bei der Korrektur einer Mathearbeit dann auch die Richtigkeit bestätigte – dann aber die Korrektur ablehnte, weil er dann die Note ändern müßte.
    In verschiedenen Beispielen bestätigte auch der betreffende Lehrer, daß die Leistung besser sei, er diese bessere Einzelnote aber nicht geben könne, da er es nicht verantworten könne !
    Es ist also weder ein Einzelfall noch eine Besonderheit, was Hr. Schramm da beklagt.

    Es scheint in jeder größeren Schule einzelne Lehrkörper zu geben,die da aktiv eine Kontrollfunktion wahrnehmen – warum auch immer.

    Und die anderen Lehrer – vor inzwischen drei oder vier Jahren war da eine Amerikanerin, die hier umgesiedelt war und hier als Lehrerin arbeiten wollte. Der Sachbearbeiter im Schulamt bot ihr an, wenn sie mit ihm ausgeht, wird er sehen, was er für sie tun kann! Sie hat dankend abgelehnt.

    Aus der Beschwerde wurde nichts – auch das scheint der Normalfall in diesen Gefilden zu sein heute.

    Dieser Zustand steht schon seit 50 jahren und zeigt jetzt seine Folgen. Denn es wird ja nicht nur guten Leuten der Weg verweigert – es werden ja auch Nieten in Nadelstreifen gekleidet. Und wenn sie sich diesen Airbus ansehen – oder die ständigen Rückrufe bei Autos u.a. – oder den Niedergang der Raumfahrt heute.

    Wie heißt es so schön: auf die finsterste Nacht folgt ein neuer Morgen!
    mfg zdago
    P.S.:
    @Ob und in wieweit ich diesen Blog weiterführen kann und werde,

    Das wäre sehr schade – seit ich diese Seite gefunden habe, lese ich sie immer gern!

  16. Woyzeck
    16. Januar 2009 um 13:56

    Tag Andreas,

    ich kann gut nachempfinden, wie du dich fühlst, mir gehts ähnlich. Ich meine, das Grunddilemma von uns „Gedankenverbrecher“ ist doch unsere innerliche Zerissenheit, in der wir uns befinden: Die bürgerliche, oder systemkonforme, Existenz auf der einen und die rebellische, oder revolutionäre, auf der anderen Seite. Dies ist ein Widerspruch, der ganz schön an den Kräften zehrt, weil wir ja durch unsere Abhängigkeit immer noch Teil des Systems sind, was wir eigentlich ablehnen. Hinzu kommt der Aspekt, dass dieses System uns, wie ein Nagetier im Hamsterrad, immer schnell laufen lässt, sobald wir beginnen, unsere bürgerliche Existenz weiter zu fokusieren, sodass für die revolutionäre Existenz, einfach die Zeit wie auch die Kräfte fehlen.
    Was also tun? Mir scheint es, man müsste sich für eine der beiden Seiten entscheiden, doch der Preis ist in beiden Fällen hoch: Wenn wir uns für die bürgerliche Existenz entscheiden, sind kommende Generationen verraten und verkauft, zudem würde uns Gewissensbiße plagen. Und wenn wir uns für die revolutionäre Existenz entscheiden, bleibt uns kaum Raum unsere Leben zu verwirklichen (Familie, Eigenheim, „bescheidenen“ Wohlstand usw.).
    Wie ist das zu lösen? Mein Vorschlag ist, wenn man die Wahl hat zwischen zwei Extremen, den Weg der Mitte zu wählen, welcher sicherlich der schwierigste ist, aber doch der einzige, der uns nicht total zu Grunde gehen lässt. Ich weiß, das klingt abgedroschen, sehe aber sonst kaum eine andere Lösung, als diesen Balanceakt; letzlich bleibt es jeden selbst überlassen, welchen Weg er für sich wählt.

    Nun denn, ich hoffe Andreas, dass ich dich mit meinem Kommentar, ein wenig aufmuntern konnte, und auch all die anderen „Gedankenverbrecher“, welche mit ihren beiden Existenzen hardern.
    Es wäre bedauerlich, wenn du deine Arbeit am Blog einstellen würdest, zum einen da ich deine Meinung und die Informationen, welche du uns zukommen lässt, sehr schätze (Bitte nicht aufhören mit „Dem Buch zum Sonntag“!), und zum anderen, da deine Arbeit nicht umsonst ist. Glaub mir du erreichts mit deiner Arbeit immer noch genügend Menschen (so wie mich damals auch), zudem unterschätze nicht den Verbreitungseffekt von Informationen.

    Dazu würde ich allen „Gedankenverbrechern“ gerne etwas präsentieren, wenn ihr es nicht schon kennt: Es ist die Freiwirtschaftslehre. Diese Lehre, welche auf dem deutschen Kaufmann Silvio Gesell zurückgeht, setzt an dem heutigen Geldsystem an, um es grundlegen zu reformieren:

    1. Das Geld erleidet Wertverlust.
    2. Der Zins wird abgeschafft.

    Ich weiß, das hört sich erst seltsam an, doch glaubt mir, wenn ihr euch erst mit der Problematik des Geldsystems auseinader setze, mit dieser ungeheuren Ausbeutungsmaschinerie, werdet ihr klar sehen. Das heutige Geldsystem ist die Krankheit, an dem alles zu Grunde geht, der Kapitalismus lediglich eines der Symthome.
    Als ich erwachte, und mir über das ungeheure Ausmaß dieser Verschwörung bewusst wurde, empfand ich Ohnmacht und verfiel in Resignation. Ich wusste einfach nicht, wie dem noch bei zukommen ist. Schließlich fragte ich mich: Woran liegt es, dass diese wenigen Menschen sich eine solche Macht aneigenen konnten? Wer gab und gibt ihnen die Macht, um über unser aller Schicksal entscheiden zu können? Die Anwort liegt in dem heutigen Geldsystem. Es ist die Wurzel des Übels, die wir herausreißen müssen, wollen wir nicht die Erde in einzige Hölle verwandeln.
    Daher meine Bitte an euch, gebt diesen Meinungen eine Chance, denn sie sind so wahr…

    Hier ein paar Links:
    http://www.geldreform.de
    http://www.berndsenf.de
    http://www.hermann-benjes.de

    So, bevor ich mit meinem Kommentar, noch ganze Seiten fülle, mache ich mal lieber Schluss.
    An Andreas und alle „Gedankenverbrecher“ dort draußen, ihr seit nicht allein! Unsere Reihen mögen zwar noch spärlich besetzt sein, doch dieser Umstand wird sich bald ändern (Im Hinblick auf das kommende Chaos, was Deutschland droht). Wir werden dieses „Lügengebäude“ BRD niederreißen; die Wahrheit ist auf unserer Seite. Deshalb gebt nicht auf, denn mit jedem von euch, der aufgiebt, verfestigt sich die Lüge mehr, während sich die Wahrheit immer weiter verflüchtigt.

    Mit besten Grüßen

    Woyzeck

  17. Jan
    16. Januar 2009 um 13:43

    Lieber Andreas.

    Deine Zeilen haben mich zutiefst bestürzt. Ich kann mich nur den Zeilen von moltaweto anschliessen. Denn auch ist das nichts unbekanntes. Wie ich ja schon schrieb, war in einer sehr irrtierten Situation, als ich letztes Jahr alle die Informationen zum Geschehen aufnahm. Ich hatte mich wieder gefangen, als ich meine Ausflüge ins Grüne und an die Havel machte. Immer hatte ich ein kleines Taschenbuch dabei. Dieses nehme ich auch dieses Jahr wieder mit auf meine Ausflüge. Mir hat es immer sehr geholfen. Vielleicht hilft es ja auch Dir ein wenig. Es ist ein Kultbuch aus dem Orient.

    Khalil Gibran – Der Prophet vom dtv

    Die Zeit vergeht tatsächlich schneller.Und somit kommen auch die Ereignisse schneller,ob positiv oder negativ.Soweit ich weiss, wurden die Atomuhren schon mehrmals korrigiert. Das hat wohl mit Wechsel des Zeitalters zu tun. Natürlich ist jeder selbst für sich verantwortlich. Es ist schön zu lesen, das Du eine verständliche Freundin hast, die Dir immer zur Seite steht. Aber wirklich helfen und den Weg weisen kann niemand. Den Weg muss jeder selbst finden. Und es ist richtig das der Sinn in diesem Leben das lernen ist. Ich lerne fast täglich dazu. Fast 30 Jahre habe ich in einem medizinichen Beruf gearbeitet. Das hat mir schon eine menge gebracht. Tausende von Schiksalen mit denen ich konfrontiert wurde haben mir schon eigiges gezeigt. Es wurde damals mal eine Zeitmessung vorgenommen. Wir sollten uns nicht zu lange mit den Patiente/Prabanden aufhalten. Denen hab ich klip und klar gesagt, das wir es nicht mit Stückgut in einer Fabrik zu tun haben, sondern mit Menschen.
    Ich weiss, ich kann Dir nicht helfen. Ich glaube aber fest, das Du Deinen Weg findest.

    Mit herzlichsten Grüssen

    Jan

  18. moltaweto
    16. Januar 2009 um 12:53

    Hallo Andreas,

    habe Ihren Beitrag mit einer Portion Bestürzung, aber auch mit mitfühlendem, da aus eigener Erfahrung erwachsenem Verständnis gelesen. Das Dilemma, in dem Sie stecken, habe ich (situations- und wahrscheinlich auch altersbedingt – 50) schon eine Weile hinter mir, aber wirklich besser geht es mir deshalb auch nicht. – Vielleicht abgesehen davon, dass ich eine „seelenverwandte Frau“ an meiner Seite habe, was mir die grausam schwere Entscheidung hinsichtlich der Prioritäten abnimmt, welche Sie für sich selbst erst noch definieren müssen.

    Wenn man nur die unwiderlegbare Weisheit beachtet, dass wir existieren, um unaufhörlich zu lernen, dann ist diese Sackgasse zumindest jedem menschlichen Wesen vorherbestimmt, das sich sein eigenständiges und ungebundenes Denken bewahrt. Man sollte(?)/muss(?) aber auch weiter denken, wenn man so elementare Entscheidungen zu fällen hat, wie sie sich gerade vor Ihnen auftürmen. Was kommt NACH DIESEM LEBEN? Das ist etwa eine der Fragen, die ich mir stellte, als ich an diesem Punkt angelangt war … und was passiert mit uns „Quer- und Freidenkern“ nach dem jetzigen irdischen Dasein, wenn wir die Welt nicht ein wenig besser zurücklassen wie wir sie vorgefunden und während unseres Wandelns auf Erden erlebt haben? Ist eine andere … die ich mir damals stellte und immer wieder aufs Neue stellen muss(te), wann immer meine Wissbegier mich auf neue Unzulänglichkeiten und “ schwerwiegende elitäre Defekte“ unserer Spezies und Gesellschaft stoßen ließ.

    Vielleicht könnten Sie mal ein paar Minuten erübrigen und sich den Beitrag „Aktueller denn je …“ (vom 14.01.09) auf meinem Blog durchlesen – ich denke, das wäre einfacher für uns beide als wenn ich hier versuche, es explizit auf Ihre akute Situation bezogen darzulegen!?

    Natürlich ist und bleibt es so, dass man einem Menschen seine elementaren Entscheidungen nicht abnehmen kann – das habe ich auch ganz gewiss nicht vor. Ich möchte einfach nur zu bedenken geben, dass der Widerstreit in Ihnen, denn Sie sehr anschaulich geschildert haben und der mir sehr vertraut vorkommt, auch bei einer Entscheidung für den „vermeintlich vernünftigeren und leichteren Weg der Anpassung“ niemals wirklich enden wird. Dafür sind Sie auf dem Pfad der Wahrheit, der jedes Individuum meiner Ansicht nach zur vollendeten individuellen Weisheit und letztlich zum wahren Sinn des Lebens führen soll, schon entschieden zu weit vorangeschritten.

    Auch ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich wissen lassen würden, zu welcher Entscheidung Sie in letzter Konsequenz kommen … und ich wünsche Ihnen dafür in jeder Hinsicht alles Gute – vor allem aber, dass Sie sich nicht dazu verleiten lassen werden – egal aus welchem momentan übermächtig erscheinenden Grund auch immer, de facto nicht tragfähige Kompromisse einzugehen, die Sie am Ende mit jenem „tiefer in Ihnen verborgenen Wesen“ kollidieren lassen würden, das ich in zahllosen Ihrer Beiträge „entdeckt und erkannt“ zu haben glaube.

    Es ist mir natürlich klar, dass Ihnen diese Zeilen weder Hilfe noch Trost sein können, aber ich bitte darum, Sie dennoch als meine aufrichtige Meinung und auch als Beweis meiner persönlichen Wertschätzung für Sie als menschliches Individuum und Ihre Arbeit aufzufassen.

    Mit herzlichen Grüßen
    und einer guten Dosis positiver Energien
    verbleibe ich

    Hans.

  19. SaTyR
    16. Januar 2009 um 08:20

    Hi Andre!

    Ich besuche gerne dein Blog, bin selbst seit 5-6 Jahren mehr und mehr aufgewacht .. am derbsten ca. vor einem Jahr, als ich realisierte, das viele als „rechtsradikale“ Verschwörungs“Theorien“ verpönte Dinge Realität sind.

    Seit dem mir die diversen Aspekte, unser Leben in dieser Illusion .. die Situation in unserem Land klar wurde, bekomme ich mehr und mehr die Probleme, die du nun beschreibst. Seit einigen Jahren bin ich mehr und mehr zum TV-Vermeider geworden, ich lese nur noch Bücher, sowie Nachrichten im Internet (Blogs, Aggregatoren und Foren).
    Das einzige was ich mir gönne ist noch „NEues aus der Anstalt“, bzw allgemein Kabarett auf diesem Niveau.

    Dieser Satz von dir, beschreibt meine jetzige Situation exakt.

    „Ich kann die Dinge die ich nun weiß, nicht mehr aus meinen Gedanken, aus meinem Kopf löschen und bei Seite schieben oder verdrängen.“

    Ich versuche mich mal (leicht sprunghaft) zusammen zufassen:

    Ich bin 33 Jahre alt, Student (mit 26 angefangen), habe noch ca. 8 Klausuren + Diplom vor mir und bin dann Diplominformatoker. Nach einer Psychotheraphie vor ~ fünf Jahren fand ich Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, was mir vorher fehlte. Bin keine Motivationsrakete, habe schon ziehmlich lange das Verhaltensmuster, Systeme in denen ich Lebe zu analysieren und den Schwachpunkt auszumachen, und diese(n) dann verbessern zu wollen [das Muster an sich ist mir erst letztes Jahr bewusst geworden]. Das ging los nach der Ausbildung (auch IT) bei meinem ersten Arbeitgeber (Klitsche). Probleme gefunden, benannt keine Änderungschancen auszumachen, Kündigung meinerseits. Dies habe ich bei fünf Firmen innerhalb von 4 Jahren so gemacht. Nun studiere ich schon lange, und nutzte zugegebener Massen die Zeit nicht um mir den Stoff einfach so in die Birne zu knallen, sondern auch mal rechts und links des vorgegebenen IT Weges zu schauen … und mit der Zeit mehr und mehr „non IT“ Dinge in mich aufzunehmen, beginnend mit Humanismus (wie ich mittlerweile weis zum Teil Frankfurter Schule *würg*) und Philosophie, über Psychologie (Individual aber mittlerweile auch die asozialen Aspekte, Massenpsychologie, Propaganda, sowie Schocks etc womit Folterer arbeiten) Geo-& Politik, wie sie in den Nachrichten nicht vermittelt wird … Scheisse. Das hat alles nichts mit Informatik zu tun. Ehrlich gesagt, ist mir das auch sowas von egal. Ich sehe für mich die Stelle als Admin oder Entwickler nicht als den Ort, an dem ich sinnvoll eingesetzt währe. Mit dem Wissen, will ich am liebsten alle Menschen aufklären .. nur diese sind wie in deinem Georg Schramm Video verblödet … es ist einfach nur zum schreien diese Situation.

    Vor zwei Jahren, zog ich zu meinen Eltern, um mein Studium abzuschliessen (ohne arbeiten zu müssen, das hielt mich neben dem Querlesen auch vom studieren ab). Und dies ist auch seit dem (berechtigt) die implizite Erwartung meiner Eltern an mich.

    Nur, ich kriege den Kopf nicht mehr frei. Fernsehen / Kino / Radio ist für mich gestorben [ausser Kabarett und gewählte Sendungen]. Wenn moderiert wird, Nachrichten laufen etc… könnte ich immer kotzen, weil ich den Sinn des Mediums verstanden habe, und weis daß dies ein markanter Teil des Zombietums meiner Mitmenschen ist. ICh lese, und lese … und beobachte und analysiere dazu meine Umwelt. Fast alle versuche, geliebte Menschen um mich herum für „die Realität“ .. also das was sie auch wahrnehmen können, ohne die „Matrix-Komponenten“ zu sensibilisieren, enden in Aussagen wie: „Ach du siehst immer alles so negativ“ … gehend bis „Ich mache mir wirklich sorgen um dich“ (und schauen dannach wieder ihre Quizshow / Krimi). Wenn ich sie darauf anspreche, „hey, das was da grade mit der xy Bank passiert, habe ich schon vor einem Jahr erzählt“ stößt bei ihnen nicht auf Verständis, nein, auf ungläubige Blicke… Bei diesen Menschen findet scheinbar keine Reflektion statt .. es kann nicht sein was nicht sein darf. Ich bin da echt fassungslos bis verzweifelt drüber.

    Ich merke ich artikuliere mich leicht zusammenhangslos. Das kommt eben, weil ich im Moment ebenso auf einer Schwelle stehe, und nicht weis wie es weiter gehen soll, denn es muss weiter gehen. Eben der Satz von dir, den ich oben zitierte.

    An und für sich, sollte ich mein Studium abschliessen, Arbeit finden, Haus bauen, Baum pflanzen, Sohn zeugen und dann später sterben, so wie es die Altvorderen vorgemacht haben.

    Mit dem Wissen in mir kann ich das nicht weiter als inner Ziel gelten lassen .. zumindest nicht mit meinem Wissen, welches nun mal in meinem Bewusstsein drin ist [was heisst „gelten lassen“ es ist mir schlicht unmöglich dieses Ziel vor Augen zu halten, wegen des Wissens]. Das geht nicht, und ich weis einfach nicht wie ich nun weiter machen soll. Lernen etc .. führt alles in eine Richtung, deren Ziel ich verachte. Ich will kein Zahnrad aus Fleisch werden .. nein, ich glaube ich kann das auch nicht. Nur was geschieht mit den geliebten Menschen, der Familie. Ich werde sie vor den Kopf stoßen müssen. Dazu aber, muss ich schon mal wissen in welche Richtung es weiter geht…

    Ich brenne dem Tag entgegen, wenn es Ausschreitungen gibt .. ein Abschleppseil liegt bereits bereit .. auf zur Ordenverleihung nach Berlin .. ich habe gehört es sollen viele Laternenpfähle am Bande verliehen werden!? ;-)

    Aber ist das ein Ziel? Zumindest ein Gedanke der mich mit einer gewissen Vorfreude erfüllt. Wäre doch dies der erste Schritt, dannach eine faire und bessere Gesellschaft aufbauen zu können.

    Zu viel in meinem Kopf umher, als das geordnet in eine kurze Mail zu packen. Bitte lass uns wissen, wie du dich entscheidest, wenn du es schaffst das Wissen aus dem Kopf wieder heraus zu bekommen wie dies geht. Zu gerne wüsste ich auch, wieviele andere „Erwachte“ es in ähnlicher Situation gibt.

    Würde mich zwecks Ausstausches über eine Antwort freuen.

    Kopf hoch,
    Satyr

  20. 15. Januar 2009 um 23:04

    °° Hallo steffino,

    macht durchaus Sinn, was sie sagen. Das erinnert mich an einen Satz von dem ich nicht mehr weiß, von wem er gesagt wurde.

    „Es gibt keine menschliche Natur, es gibt nur menschliches Verhalten“

    Gruß und Dank,

    Andreas

  21. 15. Januar 2009 um 22:55

    °° Hallo zdago!

    Sehr interessant, das Zitat von G’Kar ! Wer ist G´Kar – ein Autor oder Schriftsteller?
    Wäre nett, wenn Sie mir dazu etwas sagen/schreiben könnten. Ich könnte auch googeln, aber dafür ist diese Kommentarfunktion auch da. Gerade auf Ihr Wissen, zdago konnte ich mich bisher stets verlassen.

    Ja, auch meine Neugier ist keineswegs ausgeschöpft – auch ich verachte bereits diesen alltäglichen Wahnsinn, jeden Tag aufs neue – immer anders, doch der Wahnsinn bleibt.

    Vielen Dank im vorraus,

    Andreas

  22. 15. Januar 2009 um 22:21

    schon mal daran gedacht, den fokus zu wechseln? die welt ist nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind. tat twam asi.

  23. zdago
    15. Januar 2009 um 22:08

    Dann würde ich mich auf G’Kar beziehen:
    Wir leben in einer phantastischen Universuem – ich möchte in keinem anderen leben!

    Ich bin immer noch neugierig – auch wenn ich inzwischen Verachtung für diese Welt gelernt habe.
    mfg zdago
    Übrigens -hart aber gut, das Video.

  1. 16. Januar 2009 um 23:02

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