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Geschichtsschreibung – wie funktioniert das?

Dieser Aufsatz thematisiert den zweiten Weltkrieg um Hitler-Deutschland und die Siegermächte. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass dieses Thema bei vielen Menschen ein absolutes Tabu darstellt und oft als nationalsozialistisches Schönreden bezeichnet wird. Wer Interesse an diesem Thema zeigt, landet schnell in einer dafür üblichen Schublade.

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Die Tatsache, dass ich Deutscher bin, durchdringt mein Leben auf vielfältige Weise, ob ich mir dessen bewusst bin oder nicht. Die deutschen Traditionen der Geschichte, des Geistes und der Kultur, der Gefühle, des Glaubens haben meine Geschichte, meine Kultur, meine Gefühle und meinen Glauben mitbestimmt. Mit diesen Traditionen muss ich mich auseinandersetzen, sei es in Zustimmung, Ablehnung oder Gleichgültigkeit. Mein Deutschsein tritt mir in der historisch gewachsenen Form entgegen, die es in meiner Zeit angenommen hat. Ich werde durch sie bedingt, aber ich bin ihr nicht willenlos ausgeliefert. Denn der Mensch ist frei. Auch wenn er nicht über Zeit und Ort seiner Geburt verfügt, so kann er doch die Bedingungen beeinflussen und ändern, unter denen er lebt. Er kann den historisch überlieferten Traditionen einen neuen Inhalt geben. Das hat der Mensch stets unternommen. Alle menschliche Geschichte ist Wandlung, Veränderung. Damit ist die Geschichte selbst der wichtigste Beleg menschlicher Freiheit, den wir haben.

Betrachtet man die Dinge so, dann ist mein Deutschsein kein unentrinnbares Schicksal, sondern vielmehr eine Aufgabe. Die Frage, was das eigentlich sei: deutsch?, ist dann eine Frage, die ich vor mir selbst und vor der Geschichte beantworten muss. Ich bin mitverantwortlich, dass dieser Begriff einen Inhalt hat, den ich verantworten kann. Um meinen Begriff des Deutschen zu finden, muss ich mich mit der Geschichte des Begriffes, mit seinem Inhalt und damit mit der Geschichte der Deutschen auseinandersetzen.

Diese beiden Absätze sind aus „about“ übernommen

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GRUNDLAGENAUFSATZ

Geschichtsschreibung – wie funktioniert das?

Auf der Suche nach der Wahrheit über die Geschichte des zweiten Weltkrieges wurden eine Menge Bücher gelesen, so genannte Sekundärliteratur. In jedem dieser Bücher wurde in Form von Anmerkungen – entweder auf der gleichen Seite unten oder aufgelistet im hinteren Teil des Buches – auf Quellenmaterial verwiesen, welches der jeweilige Buchautor als Grundlage für seine Ansichten, Auflistungen oder Zitate verwendet hatte. Da kamen zum Teil wirklich imposante Quellenauflistungen zustande. Nur – wenn man sich durch solche Bücher mitsamt den Anmerkungen – die einen jedes Mal aus dem Textfluss herausreißen – hindurchgearbeitet hat, ist man in der Regel leider nicht viel klüger als zuvor, hatte doch den Autoren immer irgendwie die klare Linie gefehlt. Es schälten sich jedoch zwei Grundpositionen heraus.

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  1. 18. Dezember 2008 um 23:47

    °° zdago

    Vielen Dank für Ihren Nachtrag. Sie nehmen es sehr genau – warum auch nicht. Es wird ohnehin schon viel zu viel „ungenau“ gehandhabt.

    Gruß und Dank

    Andreas

  2. zdago
    17. Dezember 2008 um 20:26

    @Das die Engländer in den dreißigern einige Unterlagen haben verschwinden lassen war mir bekannt
    Sorry- habe mich falsch ausgedrückt.
    Die Vernichtungsaktion war vor einigen Jahren – 1998 +. Es handelte sich um rund 50 t Unterlagen britischer Ministerien aus der Zeit 1930 – 1940. Es gab damals nur eine kleine Notiz in der Zeitung – leider finde ich nichts mehr darüber.
    Lt. dieser Nachricht – in drei verschiedenen Medien, aber jeweils nur ein einspaltiger Zehnzeiler – handelte es sich um klassifizierte Dokumente, die vernichtet wurde, ohne sie vorher der Öffentlichkeit/ Geschichtswissenschaft zugänglich zu machen oder anderweitig zu sichern.
    Das heißt: um das Jahr 2000 wurden tonnenweise geheime Unterlagen von 1930-40 unveröffentlicht und für immer vernichtet. Was immer darin stand, war wichtig genug, es für 60 Jahre geheim zu halten und dann für immer geheim zu halten.
    mfg zadgo

  3. 14. Dezember 2008 um 23:35

    °° zdago

    Sie bringen es auf den Punkt. Ja – Macht und Schicksal sind beim Thema Geschichte stets auf Augenhöhe.

    Das die Engländer in den dreißigern einige Unterlagen haben verschwinden lassen war mir bekannt. Wenn die Menge, die Sie bezüglich der Unterlagen ansprechen, viel höher war als ich dachte – also ein erhebliches Volumen überschreiten, dann ist nicht nur die Geschichte fragwürdig, auch jene die diese Unterlagen Mensch und Schicksal vorenthalten und „unsere“ Leben lenken und bestimmen wollen – und auch tun.

    Die Volksmasse, nennen wir es „den Pöbel“, glaubt an die Geschichtsschreibung 33-45, weil die Masse damit „groß“ geworden ist und nie gelernt hat, Dinge zu hinterfragen. Heute sieht die Sache anders aus. Wenn man einem Volk die eigene Geschichte verbietet und gesetzliches Strafreglement für eine vorgekaute Story zur Doktrin erklärt und das ganze „Im Namen des Volkes“ verkündet – sollte man sich fragen, wer zu diesem Volk gehört von dem man da spricht und in dessen Namen „Recht“ gesprochen wird.

    Was ich mitlerweile akzeptiert habe: Man kann einen Menschen nicht von irgendetwas überzeugen, dessen Zeit noch nicht reif ist d.h. die Logik und die Fähigkeit „selbst“ zu denken ist zwar uneingeschränkt vorhanden, aber das Interesse an dcer eigenen Geschichte hat für die Person keinen Wert.

    Wir haben keine Finanzkrise, die ist ein Witz.
    Wir haben eine Krise des Bewust-Sein. Eine Krise wo wertloses wertvoll ist, gut für böse und Krieg für Freiden verkauft wird. Das was mich dabei beunruhigt ist: es funktioniert

    Andreas

  4. zdago
    14. Dezember 2008 um 19:39

    @Geschichtsschreibung
    na ja – die erste Voraussetzung ist wohl eine brauchbare Datenlage – und daran hapert es ja doch.
    1 – die Geschichte ist eine machtpolitische Grundlage, und deshalb manipulationsgefährdet
    2 – alle Unterlagen sind waren zumindest zeitweise in Siegerhand, teilweise sind sie es jetzt noch. Kein Außenstehender weiß so richtig, wie vollständig die Unterlagen sind.
    3 – Von den Engländern wurde vor einigen Jahren bekannt, daß sie rund 50 Tonnen klassifizierte Unterlagen aus den dreißigern unveröffentlich vernichtet haben – wieviele Unterlagen davon noch betroffen sind, ist unbekannt.
    Insofern ist die Geschichtsschreibung schon fragwürdig.
    Auf der anderen Seite sind die angelsächsichen Bankiers und ihre Handlanger schon aus Prinzip Lügner, Betrüger, Verleumder und Heckenschützen. Da kann man mit die ersten Siedlern anfangen, die gerade 5 jahre brauchten, um ihre Lebensretter hinterrücks zu ermorden, ob Tonkin, Maine, Pearl Harbour oder Irak.
    Wieso glaubt irgend jemand, daß aus dieser Quelle gerade über die Zeit 33-45 ein wahres Wort kommt?
    mfg zdago

  1. 12. Dezember 2008 um 18:49

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