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9Live-Entertainment im »Endemol-Chefsessel«

• Transaktions-TV – Leben vor und in der Glotze •

Das Leben vor und in der Glotze

Unterschichtenfernsehen ist das, was bei den Privaten zu sehen ist. Dort erfahren Sie wo der Kölner Dom steht, wie ihnen ein Lügendetektor bei Misstrauen in der Beziehung und Partnerschaft Klarheit verschafft oder wie sie den Klingelton »Furz5« bestellen. Also, ein Leben zwischen Furz5 und Hartz IV.

Unterschichtenfernsehen ist: Den Tag mit einem Bier zu beginnen. Keine Arbeit haben. Sich die Fußnägel lackieren und sich dabei laut die Frage stellen, ob man sie sich mal wieder schneiden soll. Diese Praxis ist keine Seltenheit, dass ist seit BigBrother der Standard und kann miterlebt werden – live und in Farbe auf Premiere und zusammenfassend auf RTL2, dem Kernsender von Unterschichtlern für Unterschichtler. Gefangene in einem Kasten randvoll gefüllt mit psychologisch-nonverbalen Spielchen, die den Verfall der Gesellschaft nachhaltig vorantreiben. »Transaktions-TV« ist der Fachbegriff für dieses zwischenmenschliche Gemetzel.

Hart am Wind gesegelt

Laut einem Bericht des Branchendienstes »kress« soll der derzeitige 9 Live-Chef Marcus Wolter die Nachfolge von Borris Brandt als Chef der deutschen Niederlassung des Produktionsriesen Endemol antreten. Ein Vertrag sei noch nicht unterzeichnet, Wolter habe jedoch den Vorstand der ProSiebenSat.1-Gruppe, zu der auch der Anrufsender 9Live gehört, bereits von seinem Ausscheiden unterrichtet, heißt es weiter. Der Amtsantritt bei Endemol in Köln soll laut „kress.de“ im Oktober dieses Jahres erfolgen.

Noch-9Live-Chef Wolter macht derzeit ausschließlich positive Schlagzeilen, zumindest was das deutsche TV-Programm betrifft. Wasserträger segeln bekanntlich gegen den Wind, nur nicht gegen den Strom. Wolter selbst beschallt die Öffentlichkeit mit Sätzen wie: „Wir sind immer im besten Sinne gemeinsam hart am Wind gesegelt, haben von der Start Up-Phase über die gelungene Integration in die ProSiebenSat.1 Group bis hin zur Internationalisierung eine einmalige Entwicklung gestalten können“. Wo auch immer es Gewinner in Deutschland geben mag, sie schauen mit Sicherheit nicht 9Live. Wer bei halbwegs klarem Verstand ist, der dürfte eigentlich keinen Zweifel daran haben, dass es bei 9Live derzeit nur einen Gewinner gibt, wenn auch eine der geschmacklosesten Arten im Bezug auf »Gewinn«.

Der »Tim-Taler und »Noch-9Live-Chef« Wolter wird mit Sicherheit über Nacht kein anderer „Mensch“ werden. Man darf darauf vorbereitet sein, dass Betrugsentertainment in 9Live-Qualität in Fleisch und Blut, noch in diesem Monat in der Endemol-Schaltzentrale sitzt. Was man davon noch halten soll, bleibt Ihnen überlassen. Mir fehlen mittlerweile, zu das was aus der Flimmerkiste kommt, jegliche Worte, und Emotionen äußern sich was mich betrifft, nur noch mit einem nichts sagenden kopfschütteln.

FERNSEHKRITIK-TV hat das Thema »9Live« ebenfalls aufgegriffen, und zwar in der 17. Folge vom 23 September (27:00 Minute Kurz kommentiert).

Sehr interessant dabei ist auch die Arbeit von Dr. Bettina Noltenius über 9Live. Sie ist promovierte Juristin und spricht von „Betrug“. Ihre ausführliche Arbeit steht ebenfalls bei Fernsehkritik.Tv als Download bereit.

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