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Kaum noch Katzen in Würzburg

Tränen haben wir gelacht…. Zum Tageskommentar (4.Oktober 2008) von Michael Winkler blieb selbst meiner Frau kein Auge trocken. Es geht um den „Stromausfall“ im Rechenzentrum der Sparkassen für Nord- und Ostdeutschland sowie Saarland. 150 Institute waren betroffen. So absurd die Aussagen des Pressesprechers bezüglich eines Stromausfalles auch sein mögen, so maukelt man bereits von einem Sparkassenboykotierwütigen Marder, der sich flächendeckend durch den Kabelsalat gefressen haben soll. Michael Winkler betrachtet die Sache allerdings kritisch. Kritischer als Sie denken.

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(in Fett gedruckter Absatz nachträglich hervorgehoben)

Tageskommentar: Michael Winkler

4.Oktober 2008

Es gibt Meldungen, die lese ich, wundere mich darüber, kritisiere sie und komme trotzdem nicht auf den richtigen Schluß. Schauen Sie sich einmal eine Katze an. Wenn Sie Glück haben, gähnt das Tierchen und Sie stellen fest, daß deren Schnauze ja viel größer ist, als Sie zuerst gedacht haben. Sie haben damit ein gutes Maß für die Schnauze eines Marders. Diese Tierchen können angeblich 110-kV-Leitungen im Rechenzentrum der Sparkassen durchbeißen. Das muß schnell geschehen, weil auch der stärkste Marder keine 110.000 Volt aushält. Nun sind 110-kV-Kabel nicht gerade haardünn. Als Querschnitt für das Kupfer eines solchen Kabels habe ich 95 mm² gefunden, was einem Drahtdurchmesser von über einem Zentimeter entspricht. Das Kupfer liegt aber nicht so herum, sondern ist gerade als Erdkabel dick isoliert. Diese Isolation wird von Aluminium ummantelt und anschließend noch einmal isoliert und mit Gummi wasserdicht überzogen. Jetzt bringen Sie bitte Ihre Katze dazu, ein Kabel vom mindestens fünf Zentimetern Durchmesser zu durchbeißen. Auf den Strom verzichten Sie bitte, sonst brauchen Sie eine neue Katze. Falls ein Marder das Kabel genüßlich aufnagen sollte, kommt er beim Aluminium ins Schwitzen. Das schmeckt dem Marder nicht so sonderlich, außerdem hat er schwer daran zu kauen. Kommt er da durch, stößt er auf die Isolation. Die hat den Zweck, die Umgebung vor den 110.000 Volt zu schützen. Wenn der Marder diese ausreichend verdünnt, kommt es zu einem Überschlag und wir brauchen einen neuen Marder. Dann erreicht er das Kupfer und den Strom. Mit einem gewöhnlichen Seitenschneider haben Sie da zu kämpfen… Aber jetzt wissen Sie, was ein Marder alles tun muß, um die Sparkassen lahmzulegen.

Was lernen wir daraus? Geld gehört unter die Matratze, da ist es vor mutierten Monster-Mardern sicher. Sogar dann, wenn die Sparkassen keines mehr herausrücken wollen.

Untrennbar mit dem Namen unserer vielgeliebten Bundeskanzlerin wird die große Gesundheitsreform verbunden bleiben. Es ist eine typische Merkel-Reform: Nichts von dem, was sie bewirken soll, wird durch sie erreicht, keine Seite ist zufrieden, alles kostet die Bürger eine Unmenge Geld, eine riesige, unübersichtliche Bürokratie wird aufgebaut, alle Experten warnen davor, aber die gelernte FDJ-Sekretärin glaubt, die Partei habe immer Recht. Gut, nach der Abwahl dieser Regierung wird nachgebessert, aber warum muß man erst einmal eindeutige Fehler begehen? Nach der Agonie der Kohl-Jahre, nach der ruhigen Hand Schröders, folgt jetzt der blinde Aktionismus Merkels. Es muß etwas getan werden, mag es auch noch so unsinnig sein. Dank des großartigen Gesundheitsfonds steigen die Krankenkassenbeiträge von durchschnittlich 14,9% auf 15,5%, wobei die Kassen gerne 15,8% hätten. Das nennt man bestimmt „Deregulierung“, bei welcher der „Wettbewerb“ für „günstige“ Tarife sorgt. Wir haben wieder einmal Grund zu sagen: Danke, Kanzlerin!

Da helfen selbst die eingeteilten Claqueure wenig. Das Bild Merkels in der Geschichte wird eine unvorteilhaft gekleidete Frau sein, die fröhlich lächelnd in der Welt umher reist, in Deutschland Steuern und Abgaben erhöht, für die wenigen Probleme, die sie anpackt, zielsicher die falsche Lösung findet, in fernen Ländern Krieg führt und das Land rat- und ideenlos in die Weltwirtschaftskrise schlittern läßt.

Ach ja, beide Häuser des amerikanischen Kongresses haben das 700-Milliarden-Dollar-Paket zur Rettung von Goldman Sachs und der Bonuszahlungen der Bankdirektoren verabschiedet. Der Widerstand dagegen hat die jüdischen Neujahrsfeiern nicht überstanden, denn die fanden zwischen der ersten gescheiterten und der jetzt erfolgreichen Abstimmung statt. Und ja, auch der deutsche Staat darf die gute deutsche „Hypo Real Estate“ jetzt mit 35 Milliarden Euro retten.

Jede Bankenrettung wird teuerer als die vorherige. Die bayerische Landesbank kostete knapp 5 Milliarden, die IKB 10 Milliarden, die HRE jetzt 35 Milliarden. Und die Deutsche Bank? Das werden wir noch rechtzeitig erfahren, keine Sorge. Richtig schlimm wird es erst, wenn unsere Kanzlerin plötzlich ohne Rückflug bucht.


Ist es nicht schön, zwischen all den Hiobsbotschaften auch mal von Herzen lachen zu können?! Wer das bereits verlernt hat, der sollte sich gleich morgen zum nächsten Tierheim begeben, mit ein oder zwei Katzen bewaffnen und auf dem Heimweg entsprechend dickes Kupferkabel aus dem Baumarkt ergattern. Sollte der Marder das Etablismont noch Kabelknabbernd besetzen, ist es Sinnvoll, Bargeld zur Hand zu haben. Wenn Ihnen sonst nichts mehr gefährlich werden kann, so denken Sie bitte noch an eine Kleinigkeit: Strom einzuschalten

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