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Politische Ponerologie – Die Wissenschaft vom Bösen und seiner Anwendung für politische Zwecke

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Kapitel 10 – Eine Vision der Zukunft

Die Wissenschaft vom Bösen und seiner Anwendung für politische Zwecke


 

Wenn menschliche Handlungen Früchte tragen sollen, müssen sie ihre Wurzeln im Boden zweier Zeiten haben: In Vergangenheit und Zukunft. Die Vergangenheit gibt uns Wissen und Erfahrungen, die uns lehren Probleme zu lösen und uns warnen, wenn wir dabei sind einen Irrtum zu begehen, den wir schon einmal begangen haben. Eine realistische, bewusste Wahrnehmung der Vergangenheit und ein zuweilen schmerzvolles Verständnis der in ihr begangenen Irrtümer und schlechten Taten ist deshalb eine notwendige Voraussetzung für eine glücklichere Zukunft.

Eine gleichermaßen realistische Vision der Zukunft, ergänzt durch gut durchdachte und genaue Informationen, stattet unsere gegenwärtigen Handlungen mit Richtung aus und lässt unsere Ziele konkreter werden. Wenn wir uns mental darum bemühen, eine solche Vision ins Leben zu rufen, werden wir fähig, psychologische Barrieren bei Vernunft und Vorstellungskraft zu überwinden, Barrieren, die durch Egotismus und aus der Vergangenheit übrig gebliebenen Verhaltensweisen verursacht werden. Menschen, die in der Vergangenheit leben, verlieren schrittweise ihren Bezug zur Gegenwart und sind deshalb nicht in der Lage, etwas Positives für die Zukunft beizutragen. Wir wollen aus diesem Grund unseren Geist in die Zukunft richten, hinter die offenbar unüberwindlichen Realitäten der heutigen Gegenwart.

Aus einer konstruktiven Planung der Zukunft können viele Vorteile gezogen werden, bis hin in die fernere Zukunft, wenn wir deren Form vorhersehen und die Umsetzung zielgerichteter Maßnahmen erleichtern können. Dies verlangt, dass wir unsere Realität korrekt analysieren und die richtigen Prognosen treffen; wie zum Beispiel aus unseren Gedanken alle unbewussten Informationsmanipulationen und jegliche exzessive Einflüsse unserer Emotionen und Neigungen auszuschließen. Eine solche Erstvision auszuarbeiten, eine Vorlage für eine neue Realität zu vergegenständlichen, ist der beste Weg, um den menschlichen Verstand für andere ähnlich schwierige Aufgaben in der nächsten Zukunft vorzubereiten.

Dies würde auch eine rechtzeitige Eliminierung der vielen Meinungsverschiedenheiten erlauben, die in späteren Zeiten zu Konflikten führen könnten. Zumeist resultieren Meinungsverschiedenheiten aus einer unzureichend realistischen Wahrnehmung des gegenwärtigen Standes der Dinge, aus verschiedenen aus Wunschträumen entstehenden Sichtweisen oder sind durch Propagandaaktivitäten bedingt. Wenn die Vision logisch entwickelt und Kollisionen mit einem hinreichend objektiven Verständnis der Phänomene, wie hier bereits zum Teil besprochen, vermieden wird, kann diese konstruktive Vision in Zukunft Realität werden.

Die Planung sollte wie ein gut organisiertes technisches Projekt ablaufen, wo der Arbeit der Gestalter eine Untersuchung der Umstände und Möglichkeiten vorausgeht. Die Umsetzung der Vision verlangt auch nach einer Planung des Umsetzungszeitraums. Dieser Zeitraum muss in Abstimmung mit den entsprechenden technischen Informationen und dem Faktor der menschlichen Sicherheit festgelegt werden. Wir wissen aus Erfahrung, dass eine gute und weitsichtige Planung eines Projektes seine Umsetzung und Nutzbarkeit wesentlich verbessert. Gleichermaßen erweisen sich modernere und innovativere Konstrukte effektiver als jene, die an alte Traditionen gebunden sind.

Die Gestaltung und der Aufbau eines neues sozialen Systems sollte auch auf korrekten Unterscheidungen der Realität beruhen und entsprechende Detailbetrachtungen aufweisen, damit deren Umsetzung und Funktionsweisen effektiv sein können. Dies verlangt nach dem Verwerfen einiger traditioneller Gewohnheiten im politischen Leben, die menschlichen Emotionen und Egoismus einen zu großen Stellenwert erlaubten. Kreative Vernunft ist die einzige und nötigste Lösung, da sie mit echten Informationen agiert und neue Lösungen anstrebt, ohne dabei die Fähigkeit zu verlieren, unter realen Lebensumständen zu funktionieren.

Falls diese vorangehenden Bemühungen nicht unternommen werden, so führt dies zu sowohl Lücken im Wissen über die Realität, in der das neue System wirken soll, als auch zu einer geringen Anzahl von Menschen, die mit dieser ausschlaggebenden Vorbereitung ausgestattet sind und die für den Aufbau neuer Systeme benötigt werden. Das Wiedererlangen des Rechtes, über sein eigenes Schicksal entscheiden zu können, ist besonders in einer von Pathokratie befallenen Nation eine teure und gefährliche Improvisation. Gewalttätige Streitereien unter den Anhängern der verschiedenen strukturellen Konzepte, die häufig unrealistisch, unreif oder veraltet sein mögen, da sie ihre historische Bedeutung nicht mehr erfüllen, können bis hin zu Bürgerkriegen führen.

Wo immer alte, von historischen Prozessen geschaffene Systeme durch die Einführung eines Staatskapitalismus und die Entwicklung einer Pathokratie nahezu völlig zerstört wurden, wurde auch die soziale und psychologische Struktur eines Landes zerstört. Als Ersatz wird eine pathologische Struktur installiert, die in jeden Winkel eines Landes reicht und jeden Lebensbereich degeneriert und unproduktiv werden lässt. Unter solchen Zuständen erweist sich die Rekonstruktion eines sozialen Systems, das sich auf veraltete Traditionen und die unrealistische Erwartung stützt, dass dies auch wirklich umgesetzt werden kann, als undurchführbar. Benötigt wird vielmehr die Gestaltung von Handlungsweisen, die zuerst die schnellstmögliche Wiederherstellung dieser grundlegenden sozio-psychologischen Struktur erlauben und danach garantieren, dass diese Struktur am Autonomieprozess des sozialen Lebens teilnimmt.

Tatsächlich hat uns die Vergangenheit keinerlei Informationen über diese unverzichtbaren Handlungsweisen gelehrt, die auf den allgemeinen Daten beruhen, die zu Beginn dieses Buches dargestellt wurden. Wir müssen uns daher auf die Ergebnisse der modernen Wissenschaften verlassen. Auch sind die Bemühungen von zumindest einer Generation verloren – und mit ihnen die Evolution, welche die alten Strukturen kreativ verändern hätte sollen. Wir sollten uns deshalb von den Vorstellungen dessen leiten lassen, was geschehen hätte können, wenn damals eine Gesellschaft das Recht auf freie Entwicklung gehabt hätte und uns nicht auf Informationen aus der Vergangenheit beziehen, die zwar historisch real, aber in der Zwischenzeit überholt sind.

Heute haben viele unterschiedliche Denkweisen ihre Wurzeln in solchen Ländern. Die Welt des privaten Kapitalismus in sozialen Institutionen ist nunmehr distanziert und schwer zu verstehen. Es gibt niemanden mehr, der innerhalb eines solchen Systems ein Kapitalist sein oder unabhängig agieren kann. Demokratie wurde zu einem mangelhaft verstandenen Schlagwort für Kommunikation innerhalb der Gesellschaft normaler Menschen. Arbeiter können sich die Reprivatisierung großer Industriefabriken nicht vorstellen und sind deshalb gegen jede Entwicklung in diese Richtung. Sie glauben, dass die Beibehaltung der Unabhängigkeit ihres Landes ihnen eine Teilnahme an Management und Profit sichert. Solche Gesellschaften haben einige soziale Institutionen akzeptiert – wie ein öffentliches Gesundheitssystem und freie Bildung bis hin zum Universitätsabschluss. Sie wollen die Handlungsweisen dieser Einrichtungen mit Blickwinkel auf den gesunden Menschenverstand und entsprechende, wissenschaftliche Kriterien reformiert haben. Auch sollen Elemente aus traditionellen „getestet und für richtig befundenen“ Erkenntnissen einfließen. Tatsächlich sollten jedoch die allgemeinen Naturgesetze wiederhergestellt werden. Sie sollen die Handlungsweisen der Gesellschaften bestimmen. Die strukturellen Formen sollten auf eine moderne Weise rekonstruiert werden, die ihre Akzeptanz erleichtert.

Einige bereits durchgemachte Veränderungen sind historisch nicht rückgängig zu machen. Eine Wiedererlangung des Rechts, seine eigene Zukunft zu formen, würde auf diese Weise eine gefährliche und sogar tragische „Lücke im System“ schaffen. In betroffenen Ländern machen sich die Menschen bereits Sorgen, weil sie eine Ahnung dieser kritischen Situation haben. Es erstickt ihren Willen zu handeln. Eine solche Situation sollte sofort verhindert werden. Der einzige Weg dies zu erreichen sind gut organisierte Anstrengungen in analytischem und konstruktivem Denken in Richtung eines Gesellschaftssystems mit hochmodernen ökonomischen und politischen Grundlagen.

 

Selbst Nationen, die unter pathokratischen Regierungen leiden, würden an solch konstruktiven Bemühungen teilnehmen, was einen exzellenten Input für die erwähnten allgemeinen Aufgaben bei der Behandlung unserer kranken Welt ausmachen würde. Unbeeindruckt von unserer Hoffnung, dass bald eine Zeit kommen wird, in der solche Länder wieder zu Systemen normaler Menschen zurückkehren werden, sollten wir ein Sozialsystem aufbauen, das den Blick auf die Geschehnisse nach der Pathokratie bewahrt.

Dieses Sozialsystem wird anders und besser sein, als jedes, das es bislang gegeben hat. Die realistische Vision einer besseren Zukunft und die Teilnahme an ihrer Gestaltung wird die zerschlagenen menschlichen Seelen heilen und Ordnung in ihre Gedankenprozesse bringen. Diese konstruktive Arbeit trainiert die Menschen in Selbstbeherrschung bei verschiedensten Umständen und schlägt jedem die Waffe aus der Hand, der dem Bösen dient. Sie lässt dessen Frustration steigen und macht ihm bewusst, dass sich sein pathologisches Wirken dem Ende nähert.

Wenn wir dieses Buch sorgfältig lesen, können wir die Umrisse einer kreativen Vision solch eines zukünftigen Sozialsystems erkennen, das so dringend von Nationen benötigt wird, die unter pathokratischer Herrschaft stehen. Wenn das gelingt, ist dies für den Autor Anerkennung genug. Eine solche Vision begleitete mich während der gesamten Arbeit an diesem Buch – obwohl ich sie nicht benennen oder genauer beschreiben kann – sie half mir und erwies sich als praktische Unterstützung. Sie ist deshalb in und zwischen den Zeilen dieser Arbeit präsent.

Ein solches Sozialsystem der Zukunft muss seinen Bürgern ein großes Spektrum persönlicher Freiheit garantieren und einen Weg bieten, deren kreative Möglichkeiten sowohl individuell als auch kollektiv nutzen zu können. Es darf jedoch auch nicht die wohl bekannten Schwächen aufweisen, die wir bei der Innen- und Aussenpolitik einer Demokratie erkennen können. In einem solchen System sollte nicht nur zwischen individuellen persönlichen Interessen und dem Allgemeinwohl Balance herrschen, sondern dieses Gleichgewicht sollte auch in das große Bild des gesellschaftlichen Lebens eingewoben sein, wo das Verständnis der Gesetzmäßigkeiten jegliche Diskrepanz zwischen diesen beiden Anforderungen verschwinden lässt. Die Meinungen der breiten Masse der Bevölkerung, die hauptsächlich durch die Stimme der Grundintelligenz diktiert ist und von der natürlichen Weltsicht abhängt, sollten mittels der Fähigkeiten von Menschen balanciert werden, die eine objektive Wahrnehmung der Realität aufweisen und eine entsprechende Bildung in ihren Tätigkeitsbereichen haben. Für diesen Zweck sollten passende und gut durchdachte Systemlösungen angewandt werden.

Die Grundlagen für praktische Lösungen in einem verbesserten System beinhaltete die Schaffung der richtigen Umstände für eine reichhaltige Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit, einschließlich der psychologischen Weltsicht, deren gesellschaftliche Rolle wir bereits dargelegt haben. Auch die individuelle sozio-professionelle Anpassung, die Schaffung eines zwischenmenschlichen Netzwerks und eine gesunde, aktive sozio-psychologische Struktur sollte bis zum größtmöglichen Maß erleichtert werden.

Strukturelle, gesetzliche und ökonomische Lösungen sollten solcherart betrachtet werden, dass eine Erfüllung der genannten Kriterien auch eine optimale Selbstverwirklichung im Rahmen des sozialen Lebens ermöglicht, was gleichzeitig auch dem Wohl der Gemeinschaft dient. Andere traditionelle Kriterien wie die Dynamik der Wirtschaftsentwicklung werden sich daraufhin gegenüber den allgemeineren moralischen Werten als zweitrangig erweisen. Die Resultate daraus werden die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, seine politischen Fähigkeiten und seine kreative internationale Rolle sein.

Die Prioritäten zur Beurteilung der Werte werden sich deshalb beständig in Richtung psychologischer, sozialer und moralischer Daten hinbewegen. Dies in Einklang mit dem jeweiligen Zeitgeist zu bringen verlangt nach Einfallsreichtum und konstruktivem Denken, um die angesprochenen praktischen Ziele erreichen zu können. Schließlich beginnt und endet alles in der menschlichen Psyche.

Ein solches System wäre von Natur aus evolutionär, da es auf einer Akzeptanz der Evolution als Naturgesetz beruhte. Es würden darin evolutionäre Faktoren eine gewichtige Rolle spielen, so wie sich die Wahrnehmung kontinuierlich von primitiveren und leicht fassbaren Dingen hin zu realeren, wesentlicheren und subtileren Angelegenheiten entwickelt. Das Prinzip der Evolution müsste entsprechend stark in den philosophischen Grundsätzen dieses Systems eingeprägt werden, damit es vor zukünftigen Revolutionen geschützt ist.

Dieses Sozialsystem ist auf natürliche Weise gegenüber den Gefahren der Entstehung von makrosozialen pathologischen Phänomene in seinem Inneren resistenter. Seine Grundlagen wären eine besser entwickelte psychologische Weltsicht und die Verbindungen der Gesellschaft wären an ein wissenschaftliches und soziales Bewusstsein über die Essenz solcher Phänomene gekoppelt. Dies sollte die Basis für ausgereifte Erziehungsmethoden bilden. In diesem System müsste es auch inhärente, permanente Institutionen geben, die bislang unbekannt sind und deren Aufgabe es sein wird, die Entwicklung von ponerogenischen Prozessen in der Gesellschaft, besonders bei regierenden Behörden, zu verhindern.

Der „Rat der Weisen“ wäre eine Institution, die sich aus verschiedenen Menschen mit extrem hohen allgemeinen, medizinischen und psychologischen Qualifikationen zusammensetzte. Er hätte das Recht, die physische und psychologische Gesundheit der Kandidaten zu untersuchen, die sich für höchste Regierungsämter bewerben. Eine negative Einschätzung des Rates sollte kaum anfechtbar sein. Dieser „Rat der Weise“ sollte dem Staatsoberhaupt und den legislativen Behörden dienen und den Ausführenden in Fragen beistehen, die in die wissenschaftliche Kompetenz des Rates fallen. Er würde auch die Bevölkerung in wichtigen Angelegenheiten des biologischen und psychologischen Lebens befassen, wenn wesentliche moralische Aspekte berührt sind. Die Pflichten eines solchen Rates enthielten in diesen Fragen auch die Wahrung des Kontakts und Gespräche mit religiösen Vereinigungen.

Das Sicherheitssystem für Personen mit verschiedenen psychologischen Abweichungen wäre so gestaltet, dass deren Leben erleichtert würde, während geschickt ihre Teilnahme an den Prozessen zur Entstehung des Bösen limitiert wird. Letzten Endes sind solche Menschen doch zu überzeugen, wenn man ihnen mit dem korrekten Wissen über das Thema entgegentritt. Eine solche Annäherung würde auch dazu beitragen, die Last des Genpools vererbter Verirrungen auf die Gesellschaft schrittweise zu vermindern. Dabei übernähme der Rat der Weisen die wissenschaftliche Supervision.

Das Rechtssystem wäre weitreichenden Veränderungen in faktisch jedem Bereich unterworfen. Es würde sich aus Formeln entwickeln, die auf einer gesellschaftlichen, natürlichen Weltsicht und auf alten Traditionen der Rechtsprechung beruhen, deren Grundlage eine objektive Apperzeption der Realität, besonders der psychologischen Realität, ist. Als Resultat würden Gesetze eine wirkliche Modernisierung erfahren, da das Studium des Rechts zu einer wissenschaftlichen Disziplin werden würde, die auf denselben erkenntnistheoretischen Prinzipien wie alle anderen Wissenschaften beruhte.

Was wir heute als „Strafgesetze“ bezeichnen, würde von einer anderen Art von Gesetzen abgelöst werden, die auf einer völlig erneuerten Grundlage aufgebaut wären. Diese Grundlage wäre ein Verständnis der Entstehung des Bösen und der Persönlichkeiten von Menschen, die Böses tun. Solche Gesetze wären bedeutend menschlicher und gleichzeitig statteten sie Menschen und Gesellschaften mit weit effektiverem Schutz vor unverdientem Missbrauch aus. Natürlich wäre die Umsetzung höchst komplex und weit stärker von einem besseren Verständnis der Ursachen abhängig, als es jemals in einem System der Bestrafung der Fall wäre. Ein Trend zur Veränderung in diese Richtung ist in der Gesetzgebung zivilisierter Nationen bereits zu erkennen. Das dabei angeregte Sozialsystem müsste jedoch die in diesem Bereich vorherrschenden Traditionen weitaus effektiver durchbrechen.

Keine Regierung, deren System auf einem Verständnis der Naturgesetze beruht, – ob diese nun physische und biologische Phänomene betreffen, oder die Natur des Menschen – kann Anspruch auf Souveränität im Sinne unserer aus dem 19. Jahrhundert ererbten und nachfolgend nationalistischen oder totalitären Systeme erheben. Wir alle atmen dieselbe Luft und trinken dasselbe Wasser. Auf diese Weise werden gemeinsame kulturelle Werte und grundlegende moralische Kriterien weit verbreitet. Die Welt ist durch Transport, Kommunikation und Handel verbunden – sie wurde zu „unserem“ Planeten. Unter solchen Umständen wird eine gegenseitige Abhängigkeit und Kooperation mit anderen Nationen und überstaatlichen Institutionen, wie auch eine allgemeine Verantwortlichkeit für das gemeinsame Schicksal zu einem Naturgesetz. Der nationale Organismus wird autonom, aber nicht unabhängig. Dies muss durch geeignete Verträge reguliert und in die nationalen Verfassungen eingearbeitet werden.

Ein solcherart entstandenes System wäre all seinen Vorgängern überlegen, da es auf einen Verständnis der Naturgesetze beruhte, die innerhalb des Menschen und der Gesellschaften am Werk sind, und mit objektivem Wissen schrittweise die Ansichten ersetzte, die aus natürlichen Reaktionen auf Phänomene entstanden sind. Wir wollen ein solches System als „LOGOKRATIE“ bezeichnen.

Aufgrund ihrer Eigenschaften und ihrer Übereinstimmung mit den Gesetzen der Natur und der Evolution könnten logokratische Systeme soziale und internationale Ordnung langfristig garantieren. Im Einklang mit ihrer Natur würden Logokratien danach noch perfekter werden – eine vage und entfernte Vision dessen, was uns heute vorstellbar erscheint.

Ich habe viele gefährliche Situationen überlebt – viele Menschen und Institutionen haben mich tief enttäuscht. Die große Vorsehung hat mich jedoch niemals enttäuscht, auch nicht unter den schwierigsten Umständen. Allein dieser Umstand reicht für ein Versprechen aus, dass die Entwicklung eines genaueren Entwurfes für ein solches besseres System ebenfalls möglich ist.

 

Fortsetzung folgt

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http://quantumfuture.net/gn/ponerologie_vorwort_hrsg.htm
(
Rohfassung – nur temporär verfügbar)
Übersetzung von
http://www.cassiopaea.org/cass/political_ponerology_lobaczewski.htm

 

NEUE KAPITEL:

IX. Therapie für die Welt
X. Eine Vision der Zukunft

  1. ups
    13. Juni 2011 um 10:09

    Das Buch ist nun auf Deutsch verfügbar bei Pilule Rouge: http://de.pilulerouge.com/

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