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Uranbelastung von Trinkwasser

Uranbelastung des Trinkwassers. Aus Nordrhein-Westfalen liegen foodwatch lediglich 27 Einzeldaten aus 15 Wasserwerken in 14 0rten bzw. Gemeinden vor. Die Daten über die Belastung mit Radionukliden stammen ebenso wie die niedersächsischen Werte aus einer Untersuchung des Bundesamtes für Strahlenschutz und wurden von foodwatch in Urankonzentration umgerechnet. Nach Auskunft des zuständigen Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz liegen dem Ministerium angeblich keine weiteren Werte vor.

Trinkwasser ist ein wichtiger Bestandteil der Nahrung. Die gesetzlichen Anforderungen sind eindeutig: Trinkwasser darf keinen Anlass zu gesundheitlicher Besorgnis bieten. Es muss alle Haushalte in einwandfreier Qualität erreichen. Die Qualität des häuslichen Trinkwassers kann aber schlechter sein als die Qualität des Wassers, das von den Wasserwerken abgegeben wird. Die Daten des Kinder-Umwelt-Surveys (KUS) des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen, dass in den meisten Haushalten im Vergleich zu den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) die Konzentrationen im häuslichen Trinkwasser gering sind. Der KUS liefert aber auch Hinweise, dass noch in den Jahren 2003/06 in einigen Haushalten die derzeitigen oder zukünftigen Grenz- oder Leitwerte für Blei, Kupfer, Nickel und Uran überschritten gewesen sein könnten.

Von den übermittelten 27 Einzelwerten liegen 23 Werte im Bereich bis einschließlich 2 Mikrogramm Uran pro Liter. Vier Werte liegen über 2 Mikrogramm, wobei der höchste Wert mit 5,3 Mikrogramm in Nideggen im Kreis Düren gemessen wurde. Über die tatsächliche Belastung des Trinkwassers in Nordrhein-Westfalen mit Uran lassen sich auf Grund der wenigen übermittelten Daten kaum weitere Rückschlüsse ziehen.

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Die Daten aus Nordrhein-Westfalen hat das Ministerium foodwatch am 07.03.2008 geliefert. Die foodwatch-Recherche hat bei den Behörden zum Teil Aufmerksamkeit erregt und kann bereits zu Reaktionen geführt haben. Es ist deshalb möglich, dass sich einige Werte zwischenzeitlich durch den Einbau von Filtern, die Abschaltung von Brunnen oder andere Maßnahmen gesenkt haben.

Übersichtstabelle über alle von den zuständigen Landesministerien gelieferten Daten zur Uranbelastung von Trinkwasser. Nur Hessen hat keine Informationen zur Verfügung gestellt („k. A.“ = „keine Angaben“).

Bundesland Anzahl der gelieferten Werte Höchster gemeldeter Urangehalt in µg/l
(Mikrogramm pro Liter)
Anzahl gemeldeter Werte zwischen 2 und 10 µg/l Anzahl gemeldeter Werte über 10 µg/l
Baden-Württemberg 3.766 33 >300 (aus 23 Kreisen) knapp 40 (aus 9 Kreisen) + 4 aus Esslingen
Bayern 703 39,9 132 (aus 42 Kreisen) 62 (aus 9 Kreisen)
Berlin 43 <2 0 0
Brandenburg 46 3,08 4 0
Bremen 33 1,2 0 0
Hamburg 38 <0,1 0 0
Hessen 0 k. A. k. A. k. A.
Mecklenburg-Vorpommern 855 30,08 ca. 70 14
Niedersachsen 47 8,42 6 (aus 5 Kreisen) 0
Nordrhein-Westfalen 27 5,3 4 0
Rheinland-Pfalz 121 14 ca. 20 2
Saarland 76 3,2 6 (aus einem Kreis) 0
Sachsen 994 12,3 >40 2 (aus 2 Kreisen)
Sachsen-Anhalt 270 27 >20 knapp 30
Schleswig-Holstein 375 4,2 10 (von 5 Ämtern gemeldet) 0
Thüringen 783 14,3 157 (von 18 Ämtern gemeldet) 1
Gesamt 8.177 ca. 800 ca. 150

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Quellen:

http://www.tagesschau.de/inland/leitungswasser106.html

http://www.tagesschau.de/inland/leitungswasser108.html

http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/trinkwasser/nordrhein_westfalen/index_ger.html

http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2008/00495/

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