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Über mich und mein √e r b r e c h e n G e d a n k e n auszusprechen

Der Grund für diese Seite hat mit dem Sinn des Lebens zu tun. Woher ich komme, wohin ich gehe, warum „bin“ ich. Da sind wir auch schon beim Kern der Sache. Ich bin in Deutschland geboren und habe eine warmherzige Kindheit genossen. Mitlerweile habe ich 31 Jahre auf dem Tacho und frage mich seit einiger Zeit, was ich für eine Rolle in diesem meinem Leben spielen soll. Ich bin nicht als Kirchengänger erzogen worden und habe mir über „Gott und die Welt“ auch lange Zeit keine großen Gedanken gemacht. Aufgrund der Aussenpolitischen Umstände, seit dem 11. September, mache ich mir zunehmend Sorgen. Nicht nur um mich, sondern um die Völker dieser Welt. Ich habe Anfang 2007 damit begonnen, intensiv zu recherchieren und Dinge zu hinterfragen. Dabei ging es nie um die eigene Geschichte sondern eher um die der US-Regierung. Jeder Mensch hat in seinem Leben das ganz persönliche Schicksal im Handgepäck. Es gleicht sich immer alles aus auf Erden. Und ich stolperte eines Tage über die deutsche Geschichte.

Ich habe zu Schulzeiten nie das Gefühl gehabt, ich sei als deutscher Junge ein Nachkömmling schwerer Kriegsverbrecher. Das hat sich geändert und ich bin bei der Suche nach meinen Wurzeln auf Ungereimtheiten und Lügen gestossen. Das die NS-Zeit keine Zeit des Stolzes eines deutschen Bürgers ist brauche ich nicht weiter zu erläutern. Aber der Zufall kreuzt im Leben eines jeden, des öfteren den Weg. Um es mal so auszudrücken: Ich habe keineswegs die Absicht meinen Mitmenschen, egal welcher Herkunft, welchen Glaubens oder welcher Kultur auch immer, auf den Schlips zu treten und zu beleidigen. Mir liegt die Freiheit mehr am Herzen als ich jeh zu träumen gewagt habe. Und damit meine ich nicht die Freiheit der materialistischen Aussenwelt. In Gefangenschaft zu leben und als Verbrecher eingesperrt zu sein ist auch kein Vergleich für den freiheitlichen Begriff als solches. Es ist der freie Geist. Die Freiheit zu denken was ich möchte und dies auch aussprechen zu dürfen. Wenn ich wählen müsste zwischen Gefangenschaft und Denkverbot, so fällt mir die Entscheindung leicht. Und ich habe mir eines Tages folgende Frage gestellt:

Warum werden Menschen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, wenn sie weder einen Mord, eine Vergewaltigung oder Kindesmisshandlung begangen haben, sonder für eine Meinung und für den menschlichen Drang nach Erkenntnis und Forschung. Sonst nichts. In Deutschland hat es ein Kinderschänder sogar geschafft auf die Dächer der Justizvollzugsanstalt zu klettern, damit aber nicht genug. Man machte sich auch noch Sorgen um dessen Unversehrtheit und brachte ihm warme Getränke, Verpflegung und eine Decke aufs JVA Dächle.

Es sind derzeit Menschen in deutschen Gefängnissen, die wegen Ihrer Meinung und Ihren Gedanken zum Teil länger in Gefangenschaft ausharren als ein Monster, dass eine Kinderseele auf dem Gewissen hat. Es soll auch bei diesem Beispiel bleiben.

Ich komme zum Ende und auf die Frage zurück die ich mir einst gestellt habe.

Was ist das eigentlich: deutsch?

Deutsch zu sein ist zunächst ein naturgegebener Sachverhalt. Es ist die Folge der Tatsache, in Deutschland geboren und aufgewachsen zu sein, die deutsche Sprache zu sprechen, sich natürlicherweise hier zu Hause zu fühlen und damit Teil des eigenen Volkes zu sein. Ich bin Deutscher, wie ein Franzose ein Franzose ist oder ein Italiener ein Italiener. Dies ist weder ein Makel noch ein Verdienst. Man hat es sich nicht ausgesucht, genausowenig wie die Zeit, in der man lebt und die einen prägt, das ausgehende 20. Jahrhundert.

[ . . . ]

Die Tatsache, daß ich Deutscher bin, durchdringt mein Leben auf vielfältige Weise, ob ich mir dessen bewußt bin oder nicht. Die deutschen Traditionen der Geschichte, des Geistes und der Kultur, der Gefühle, des Glaubens haben meine Geschichte, meine Kultur, meine Gefühle und meinen Glauben mitbestimmt. Mit diesen Traditionen muß ich mich auseinandersetzen, sei es in Zustimmung, Ablehnung oder Gleichgültigkeit. Mein Deutschsein tritt mir in der historisch gewachsenen Form entgegen, die es in meiner Zeit angenommen hat. Ich werde durch sie bedingt, aber ich bin ihr nicht willenlos ausgeliefert. Denn der Mensch ist frei. Auch wenn er nicht über Zeit und Ort seiner Geburt verfügt, so kann er doch die Bedingungen beeinflussen und ändern, unter denen er lebt. Er kann den historisch überlieferten Traditionen einen neuen Inhalt geben. Das hat der Mensch stets unternommen. Alle menschliche Geschichte ist Wandlung, Veränderung. Damit ist die Geschichte selbst der wichtigste Beleg menschlicher Freiheit, den wir haben.

Betrachtet man die Dinge so, dann ist mein Deutschsein kein unentrinnbares Schicksal, sondern vielmehr eine Aufgabe. Die Frage, was das eigentlich sei: deutsch?, ist dann eine Frage, die ich vor mir selbst und vor der Geschichte beantworten muß. Ich bin mitverantwortlich, daß dieser Begriff einen Inhalt hat, den ich verantworten kann. Um meinen Begriff des Deutschen zu finden, muß ich mich mit der Geschichte des Begriffes, mit seinem Inhalt und damit mit der Geschichte der Deutschen auseinandersetzen.

– Ignoranz und Aroganz –
von der Wahrheit niemand hören will
vom Betrug der Mensch nicht genug bekommt

  1. 1. August 2008 um 02:29

    Danke für Dein Kommentar …! …! …!

    Ich habe ungewöhnlich viel Feedback auf diesen Beitrag via E-Mal erhalten worüber ich mich sehr gefreut habe. An dieser Stelle nochmal ein „Danke sehr“ an die Zuschriften.

    Ich habe mich bemüht, meine Recherchen und die Fundstücke über die deutsche Vergangenheit mal einer Weiser wiederzugeben, die den Grund für diese Beiträge verdeutlichen. Es sind keineswegs die „braunen“ Schubladen und Ideologien die mich dazu bewegt haben und ich wünsche mir diese Verhältnisse sicherlich nicht herbei. Es sind lediglich diese Beweggründe meiner Wurzeln, die Wurzeln des Deutschen und dessen Vergangenheit.

    Dass diese Beiträge für einige Menschen einen diskriminierenden und Fremdenfeindlichen beigeschmack hervorgerufen haben mögen ist weder beabsichtigt, noch spiegelt sich dieser „Beigeschmack“ wieder, wenn man den Grund und die Beweggründe mal aus einer Perspektive sieht, wie ich sie sehe.

    MFG

    Andreas

  2. 31. Juli 2008 um 19:03

    Jetzt habe ich den Faden verloren…

    Mit dem Mittelteil möchte ich eigentlich aussagen, dass sich die Welt auf Dinge konzentriert die vor 60 Jahren passiert sind. Das diese Zeit absolut grausam war und Dinge passierten die absolut Unmenschlich sind ist auch ganz klar. Aber….., wo ist der Unterschied zu den Kriegsschauplätzen von heute. Karadzic hatte ungefähr 300 KZs!!!!!!
    China ermordete demonstrierende Studenten und unterdrückt seit ca 50 jahren Tibet!!!
    Frauen werden heute nocht (hallooo 21. Jahrhundert!!!) die Genetalien verstümmelt, In Ruanda wurden Menschen mit Buschmesser zerhackt. Warlords überall auf der Welt überfallen Flüchtlingslager und begehen konzentrierten Völkermord. Folter ist ein legitimes Mittel im Umgang mit Gefangenen. Nein nicht in einem dritte Welt Land,…in AMERIKA. Amerika baut heimlich Konzentrationslager, manche sogar Mobil in Amerika und teilweise in Ländern wo sie stationiert sind. In Teilen Russlands werden Verbrecher im Kindesalter in Kerkern gehalten (Sie schneiden sich Wunden in die Beine, die bei diesen Verhältmissen riesige schmerzende Eiterbeulen werden um auf die Krankenstation zu kommen – dort bekommen sie besseres Essen), Kambodscha die auswirkungen der „Roten Kmer“ spürt das Land heute noch und nicht zu vergessen der Libanon, Gazastreifen, usw. Vom 6 Tagekrieg gegen Ägypten spricht auch niemand. Obwohl Israel mit dem Befehl keine Gefangenen zu machen (also alle zu töten) in Ägypten eingefallen ist. Es gibt noch zig Beispiele. Von den Zuständen die in vielen Ländern herrschen und den schrecklichen Dingen die dort passieren wird erst gar nicht berichtet, weil sie für die Medien nicht interessant genug sind.

    Wer spricht von diesen Menschen? Niemand!!!
    Haben diese Menschen je eine Ausgleichszahlung in Milliardenhöhe bekommen?

    Recherchiert ein wenig an den Medien vorbei und macht euch schlau.

    lg Thalex

  3. 31. Juli 2008 um 18:28

    Hallo A.

    Ich will hier nicht herumschleimen. Aber es ist mir ein Bedürfniss dir zu sagen das du mir zu 100% aus dem Herzen schreibst.
    Ich bin zwar kein Deutscher, aber ich komme aus dem schönen Österreich und hier musste ich mir schon einige Dinge gefallen lassen.

    Ich sehe, als in den 80ern geboren, nicht ein warum ich persönlich auf Dinge angesprochen werde mit denen ich nie etwas zu tun hatte.
    Ein Beispiel: Ich weigerte mich einmal auf eine Ausstellung über Nazionalsozialismus zu gehen und musste das vor einigen Leuten die das mitbekamen rechtfertigen. Das finde ich schon schlimm. Wenn ich mich weigern würde die 1000ste Pharao Austellung anzusehen würde das keinen gratzen. Ich sagte den Leuten auch das ich in der Schule Geschichte hatte, ein Geschichtsbuch über diese Zeit gelesen habe, fasst alle 2 Wochen mindestens ein Bericht im Fernsehen darüber zu sehen ist und ich keine Lust habe jetzt auch noch die Ausstellung zu sehen. Bumm, Zack und ich war wieder ein Nazi. Diese Beschuldigung geht sehr schnell über die Lippen der Leute.

    Warum schreibe ich das? Weil ich es absolut schlimm finde, dass man sich heute mit einem unguten Gefühl behaftet sieht wenn man sagt man ist ein Österreicher oder ein Deutscher. Deshalb finde ich es gut wenn es Leute wie dich und einige die du hier verlinkt hast sich die Mühe machen, viel Zeit und Herzblut investieren um den Leuten die Propaganda von den Augen zu kratzen die sie tagtäglich durch die Medien ausgesetzt sind. Ich hoffe von ganzem Herzen das es funktioniert!

    Ich könnte noch meterlang weiterschreiben, aber das würde den Rahmen sprengen.

    Also dann Respekt und

    lg Thalex

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