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Die „KRRler“ und das Fettnäpfchen

Zuerst ein Bild aus dem auch ich nicht richtig Schlau werde, aber dass ist auch nicht der Grund für diesen Artikel. Dieser schreibt unter dem Link des Bild -Link:

Im Bereich des Staats- und Völkerrechts soll sich dieser arbeitslose Sockenhändler doch schlicht an das halten, was er früher skandiert hat:

Die DDR, mein sozialistisches Vaterland!

Nebenbei bemerkt: Der Autor neben der Nachricht nennt sich „Olli“. Fragen sie mich nicht, warum alle von „Uwe“ sprechen… wie gesagt, nur nebenbei bemerkt.

Mittendrin in den tiefen der KRR-FAQ eine Stellungnahme auf die Frage von einem User Namens „Uwe“, wie denn die deutsche Staatsangehörigkeit heißen mag. Dass deutsch kein Staat ist räumen die Herren „Professoren“ zu Anfang gleich mit ein, aber die Argumentation bezüglich der Begrifflichkeit „deutsch“ sollte auch für einen Laien klar ersichtlich sein…

Aber ich lasse die Herren einfach für sich selbst sprechen, bzw. schreiben. Ich zitiere für Sie, liebe Leser, ein wenig aus dem Dschungelbuch der KRR

Die Frage: „Wie ist Ihre Staatsangehörigkeit“ verlangt schon der Begrifflichkeit nach der Nennung des Staates, dem man angehört. Staaten werden immer mit Substantiven bezeichnet.

Dies ist so nicht richtig.
Die Frage „Wie ist Ihre Staatsangehörigkeit“ (so sie denn in dieser Art wirklich gestellt würde) müsste mit „deutsch“ beantwortet werden, weil dies ein „Wie-Wort“, ein Adjektiv, ist.

Eric Schilling schrieb zu diesem Thema im FAQ-Forum etwas „fachmännischer“:

Kurzkommentar: Auf der KRR Seite wird genau nach diesem Hinweis auf das FAQ-FORUM nicht weiter zitiert und Peinlichkeiten einfach mal weggelassen. Nicht unbedingt von Vorteil, wenn man es mit einem Leser zu tun hat, der einfach jedem Verweis folgt und sich die Mühe macht den ganzen Blödsinn zu lesen. Aber ich bin froh bei solchen „Staatsrechtlern“ keine Ausnahme zu machen. Ich werde auch gleich belohnt, mit dem Braten der KRR, den sie sich selbst zuzuschreiben haben,

Und da wird es schon gleich interessant.

Die Frage: „Wie ist Ihre Staatsangehörigkeit“ verlangt schon der Begrifflichkeit nach der Nennung des Staates, dem man angehört. Staaten werden immer mit Substantiven bezeichnet.

Habt Ihr in der Zone nicht gelernt, was „Wie-Wörter“ sind?
Die Frage „Wie ist Ihre Staatsangehörigkeit“ (so sie denn in dieser Art wirklich gestellt würde) müsste mit „deutsch“ beantwortet werden, weil dies ein „Wie-Wort“, ein Adjektiv, ist.

Das war’s noch nicht ganz. Bei Diskussionen über die Staatslehre, besonders bei der „deutschen“, verweisen zu 90% gerne auf die Seiten des KRR wo man, ich möchte zugeben, gar nicht mal so unglaubwürdig rüberkommt, jedenfalls für die ersten kleinen Momente. Aber ich zitier mal fort, aus der Staatsuniversität KRR

„Deutschland“ wäre eventuell die Antwort auf die Frage: „Welchem Staat gehören Sie an?“, wobei ich hier persönlich „dem deutschen Staat“ antworten würde.

Mit oberlehrerhaften Grüßen, verabschiedet sich mein persönliches Staatsoberhaupt des KRR-Lagers. Den Namen habe ich aus reiner Solidarität mal weggelassen. (kann aber nachgelesen werden)

Letzteres Zitat musste ich einfach rot markieren, damit es auch den Leuten, falls diese meinen kleinen Beitrag über diese KRRlische Suppenküche lesen sollten auch selbst auffällt.

Ein weiterer „oberlehrhafter Volksgenosse“ schließt sich der „Unterhaltung“ an und fügt hinzu:

Da hat klein Uwe als Zonen-Pimpf oder FDJler aber gut aufgepasst. Nach der DDR-Propaganda, die ja eine eigene DDR-Staatsangehörigkeit reklamierte, wurde die Unterscheidung zwischen Nationalität und Staatsangehörigkeit gemacht. Das war ja auch irgendwie logisch damals unter der Spalterflagge mit dem Werkzeug drauf. Klein Uwe denkt mithin noch immer in den Denk- und Propagandaschablonen des Politbüros. Also nach DDR-Schema. Wobei bei klein Uwe „DDR“ als Abkürzung für „Der Doofe Rest“ steht.

Ist es nicht schön zu sehen, dass sich die KRR-Trottel soeben selbst ein Bein gestellt haben. Der funktionale Analphabetismus, gepaart mit bröckelnder Dummheit, beschert mir eine große Freude.

Richtig ist natürlich, dass Fragen mit dem Fragewort „wie“ (oder auch mit Rogativpronomina) mit einem Adjektiv oder einem adjektivischen Konstrukt beantwortet werden, nicht jedoch mit einem Substantiv oder substantivischen Konstrukt. Letzteres dient als Antwort auf Fragen, die explizit ein solches Satzelement erfragen.

Wie ist Deine Staatsangehörigkeit? – Deutsch.
Welche Staatsangehörigkeit hast Du? – Die deutsche.
Nenne Deine Staatsangehörigkeit! – Deutsch.

– na, und jetzt –???

Welchem Staat gehörst Du an? -Hallo , KRR. !

Im Zweifelsfall: Ich gehöre dem deutschen Staate an.
(oder Bundesrepublik Deutschland)

Ja, da muss man unter Umständen laut lesen und sich selber dabei zuhören.

Wann legt sich die KRR eigentlich mal eine eigene Staatsangehörigkeit zu? Wäre doch spaßig….

Wie wär’s mit: Kabinett referendarischer Regierungsformen?

Hört sich doch gar nicht mal so schlecht an, oder?

Zum Abschluss dieser Misere noch eine kleine Bemerkung über eine weitere Falschaussage der KRR. Dabei geht es um die Staatsangehörigkeit Australiens. Es wird behauptet, dass sich diese ähnlich wie im BRD Dokument unter Staatsangehörigkeit: „deutsch“„australisch“ in den Dokumenten Australiens verzeichnet sei.

Und wieder ein gezielter Treffer ins Fettnäpfchen.

Auf den Seiten des Auswärtigen Amtes findet man mehr über die Regierungsform des Landes Australien.

Die Regierungsform lautet wie folgt:

Regierungsform Australien:

Parlamentarisch-Demokratische Monarchie im Commonwealth of Nations

Staatsoberhaupt: Ihre Majestät Elizabeth II, Königin von Australien

Bei königlichem Hoheitsgebiet verhält sich die Staatssouveränität anders als bei Staaten wie den USA.

Politisches System Deutschlands

Aus (wikipedia)

Die Verfasser des Grundgesetzes haben aus dem Ende der Weimarer Republik Konsequenzen gezogen und den damals herrschenden Positivismus (alle Regelungen können geändert werden) und einen Teil des Grundgesetzes zu Naturrecht, zu überpositivem Recht gemacht. Diese Unveränderlichkeit wurde in Art. 79 Abs. 3 GG festgeschrieben und gilt für Artikel 1 GG (Menschenwürde), Artikel 20 GG (Strukturprinzipien) und der Gliederung in Länder, sowie deren Mitwirken bei der Gesetzgebung.

Ein weiterer Ansatz der wehrhaften Demokratie ist die Möglichkeit, Gegnern der verfassungsmäßigen Ordnung Grundrechte abzuerkennen, sowie Parteien und sonstige Vereinigungen zum Schutz der Verfassung zu verbieten. Ein weiteres Mittel zum Schutz sind strafrechtliche Bestimmungen.

Mit den Notstandsgesetzen wurde in Art. 20 Abs. 4 GG als Ultima Ratio noch ein Widerstandsrecht der Bevölkerung »gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen« eingeführt.

Auch interessant dazu ist:

Aus (wikipedia)

Die Bundesverfassung der Bundesrepublik Deutschland erhielt den Namen Grundgesetz. Dies sollte den provisorischen Charakter hervorheben, da es sich nur um eine Übergangsverfassung bis zur Gründung eines gesamtdeutschen Staates handeln sollte.

Weitere Informationen:

Rat der australischen Regierung

http://www.dpmc.gov.au/docs/Coag_framework.cfm

Die Verfassung ist hier zu finden

http://www.aph.gov.au/senate/general/constitution/index.htm

Anerkannte, unabhängige Staaten

Die folgende Liste umfasst 44 Monarchien, davon 43 von den Vereinten Nationen anerkannte unabhängige Staaten sowie der Vatikan (kein Mitglied der Vereinten Nationen, weil offiziell nicht der Vatikan als staatliches Völkerrechtssubjekt, sondern der Heilige Stuhl die diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten hält). Folglich sind etwa 23,3% der anerkannten unabhängigen Staaten Monarchien. Die Liste der unabhängigen souveränen Monarchien umfasst derzeit folgende Staaten:

Um auf die Staatsangehörigkeit von in der BRD lebendendeutschen Staatsbürgern zurückzukommen. Nein, ich werde es nicht schreiben, dann bin ich gleich wieder in der „braunen“ Schublade verschwunden. Wobei ich reichlich wenig dafür kann, dass die Angelegenheit nun mal so ist wie sie ist.

Aber der Link wird vielleicht helfen, die Sache weniger dramatisch zu sehen. Denn wenn man weiß, dass das deutsche Reich nichts mit dem Nationalsozialismus, Hitler und Holocaust, Kriegsverbrecher und Co zu tun hat, wird es für den einen oder anderen auch leichter sein, sich ohne Verfolgungswahn des eigenen Gewissens der Sache zu nähern und etwas über das Land in dem man lebt zu erfahren und die Geschichte des Römischen Reiches zu verstehen.

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