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G8 – alle Jahre wieder –

Der Tageskommentar (7.Juli 2008) von Michael Winkler ist es wieder einmal wert auf die Titelseite eines seriösen Blattes zu kommen, aber da es heute an Seriösität besonders was die Medien angeht mangelt, bleibt mir nichts anderes übrig, als die Seite von Michael zum Lesebefehl auszurufen.

Der Tageskommentar von Michael Winkler

7. Juli 2008

Sieben der acht G8-Staaten beabsichtigen, zur Sicherung ihrer Energieversorgung neue Kernkraftwerke zu bauen. Dasjenige, das unter einer Frau Merkel leidet, könnte zwar die besten und sichersten Kraftwerke bauen, zieht es aber vor, aus dieser Technologie aus politischen Gründen auszusteigen. Die Frage ist: Dürfen die das? Der Morgenthau-Plan wurde ja zu Gunsten besserer Ausplünderungstechniken zeitweise ausgesetzt. Wenn nun die deutsche Industrie unter immer teuerer werdenden Strom leidet, wer soll dann die Finanzierung der EU und Israels erwirtschaften? Wir dürfen also davon ausgehen, daß der Atomausstieg nicht von Dauer sein wird. Ob der deutsche Umweltminister das schon gemerkt hat, kann ich leider nicht sagen. Aber der muß ja sowieso nicht informiert werden, dafür ist er zu unwichtig. Seine Chefin Merkel wird tun, was man ihr sagt – wie immer.

Im Gegensatz zu den Regierigen in Berlin denkt deren vorgesetzte Behörde darüber nach, die eine oder andere Erleichterung bei den Energiepreisen einzuführen. Gut, es ist nichts Neues dabei, das wurde alles von irgendwelchen Schwanzlurchen in der deutschen Politik bereits vorgeschlagen, aber jetzt, wenn es vom Politbüro kommt, dürfen wir wenigstens ein bißchen hoffen. Konkret wird über Sozialtarife gesprochen, außerdem eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas. Sollte die EU das anordnen, hat der Bundesfinanzminister schon eine Ausrede, warum er 2011 doch keinen ausgeglichenen Haushalt schaffen wird. Es sei denn, er erhöht anderweitig die Steuern. Da sind sie ja recht erfindungsreich, die Herrschaften.

Der Bundesbauminister plant eine Anzahl Windparks in der Nord- und Ostsee, als Alternative zu den Atomkraftwerken. Wie schön, dann können wir ja künftig die Windstärke in Kilowatt messen. Obwohl, bei zuviel Wind müssen die Dinger abgeschaltet werden, weil es sie sonst zerreißt. In der Gegend sollen hin und wieder Schiffchen herumgondeln, die einen ganzen Windpark auf einmal abrasieren können. Sollte eine Reparatur nötig werden, müssen die Techniker irgendwie mit ihren schwimmenden Werkstätten hinkommen. Ansonsten fällt der Strom an der Küste an und muß ins Landesinnere transportiert werden. Nach Hamburg geht das ja noch, nach Köln wird das schon schwierig, für Frankfurt sieht es schlecht aus und für München und Stuttgart bräuchte man Supraleiter. Da trifft es sich wirklich gut, daß es in Bayern und Baden-Württemberg so gut wie keine Industrie gibt.

Da kann ich Herrn Winkler nicht wiedersprechen. Nebenbei bemerkt, möchte ich leinen Lesern auch den „Pranger“ empfehlen. Dieser erscheint jede Woche und ist ein MUß für jeden selbstdenkenden.

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