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Dr. Albert Hofmann, der Vater des LSD ist im 102 Lebensjahr verstorben

“LSD-25 – Albert Hoffmann” steht auf dem Radweg und ein paar Meter weiter, kurz vor dem Geländer mit Blick gen Westen bekennt jemand: “My mind is shot!” Albert Hoffmann ist nicht der Gründer einer Berliner Getränkeladen-Dynastie, bei dem sich die halbe Stadt mit Hartalk eindeckt, sondern der Erfinder von Lysergsäure Diäthylamid – LSD also.

Ein harmloser Schweizer Professor, der 1943 beim Radfahren wundersam vom Weg abkam, als er die psychoaktive Wirkung seiner Substanz zum ersten Mal erlebte. Dann traf er auf einen Ex-Harvard-Professor namens Timothy Leary, der das Zeug an Universitäten verteilte und die Dinge nahmen ihren Lauf…

Aus der medizinischen Forschung wurde die Droge der Hippie-Generation: Der Wirkstoff Lysergsäurediäthylamid (LSD) sollte ursprünglich als Mittel zur Behandlung psychischer Krankheiten dienen. Sein Entdecker Albert Hofmann starb am Dienstag im Alter von 102 Jahren in seinem Haus in Burg im Kanton Basel-Land.

„Ich stellte die Substanz als eine Medizin her“, sagte Hofmann viele Jahre nach seiner Entdeckung im Jahr 1938. „Es ist nicht meine Schuld,

dass die Leute das missbraucht haben.“

Und daran hatte er auch keinerlei Schuld. Ursprünglich wurde damit Menschen geholfen sich wieder des Lebens zu öffnen, Geistig behinderten Menschen so therapieren zu können..

, Albert Hofmann

Hofmann wollte für den Konzern Sandoz ein Mittel zur Behandlung von Schizophrenie und anderer psychischer Krankheiten entwickeln. Das LSD erwies sich im Tierversuch aber als ungeeignet und wurde von den Forschern erst einmal zur Seite gelegt.

Erst am 16. April 1943 wiederholte Hofmann die Synthese von LSD und stieß dabei zufällig auf die erstaunliche Wirkung der Droge: Er hatte während der Herstellung etwas LSD durch die Haut aufgenommen.

Telepolis: Ein Gespräch mit Albert Hofmann
Hoffmann, Albert: LSD – Mein Sorgenkind


(sueddeutsche.de/AP/pak)

  1. jakebaby1
    2. Mai 2008 um 16:20

    Ich war durchaus schockiert, als ich vor ein paar Tagen die Bilderschau zum Tod von Hofman auf NZ sah.
    So gut wie kein negatives Wort ueber LSD.
    Gestern gabs dann den dazugehoerigen Artikel und der war noch beschissener.

    Da muss ich mich ernsthaft fragen, was das wohl werden soll. Ein allgemeiner Anreiz?
    Gibt es denn nicht schon genug boesartige Drogen und auch ansonsten fast generel Negatives auf diesem beschissen menschlichen Teil dieses Planeten?

    Da wird jetzt tatsaechlich noch LSD glorifiziert, und wenn dem ganzen dann noch spirituelles, goettlich-paradisisches mystisches oder sonst ein Scheiss verpasst wird dann kommt mir glatt das Kozn.

    Um das ganze ueberhaupt diskutierfaehig zu gestalten sollte sich diesbezueglich jeder ganz an die Anweisungen des ’nutty Professor‘ halten, welche er Aerzten vor der Verabreichung von LSD an Patienten nahelegte.
    Selbst reinziehen! … und ab geht die Post.

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