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• Verschacherte Kontodaten • Wie Firmen ohne Erlaubnis Geld abbuchen •

Viele Verbraucher nutzen das Lastschriftverfahren, um Miete, Strom oder Versicherungen bequem zu bezahlen. Doch immer häufiger kommt es vor, dass Unternehmen ohne Einzugsermächtigung ganz dreist auf Konten zugreifen und für Leistungen abbuchen, die die vermeintlichen Kunden nie erhalten oder nie bestellt haben. Und Banken können dies offenbar nur schwer kontrollieren.

Handel mit Kontodaten

„Mit Kontodaten wird sehr viel Schindluder betrieben, es findet ein regelrechter Handel statt“ so Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter in Schleswig-Holstein. Jedoch ist es oft schwer nachzuvollziehen, wie die Unternehmen an die persönlichen Kontodaten gelangt sind. Für Datenschützer Weichert ist vieles möglich: „Entweder man kauft sich sie sich bei einer anderen Firma oder man telefoniert mit dem jeweiligen Betroffenen und tut so, als wüsste man schon eine ganze Menge und fragt mal ganz unschuldig nach, wie war noch mal ihre Kontonummer? Oder man beschafft sich die Daten nebenbei in einem Formular für ein Kreuzworträtsel.“

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Kontoauszüge regelmäßig kontrollieren

Deswegen ist es auf jeden Fall ratsam, sehr vorsichtig mit der Herausgabe von persönlichen Daten, insbesondere den Kontodaten, zu sein. Wenn es sich zum Beispiel um ein unentgeltliches Angebot handelt, haben Kontodaten in dem Vertrag nichts zu suchen. Wenn ein Unternehmen nur mit einer Postfachadresse auftritt, ist absolute Vorsicht geboten. Es lässt sich nämlich nur schwer erkennen, ob sich dahinter Scheinfirmen verstecken. Auch sollten EC-Karten Belege nicht achtlos weggeworfen werden, besser abheften oder sicher entsorgen. Ganz wichtig ist es, regelmäßig die Kontoauszüge zu kontrollieren. Falls sich auf den Auszügen eine unberechtigte Abbuchung befindet, sofort zur Bank gehen und diese problemlos innerhalb von sechs Wochen zurückholen lassen. Für Datenschützer Weichert besteht „ein großes Problem darin, dass viele Betroffene sich nicht zur Wehr setzen, es einfach hinnehmen, vielleicht noch eine Rückbuchung vornehmen, aber sich nicht an die zuständigen Stellen Polizei und Datenschutzbehörden wenden“. Dies ist aber dringend notwendig.

Bank kämpft gegen Verrat von Kontodaten im Web
Zweite Bank im Visier der Fahnder


Quellen:

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,SPM13456_OFF30,00.html

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,SPM13456_VID4606064,00.html

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4606812,00.html

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