Startseite > Allgemein, Gesellschaft, Internationale Politik, NGO / WTO, NWO, Staatenbund / Kolonie > • Mugabes Frontalangriff • „Nieder mit den Briten“

• Mugabes Frontalangriff • „Nieder mit den Briten“

Auf NTV gibt gab es am Freitag, 18. April 2008 folgendes zu lesen:

Simbabwes Präsident Robert Mugabe ist zurück: Seinen ersten Auftritt nach dem Wahldebakel nutzte er in alter Manier zu einem Frontalangriff auf die frühere Kolonialmacht Großbritannien. Unter dem wachsenden Druck, das Ende seiner Herrschaft einzugestehen, schürte der 84-Jährige die Angst, das ehemalige Rhodesien drohe wieder in fremde Hände zu fallen. In seiner Rede vor 15.000 Anhängern zog Mugabe alle Register des Befreiungskampfes, für den er auch nach fast 30 Jahren noch immer in vielen Teilen Afrikas verehrt wird.

„Nieder mit den Briten. Nieder mit den Dieben, die unser Land stehlen wollen“, rief er den Menschen zu, die zur Feier des Unabhängigkeitstages ins Stadion Gwanzura am Stadtrand von Harare gepilgert waren. Mugabe beschimpfte und beleidigte die ehemaligen Kolonialherrscher, er warf ihnen vor, seine Gegner zu bezahlen und die Menschen wieder zu unterjochen.

„Wie Vieh gehandelt“

„Sie sind wie Diebe, die ihre Lakaien schicken, um unser Volk mit Geld zu verwirren“, erklärte Mugabe. „Sie haben ihre Taktik verändert und wenden heute raffiniertere Methoden an. Sie benutzen ihr Geld, um die Menschen zu kaufen und gegen ihre Regierung aufzubringen. Wir werden wie Vieh gehandelt.“

In den ersten Tagen nach der Wahl vor drei Wochen hatte es einige Tage lang so ausgesehen, als ob Mugabe das Signal des Volkes verstanden habe, das ihm die Rechnung für jahrelange Misswirtschaft und Unterdrückung präsentiert hatte. Mugabes Partei Zanu-PF verlor auch offiziellen Angaben zufolge erstmals die Mehrheit im Parlament. Das Ergebnis der Präsidentenwahl hält die Regierung aber noch immer zurück und lässt einige Wahlbezirke nun neu auszählen. US-Präsident George W. Bush hatte Afrika aufgerufen, den Konflikt offen beim Namen zu nennen und eine aktive Rolle zu übernehmen. Nun schlug Mugabe zurück.

Demonstrative Fröhlichkeit

„Simbabwe wird nie mehr eine Kolonie werden. Wir werden niemals zurückweichen“, erklärte er unter dem Jubel des Publikums, das ihn wie in alten Zeiten feierte. Gruppen in traditionellen Kleidern sangen und tanzten zu Liedern, die an den Unabhängigkeitskrieg erinnerten. Die Zuhörer kamen in T-Shirts mit dem Porträt Mugabes und versprachen auf Plakaten, Simbabwe gegen die Imperialisten zu verteidigen.

Die demonstrativ fröhliche Atmosphäre im Stadion stand in auffallendem Kontrast zur Lage im restlichen Land: Vor den Toren patrouillierten zahlreiche Polizisten in den Straßen von Highfield, das als Hochburg der Opposition unter Führung von Morgan Tsvangirai gilt. Mugabe hat das Land wirtschaftlich zugrunde gerichtet und den Menschen fehlt es an Wasser, Nahrungsmitteln, Strom und Arbeit.

Die britische Botschaft in Harare veröffentlichte kurz nach der Rede Mugabes eine Erklärung, in der sie vor zunehmender Gewalt warnte: Es gebe immer mehr Berichte von Übergriffen gegen Vertreter der Wahlbehörde und Anhänger der Opposition.

Afrika Der geschundene Kontinent

Qullen:

http://www.n-tv.de/951111.html

  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s