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Hirnforschung ändert das Bild vom Menschen ? Philosoph fordert Bewusstseins-Ethik

Welt-Online 15. Juni 2000, 00:00 Uhr Von Norbert Lossau

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Berlin ´? „ Das menschliche Bewusstsein wird noch in diesem Jahrhundert technologisch verfügbar.“ Darüber sind sich Professor Christof Koch vom California Institute of Technologie in Pasadena und der an der Universität Essen lehrende Philosoph Thomas Metzinger einig. Die beiden Wissenschaftler diskutierten beim Einstein-Forum in Berlin die „neurobiologischen Grundlagen des Bewusstseins“ und versuchten dabei auch den Brückenschlag zwischen Natur- und Geisteswissenschaft. Der amerikanische Hirnforscher und
Physiker Koch arbeitet mit dem Nobelpreisträger Francis Crick zusammen, dem Mitentdecker des wendelförmigen Erbmoleküls DNS. Sie beide sind davon überzeugt, dass es im Gehirn eine Gruppe von Nervenzellen gibt, deren Aktivität für die bewusste Wahrnehmung bestimmter Qualitäten verantwortlich ist. So sei beispielsweise ein bestimmtes Neuron dafür verantwortlich, ob wir bewusst die Farbe „Rot“ wahrnehmen.Koch ist bei seiner Suche nach den „Bewusstseinsneuronen“ bereits fündig geworden. So will er bei Versuchen mit Affen Nervenzellen entdeckt haben, die für das Wiedererkennen von Personen verantwortlich sind. Den Versuchstieren wurden wiederholt Dutzende Bilder verschiedener Gesichter präsentiert, doch nur ein einziges Foto ? es war zufällig das Antlitz von O. J. Simpson – erregte immer wieder ein bestimmtes Neuron. Es scheint, diese Nervenzelle habe sich darauf spezialisiert, O. J. Simpson wahrzunehmen.Sollten einzelne Neuronen tatsächlich für die Codierung komplexer Bewusstseinsinhalte verantwortlich sein, so ergäben sich in der Tat weitreichende Möglichkeiten für technische Manipulationen. „Es wird möglich sein, Bewusstsein von außen zu erzeugen“, ist Koch überzeugt, „wir werden virtuelle Realitäten schaffen, wenn wir diese Neuronen gezielt stimulieren.“Die meisten Prozesse im Gehirn laufen indes automatisch ab und werden uns überhaupt nicht bewusst ? etwa das parallele Nachführen beider Augen, wenn wir ein bewegtes Objekt verfolgen. Nur sehr wenig von dem, was wir tun, geschieht bewusst. Daher käme das Hirn, das insgesamt mehr als 100 Milliarden Nervenzellen birgt, vielleicht mit nur wenigen Millionen Bewusststeinsneuronen aus.Eine spannende Frage sei, ob man diese Neuronen „abschalten“ und damit unbewusste Zombies kreieren könne, die maschinenähnlich agieren. Und umgekehrt steht die Vision im Raum, das entschlüsselte „minimale neuronale Korrelat für Bewusstsein“ auf technische Systeme zu übertragen.„Das Bild vom Menschen ändert sich angesichts der Erkenntnisse der Hirnforschung fundamental“, kommentiert Metzinger die Arbeiten Kochs. Die Geisteswissenschaftler seien schon sehr irritiert, dass das menschliche Bewusstsein nun Forschungsgegenstand der Naturwissenschaft geworden sei.„Damit steigt der Arbeitsaufwand für uns Philosophen enorm“, gibt Metzinger schmunzelt zu. Es reiche nun nicht mehr, im stillen Kämmerchen über den Mensch als solchen nachzudenken, sondern es sei unabdingbar, die immer neuen Forschungsergebnisse der Neurowissenschaftler zu berücksichtigen, wenn man adäquate Beschreibungen suche. Außerdem stelle sich den Geisteswissenschaftlern mit großer Schärfe die Aufgabe, präzise zu definieren, was sich denn (noch) nicht von der Naturwissenschaft erklären lässt.Metzinger fordert angesichts der Entwicklungen in der Hirnforschung eine „Bewusstseinsethik“. Auch wenn es noch wie Science-Fiction klingen mag, so wäre es nicht zu früh, schon heute darüber nachzudenken, welche Bewusstseinszustände überhaupt wünschenswert seien. In der sich abzeichnenden „Bewusstseinskultur“ würde sich beispielsweise die Frage stellen, mit welchem ? künstlich erzeugten – Bewusstsein ein Mensch sterben solle.Koch ist davon überzeugt, dass es sogar ein spezielles Neuron gibt, dessen Aktivierung uns das Gefühl vermittle, frei zu handeln. Ob es darüber hinaus tatsächlich so etwas wie Freiheit gäbe, vermag er jedoch „wissenschaftlich nicht zu entscheiden“. „Die Willensfreiheit ist durch die experimentellen Daten unter harten Beschuss geraten“, fasst hingegen der Philosoph die Forschungsresultate der Hirnforscher zusammen.Die meisten Menschen, sind sich Koch und Metzinger bewusst, würden auf die Erkenntnisse der Hirnforschung mit Ablehnung und Skepsis reagieren, doch die andere Seite der Medaille sei eben auch, dass neue Behandlungsmethoden für zahlreiche psychiatrische Erkrankungen möglich werden könnten. Sogar das amerikanische Militär fördert jedenfalls Christof Kochs Arbeiten finanziell.
Dieser Bericht ist zwar nicht der aktuellste und ist auch ganz nebenbei nicht die ´message´ Man achte einfach mal darauf, woher in deutschen Texten wo immer man sie findet, kommen diese Forscher überhaupt. In diesem Fall wie so oft ein Amerikaner. Zu amerikanischen Hirnforschern bleibt mir nur noch ein fader Nachgeschmack der letzten Beiträge über geheime verdeckte Forschungsgebiete in Sachen Gehirnforschung, die im Namen der „Wissenschaft“ , CIA und deren Gehirnlosen Marionetten in Auftrag gegeben werden.
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„MKULTRA“ hieß das Geheime Militär Programm der CIA in den 60er Jahren. Man wollte den perfekten Soldaten züchten. Die Experimente wurden auf die Zivilbevölkerung übertragen, ohne dass diese das damals wußte. Ziel war einen Attentäter zu schaffen, der jeden Befehl ohne nachzufragen und ohne zu Zögern ausführen sollte. Noch heute leiden viele Menschen an den Spätfolgen dieser unmoralischen Experimente um die Kontrolle der Gedanken zu erreichen.
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