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≡ Jobangebote jenseits der Moral ≡ TIPP≡

Ein Beispiel zur Ausbeutung der Menschen die der Arbeitslosigkeit noch mit Motivation zu entrinnen versuchen. Nach dem Besuch einer Firma Namens „ Aqua Vital vergeht jedem Menschen jeglicher Mut und die Motivation schwindet zunehmend aufgrund der Vorgehensweise diverser Firmen die nur ein Ziel vor Augen haben. Sie beuten die Menschen regelrecht aus. Die folgenden Absätze werden auch jenen Festangestellten das bangen um den bestehenden Job vor Augen führen und das fürchten Lehren

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Quelle: http://forum.kijiji.de

[…]Ich bin eigentlich niemand, der sich negativ über Firmen ablässt, aber was da passiert, ist eine Frechheit!

Ich durfte es im August wahre 3 Tage erleben.
Ich sah eines Tages eine Stellenanzeige von einer Firma in der Ortszeitung, dass Mitarbeiter mit angenehmer Telefonstimme ZUR VEREINBARUNG VON TERMINEN MIT DEREN GESCHÄFTSPARTNERN gesucht wird. Es wurde mir auch später am Telefon vermittelt, dass es sich angeblich nicht um Verkauf oder ähnliches handeln würde.
Nun gut, die Anzeige sah meines Erachtens relativ seriös aus, und ich rief sofort dort an. Eine nette Frau meldete sich am Aparat und bot mir auch sofort einen Vorstellungs-Termin für den nächsten Tag an. Ich erschien dort und führte ein wirklich nettes Gespräch mit einer hübschen,sympatischen Dame. Sie bot mir einen Schulungstag und 2 darauffolgende Probearbeitstage zum Reinschnuppern an, und versicherte mir immer wieder, dass wenn ich engagiert arbeite und mich als zuverlässig erweise, dass ich dann eine echte Chance auf eine Vollzeitstelle hätte. Dass es nur am mir läge und ich so rasch der Arbeitslosigkeit entfliehen könnte.
Wie gesagt, das Gespräch verlief prima und ich entschloss mich, diese Chance wahrzunehmen.

Direkt am nächsten Tag erschien ich wie verabredet vor dem Schulungsgebäude. Mit mir waren noch ca. 20 weitere Personen erschienen. Um 8 Uhr begann dann die Schulung. Es wurde das „Geschäft“ per Projektor präsentiert, inklusive eines arg langweiligen 30 minütigen Filmchens. Dann hat jeder Teilnehmer eine Firmen-Mappe bekommen, wo alles notwendige über die Firma und unseres Arbeitsablaufes drin stand. Das wichtigste war aber der Gesprächs-Leitfaden, also das was man dem Kunden erzählen soll.
Also wie sich schnell herausstellte, sollte unsere Aufgabe sein, Kunden (Firmen) anzurufen und ihnen einen Wasserspender von Aqua Vital zum 14-Tage-Testen (kostenlos) aufzuschwetzen. Also NICHTS wie in der Stellenanzeige beschrieben von wegen Termine mit Geschäftspartnern verabreden. Alles nur Lüge um die Leute nicht gleich abzuschrecken und sie zum bewerben zu bewegen.

Ich mach mal weiter. Diese „Schulung“ ging bis 12 Uhr. Dann folgte erstmal eine Mittagspause von einer Stunde. Um Punkt 13 ging es dann weiter. Und zwar gingen wir im Gebäude eine Treppe hoch in den Arbeitsraum bzw. ein gesonderter Arbeitsraum, wo alle „Testkandidaten“ sitzen. Dort saßen schon ca. nochmal 20 Leute, die schon bei der Arbeit waren. Wie sich später herausstellte waren diese Personen gar schon seit über einer Woche am „Probearbeiten“ bzw. noch in einer „Bewährungszeit“. Mir kam sofort ein sehr unwohles Gefühl in den Bauch, als ich den Raum betrat. Naja, wir wurden aufgefordert, uns an den Arbeitsplatz zu setzen, der jedem zugeteilt wurde. Dieser Platz sah auch wirklich seriös und modern aus. Flachbildschirme, Head-Set, und alles sauber. Und alles nur junge Leute dort. Ich setzte mich an meinen zugewiesenen Platz und durfte auch sofort anfangen zu arbeiten. Keine Einführung mehr, sondern sofort loslegen, die Kunden anzurufen/nerven. Natürlich hatte jeder von uns vor dem ersten Anruf noch etwas Scheu, aber ich biss auf die Zähne und traute mich sogar, als aller ester von allen „Neuen“ nen Kunden anzurufen. Als dann das erste Telefonat vorbei war, war die Scheu auch schon so gut wie weg. Mir machte es sogar anfangs Spaß. Schaffte in den 4 Stunden bis 17 Uhr immerhin auch schon, einer Firma nen Wasserspender zum Testen aufzuplappern. Das hat immerhin auch kaum jemand von uns neuen geschafft. So ging ich dann stolz um 17 Uhr nach Hause und war voller Power und Motivation, da ich halt „noch“ ein wirkliches Hoffen auf eine feste Arbeitsstelle hatte.

Der zweite Arbeitstag lief ohne nennenswertes ab. Am dritten Tag sollten wir dann irgendwann während der Arbeitszeit bescheid bekommen, ob es was wird mit nem Vertrag oder eben nicht. Übrigens habe ich ganz vergessen zu erwähnen, dass man mindestens 6 „Neukunden“ pro Tag gewinnen solle, sonst würde das wohl nichts werden mit einer langwiedrigen Beschäftigung. So deutlich wurde es aber niemals von einem Vorgestzten erwähnt, jedoch erfur ich es von „Mitarbeitern“. Diese 6 Neukunden waren so gut wie unmöglich zu schaffen. Ich weiß gar nicht mehr, aber glaube, man hat mehrere Hundert Firmen pro Tag angerufen, aber egal was man denen erzählt hat, so gut wie jeder hat gar nicht erst zugehört und sofort abgelehnt oder gar direkt aufgelegt. Naja, ich weiß ja selbst wie ich mich immer wieder fühle, wenn ich von solchen „Unternehmen“ wie beispielsweise Lotterien oder ähnliches Tag für Tag angerufen werde. Deshalb war mir meine „Arbeit“ irgendwie sogar in manchen Situationen kurz etwas peinlich.

Nun gut, um mal keinen noch längeren Roman zu schreiben…
Am dritten Tag hatte ich 3 „Neukunden“ erreicht, was im Schnitt aller schon recht ordentlich war. Ab 15 Uhr habe ich dann während der Arbeit immer wieder auf die Uhr geschaut und drauf gewartet, dass man mal anfängt, jedem zu erzählen, was jetzt Sache ist. Ab 16:30 Uhr ! wurde dann so langsam damit angefangen, Bewerber pro Bewerber mit vor die Tür zu bitten, um ihm zu erzählen, wie bzw. ob es jetzt überhaupt noch weitergeht. Die ersten kamen schon mit etwas hängendem Mundwinkel wieder in den Raum, da dachte ich mir schon „aha, die wurden wohl nicht genommen“. Habe meiner Chance aber zu jeder Zeit eigentlich sehr optimistisch gesehen, da ich wirklich engagiert und vollem Ergeiz bei der Sache war. Dann um 17 Uhr ! (also Feierabend) kam ich endlich an die Reihe. Die Frau rief mich auf, ich solle ihr nach draußen vor die Tür folgen. Draußen dann setzten wir uns auf Stühle und sie fragte mich freundlich, wie es mir denn gefallen würde und welchen Eindruck ich von dieser Tätigkeit gewonnen hätte. Ich erzählte ihr dann natürlich, dass es mir recht Spaß machen würde und ich einiges an Motivation verspüre, noch erfolgreicher in Sachen Kundengewinnung zu werden, und ich mir diese Tätigkeit schon vorstellen könne. Sie nickte jedes Mal sehr freundlich mit einem Lächeln auf dem Gesicht und lies mich schön erzählen. Dann kam es. „Herr…, ich muss Ihnen leider sagen, dass sie für diesen Job bzw. zumindest für unsere Firma nicht geeignet sind. Wünsche Ihnen für Ihren weiteren Werdegang wirklich alles Gute!“ Ich traute meinen Ohren nicht so recht, was ich da gerade gehört habe. Damit habe ich nun wirklich absolut nicht gerechnet. Ich versuchte trotzdem relativ gelassen zu wirken, schüttelte ihre Hand und verabschiedete mich sehr freundlich, was ich bis heute immer noch arg bereue, und mir immer wieder sage, warum ich mich so „dämlich“ verhalte habe und ihr nicht meine ehrliche Meinung ins Gesicht gesagt habe.

Nunja, also um es zusammenzufassen. Von diesen ca. 20 „Probearbeitern“ wurde 1 ! Person genommen, und einer weiteren wurden noch 2 weitere Probetage angeboten. Unentgeldlich, versteht sich. Das heißt, 18 bzw. 19 Personen inkl. mir haben 3 Tage umsonst für diese „Firma“ gearbeitet und Kunden angeschafft. Wie ich dann in den darauffolgenden Monaten festgestellt habe, läuft diese Zeitungs-Stellenanzeige WOCHE FÜR WOCHE! Und das lustigste ist, jedes mal abwechselnd unter einem anderen Firmennamen, welche anscheind alle für Aqua Vital arbeiten. So ist mir dann das Geschäftskonzept in den Kopf gekommen. Jede Woche der Selbe Ablauf. Etliche hoffnungsvolle Bewerber werden eingeladen, 3 Tage unentgeldlich für diese Verbrecher-Firma zu arbeiten und somit deren Kundenstamm immer weiter aufzubauen. Was ich noch vergessen habe, wenn man die Kunden/Firmen anruft, soll man sich niemals mit dem Firmennamen „Aqua Vital“ melden, sondern das mit „Firma AVM“ abkürzen, so dass die Kunden nicht sofort gleich schon VOR dem „Gespräch“ abgeschreckt werden.

Also, ich möchte hiermit Euch alle scharf vor dieser Firma (nehme dieses Wort ungern für diesen Dreck in den Mund) warnen! Bloß nicht drauf reinfallen und dort hingehen! Ich mein, Ihr könnt es gerne versuchen und Euch ein eigenes Bild von diesem Saftladen machen, aber Ihr werdet sehen, dass ich Recht habe. Natürlich hat man eine Chance, von 20-30 Leuten dann in ein (übrigens halbjähriges!) Arbeitsverhältnis genommen zu werden. Aber ob Ihr es bei dieser Chance 1 zu 20/30 riskieren und wahrscheinlich unentgeldlich 3 Tage arbeiten möchtet, dann bitte. Ich habe mir jedenfalls geschworen, nie wieder auf solche Bauernfängerei reinzufallen, indem ich schon erst gar nicht nochmal jemals 3 Tage umsonst arbeiten würde. 1 Probetag hätte es mit Sicherheit auch getan![…]

Quelle: http://forum.kijiji.de

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