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Kriminalisierung der Anti-Atom-Bewegung – Vorwurf:Bildung einer terroristischen Vereinigung

Auch hier findet man Dinge die nicht vergessenwerden sollten
Dass AtomkraftgegnerInnen nicht nur unter Observierungen und Abhöraktionen zu leiden haben (vgl. FoR 4/00, 140), zeigte sich am 9. Oktober 2000: Bei einem Spaziergang auf dem Stichgleis zum AKW Biblis wurden drei Personen durch die Polizei unter dem Vorwurf des versuchten Anschlags auf öffentliche Einrichtungen und Bahnanlagen festgenommen. Die Castor-Gegner wurden erkennungsdienstlich behandelt und zur Abgabe von Speichelproben gezwungen, durch die ihre vollständige DNA rekonstruiert werden kann. Die Zeit des Polizeigewahrsams wurde für Hausdurchsuchungen bei den dreien benutzt, wobei auch Zimmer nichtbeteiligter Mitbewohner von der Polizei durchsucht wurden. Die Beute blieb mager: ein Computer, mehrere Flugblätter, sowie eine Ausgabe der anarchistischen Zeitschrift „Graswurzelrevolution“. Nach eintägigem Gewahrsam wurden die Atomkraftgegner wieder freigelassen, die Ermittlungen laufen jedoch weiter, nunmehr auch wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB).
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