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Freimaurerloge Propaganda Due (P2)

Ein Abschnitt über die P2 aus der Pdf pdf_download.jpg
Auch interessant zum Thema icon_weiter.gif hier
Nach dem Zweiten Weltkrieg hat kaum ein Skandal mehr den kriminelle
Charakter großer Teile der Freimaurerei enthüllt als die Machenschaften
der Freimaurerloge Propaganda Due (P2). Um dem interessierten Leser
einen Einstieg in die Materie zu geben, haben wir geeignet erscheinende
Auszüge aus den Darstellungen von Dr. Andreas von Bülow (dem
ehemaligen Bundesminister), E. R. Carmin und Juan Maler (der unter
seinem bürgerlichen Namen als Hauptmann in der Spionageabwehr der
Deutschen Wehrmacht diente) zusammengestellt:

Forschungs- und zwei im Verkehrsministerium. Dazu gelang das Eindringen in die Bank von
Italien mit Zugang zu wesentlichen Überseeverbindungen. Im einzelnen waren die
Mitglieder nur dem Großmeister Gelli bekannt.
Hinzu kamen die P2-Kontakte zur Banca Nazionale del Lavoro, einer Bank, über deren
Filiale in den USA später subventionierte Kredite des amerikanischen
Landwirtschaftsministeriums, die für die Förderung der Ausfuhr amerikanischen Weizens
bestimmt waren, rechtswidrig in Kredite für Waffenlieferungen an den Irak Saddam
Husseins in der Größenordnung von rund fünf Milliarden US-Dollar umgewandelt wurden.
Im Ergebnis habe es sich um eine Art Schattenregierung gehandelt, in der die P2, ein Teil der
Geheimdienste, die organisierte Kriminalität und der Terrorismus unmittelbar miteinander
verknüpft gewesen seien. Der förmliche Antrag eines amerikanischen Journalisten auf
Freigabe der CIA-Akte Gelli nach dem »Freedom of Information Act« wurde mit Hinweis
auf die Schutzwürdigkeit nationaler Interessen der Verteidigung und der Auswärtigen
Politik, aber auch der Methoden und Quellen der CIA abgewiesen.
Quelle: „Im Namen des Staates – CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der
Geheimdienste“ von Andreas von Bülow, München 1998 / 2000, S. 232 f
(…) Nach dem Auffliegen der Existenz der Loge Propaganda 2 im Frühjahr 1981 und der
damit unmittelbar im Zusammenhang stehenden vorübergehenden Verhaftung Calvis, und
nach dessen Verurteilung zu vier Jahren Freiheitsentzug und 16 Milliarden Lire Geldstrafe
wegen der illegalen Ausfuhr von (allerdings lächerlichen) 24 Millionen Dollar, wurde
Bischof Marcinkus von Johannes Paul II. zum Pro-Präsidenten der Pontifikalkommission,
also praktisch zum Regierungschef des Vatikan-Staates und damit automatisch zum
Erzbischof befördert; seine Stellung als Chef der Vatikanbank behielt er natürlich ebenfalls
noch jahrelang bei.


Jedenfalls konnte Calvi im Verein mit der Vatikanbank nach dem Tod Johannes Paul II.
seine haarsträubenden Betrügereien ungehindert, ja in verstärktem Ausmaß fortsetzen. Noch 1982, als sich die Schlinge nicht nur sprichwörtlich, sondern buchstäblich schon langsam um Calvis Hals legte, beauftragte der Papst den Ambrosiano-Chef mit der Neuordnung der vatikanischen Finanzen, und zwar angeblich mit den Worten: »Wenn es Ihnen gelingt, den Vatikan von diesen Schulden zu befreien, dann können Sie freie Hand bei der Neuordnung der Finanzen haben.« Mit den Schulden war etwa eine Milliarde Dollar gemeint, was in etwa genau der Summe der
Außenstände der Calvi-Banken entspräche… Mehr als 400 Millionen Dollar, also mehr als ein Fünftel der insgesamt abhanden gekommenen Summe von 1,3 Milliarden Dollar, sind erst nach Lucianis mysteriösem Tod in einem nicht weniger mysteriösen Panama-Dreieck verschwunden. Wie mächtig der Einfluß der Propaganda 2 war und ist, läßt sich daran ersehen, daß Calvi ungeachtet seiner Verurteilung im Juni 1981 (er kam natürlich gegen Kaution auf freien Fuß) an die Spitze der Ambrosiano zurückkehrte und vom Aufsichtsrat einstimmig wieder als Generaldirektor bestätigt wurde. Noch 1982 überwies Calvi direkt von der Mailänder Mutterbank 470 Millionen Dollar nach Peru, von wo aus sie wieder klammheimlich auf mehrere Nummernkonten der Propaganda 2 in der Schweiz weitergeleitet wurden. Und nach dem Auftauchen der Liste mit den Namen der annähernd tausend P2-Logenbrüder, was zum Sturz der damaligen Regierung geführt hatte, weil sich darunter etliche amtierende Minister befanden, überwies Calvi wiederum 95 Millionen Dollar über eine Reihe bemerkenswerter Stationen – Rothschild in Zürich, Rothschild auf Guernsey und die Banque Nationale de Paris in Panama – an die panamesische Firma Bellatrix, ein Tarnunternehmen der Propaganda 2.

Zweifellos wäre es für die Propaganda 2 oder wohl auch für die hinter ihr stehende, »noch
mächtigere Organisation« überaus lästig gewesen, hätte das von Luciani geplante
Reinemachen im Vatikan seinerzeit tatsächlich stattgefunden, denn dann hätten sich die
Brüder andere Schleichwege für ihre Raubzüge und für ihren Kapitaltransfer suchen müssen – und zu diesem Zweck gab und gibt es eben nichts Besseres als das »Institut für religiöse Werke«.
1981 wurde offenbar, daß Licio Gelli und die Propaganda due nicht etwa nur versucht hatten, Italien unter ihre Kontrolle zu bekommen: Die Loge hatte Italien tatsächlich unter Kontrolle, und Gelli war Italiens heimlicher Herrscher. Ohne ihn lief nichts. Daß die Loge schließlich doch aufflog, zumindest eine kleine Spitze des Eisberges, war dem größenwahnsinnigen Leichtsinn Sindonas und Calvis zuzuschreiben und eben der Tatsache, daß nicht alle Menschen völlig korrupt sind und es auch der Loge wohl nicht möglich war, sämtliche nichtkorrupten Staatsanwälte, Richter und Finanzprüfer umzulegen. Darüber hinaus wäre es durchaus möglich, daß auch das Auffliegen der Propaganda due nur die äußere Erscheinung einer Auseinandersetzung im inneren Kreis der über der Loge stehenden Kräfte war, einer Auseinandersetzung, die nicht nur zwischen den Kapitalinteressen und Machtansprüchen der um die Rockefellers und Rothschild versammelten Gruppen stattfindet, sondern sich, wie Lincoln & Co zeigten, auch innerhalb der geheimnisvollen Prieuré de Sion. Immerhin hat Gelli auch danach noch eindrucksvolle Demonstrationen seines Einflusses geliefert, die auch die »ganz gewöhnliche Politik« betreffen. So setzten Gelli und Umberto Ortolani 1979 mehrere politische Hebel in Bewegung, um eine Verbindung zwischen dem früheren Regierungschef Andreotti und dem sozialistischen Parteiführer Craxi herbeizuführen. (Letzterer verteidigte Calvi nach dessen Verhaftung sogar im Parlament noch als italienischen Saubermann). Ungeachtet der Enttarnung der Loge waren diese Bemühungen – wenn auch mit Verzögerung – von durchschlagendem Erfolg gekrönt worden:

Bettino Craxi wurde italienischer Premierminister, und sein Außenminister hieß Andreotti.

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  1. Stephen Boy
    17. Mai 2011 um 17:44

    Die Loge P2 ist nur eine Exekutive.
    Von wem?
    Als Exekutive dient sie wohl der Destabilisierung der Demokratie und der Herstellung von Staatsordnungen royalistischer Prägung.

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