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„amerikanisch“ den Bogen überspannt (update pdf)

Die Hoffnung, nicht nur in Deutschland sondern im Internet rund um den Globus trägt ein Mann Namens Ron Paul. Die momentan an der „Strippe“ sitzende Hochfinanz im Schatten der Propaganda ist nicht nur Ron Paul ein Dorn im Auge. Allgemein der überspannte Bogen der aus den hinteren Reihen der US – Regierung stammt ist nicht im Sinne Paul´s.

Text: F.A.Z., 22.09.2007, Nr. 221 / Seite 11

  

21. September 2007 Um ihre politischen Ziele in Iran zu erreichen, setzt die amerikanische Regierung mit ihrer Finanzmacht die deutsche Wirtschaft in bisher ungekanntem Maße unter Druck. Mehrfach hat sie hochrangige Delegationen nach Deutschland entsandt. Kaum waren diese wieder zu Hause, zogen sich die großen deutschen Banken aus dem Irangeschäft zurück. Die Geschäfte deutscher Unternehmen zum Bau neuer petrochemischer Werke oder zur Lieferung neuer Produktionsstraßen für Automobile mögen ein Dorn im Auge Washingtons sein, doch nach deutschem, europäischem und internationalem Recht waren und sind sie legal. Nichts, was deutsche Unternehmen und Banken in Iran getan haben, verstieß gegen das Teilembargo der Vereinten Nationen.

Die amerikanische Regierung übte ihren Druck nicht auf die Tochtergesellschaften deutscher Banken in den Vereinigten Staaten aus, sondern auf die Mutterhäuser selbst, und das in Deutschland. Keiner weiß, welche Drohungen ausgesprochen wurden. Ein Vertreter einer Bank sprach von „Erpressbarkeit“. Tatsache ist, dass sich die deutschen Banken dem Druck beugten und sich „freiwillig“ aus dem Iran-Geschäft zurückgezogen haben. Selbst langjährigen privaten Stammkunden, die dem Regime fernstehen, kündigten sie die Konten. Ohne eine Finanzierung über die Banken werden keine Geschäfte mehr abgeschlossen, und ohne funktionierendes Bankwesen findet kein Außenhandel mehr statt. Eingetreten ist ein gefährlicher Präzedenzfall. Was heute gegenüber Iran praktiziert wird, kann morgen in China angewandt werden und übermorgen in anderen Märkten.

link2.gif Artikel FAZv21.9.2007pdf.jpg

OriginaltextDie Subprime-Bankenkrise(Pdf): «Gier frisst Hirn»

 

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