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VOR & NACHRICHTEN

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Vortrag – Politik und Propaganda in Deutschland

Ein besonderes Bonbon zu diesem Artikel: Ein Vortrag für jeden der besonderen Wert darauf legt, was uns der Stricherjournalismus einfach nicht bieten kann. Die Nutten der Gegenwart sind gratis und stehen nicht am schlecht beleuchteten Strassenrand. Sie sind immer zu Diensten, rund um die Uhr sieben Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr – kostet nichts – nur den Verstand. Beunruhigend ist, dass 50% der 2-Beiner mit einem “Verstand” nichts anfangen können.

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1. Die Propaganda wird mit erhabenen moralischen Gebeten und Beteuerungen vorgetragen. Sie rechtfertigt sich selbst durch ihre hohe „Moralität“.

2. Da Propaganda meist nicht Nachprüfbares aussagt, bringt sie auch meist keine logischen Beweise. Sie ersetzt Beweise durch die ständige Wiederholung immer derselben „Schlagworte“

3. Die Propaganda verheißt Wünschenswertes, Erfreuliches, ja sogar die Seligkeit. Sie vertritt das Prinzip „Hoffnung

4. Die Propaganda macht ihrer Zielgruppe Angst, etwas Gutes, Wertvolles oder sogar Notwendiges zu versäumen, wenn man ihr nicht folgt. Sie schürt die Angst vor dem „Zu-Kurz-Kommen“.

5. Die Propaganda droht mit Entsetzlichem. Sie verbreitet Schrecken, und das ist im täglichen Sprachgebrauch „Terror“

6. Die Propaganda zielt auf das Unterbewusstsein der Menschen ihrer Zielgruppe. Dazu verwendet sie die Sprache der „Mystik“.

7. Die Propaganda nutzt den Neid derer, die dies oder das nicht haben. Damit schürt sie die Habgier, den „Klassenhass“.

8. Die Propaganda setzt konkurrierende Gedanken, Lehren oder Religionen herab. Sie betreibt „Diskriminierung“.

9. Die Propaganda versucht, das kritische Urteil zu lähmen. Während sie für anderes und andere keine Nachsicht kennt, verlangt sie für sich „Toleranz“. (Man denke an Kohl: „Keine Toleranz für die Intoleranz!” der anderen!).

10. Die Propaganda bietet den Schutz der Gruppe, indem sie Andersdenkende aus der Gruppe ausschließt: „Ausgrenzung“.

11. Die Propaganda holt ihre Argumente, wo sie sie findet, ob sie nun stimmen oder nicht, ob sie wahr sind oder nicht, Hauptsache sie passen. Man nennt diese Art zu argumentieren „Rabulistik“.

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Medien, gleich welche Technik benutzt, gleich welcher Markt, bzw. Leserkreis, angesprochen wird, erfüllen immer dann ihre eigentliche Aufgabe, ihren Sinn und Zweck, solange sie von dem berichten, was dazu inszeniert wird. Sei dies Unterhaltung im engeren Sinne, sei es vom Sport, gesellschaftliches, sei es kirchliches, oder auch politisches. Solange Medien beliebige Informationen verbreiten, und sei die Berichterstattung und Aufbereitung noch so kritisch, werden die Informationen zuvor nicht aus der politisch vorgegebenen Scheinwelt gelöst und in die tatsächlich verfolgten Konzepte eingeordnet, so lange muss selbst die schärfste Kritik unwirksam verpuffen. Sie wird vom Markt letztlich genauso konsumiert wie alle anderen Darstellungen der gleichen Information.

Die Ursache dafür ist das über alle Märkte gespannte, „politisch korrekte“ Scheinbild. Dieses „politisch korrekt“ besagt nämlich nicht nur, dass Politik möglichst positiv kommentiert und verbreitet werden soll, sondern „politisch korrekt“ heißt weitaus tiefgehender, dass die vorgespielte Politik als real, also als korrekt, aufzufassen und zu vermitteln ist. So lange Informationen diesen geistigen Rahmen nicht verlassen, so lange Informationen nicht dazu verwendet werden, das damit tatsächlich verfolgte Konzept darzustellen, so lange erfolgt Berichterstattung immer „politisch korrekt“. Damit aber auch ist jede Aufdeckung der eigentlichen, der menschenverachtenden und hyperkriminellen politischen Machenschaften der als rechtsstaatlich bzw. demokratisch titulierten Politik ausgeschlossen, womit sie als solches auch keinem Markt, keinem Leser und keinem Fernsehzuschauer zu vermitteln ist. Kommt es vor, dass doch einmal Informationen jenseits der „political correctness“ vermittelt werden, so ist selbst dies völlig schadlos, da solchen Informationen jeder Zusammenhang fehlt, womit selbst solche Informationen, wenn schon nicht unverständlich, so doch immer unglaubwürdig, zumindest aber zweifelhaft sein müssen.

Eine Informationsverbreitung, die das Ziel verfolgt, über die tatsächliche Politik zu informieren, eine solche Informationsverbreitung steht immer jenseits jeder „politischen Korrektheit“. Denn einzig sie ist dazu geeignet, ein Gesamtbild der tatsächlichen Politik, jenseits jedes schauspielerischen Vortrags, jenseits jeder Umdeutung zu verbreiten, womit auf Dauer zwangsläufig das geschauspielerte Kunstbild zerstört und ein Bild von der tatsächlichen Politik dem Leser bzw. Zuschauer vermittelt würde. Eine solche Informationsweitergabe wäre damit geeignet, die so aufwendig konstruierte und verbreitete Weltanschauung von der positiven Demokratie und von der Existenz eines Rechtsstaates zu zerstören. Um solches zu erreichen, müsste über jede aktuelle Information nicht etwa kritisch berichtet, sondern sie müsste immer in Verbindung mit der tatsächlichen Politik dargestellt und an ihr orientiert werden. Sie müsste also nicht nur die einzelne Information, insbesondere aber nicht alle und solche, die einzig zur Unterhaltung oder Ablenkung produziert werden, sondern sie müsste auch permanent das tatsächliche Gesamtbild vermitteln.

Selbst wenn alle aktuellen Informationen und Berichte sich ausschließlich an der tatsächlichen Politik orientieren und ausrichten, würde dies selbst dann immer nur von denen verstanden, denen zumindest bekannt ist, dass es zwischen der weltanschaulichen Konstruktion und der politischen Realität erhebliche Unterschiede gibt. Also würden, selbst wenn die Berichterstattung bzw. Information bestens gestaltet und aufbereitet ist, damit immer nur solche Informationsempfänger angesprochen, die oft bereits selbst in der Lage sind, die Standardinformationen aus dem Scheinbild zu lösen und in die realen politischen Abläufe einzuordnen. Demnach erhielten sie mit einer speziell für sie aufbereiteten Darstellung letztlich nichts anderes, als eine Bestätigung. Nur müssen alle anderen, nur müssten all die, die es gewohnt sind, in der Scheinwelt zu leben, insbesondere aber in ihr zu denken, von abweichend aufbereiteten Einzelinformationen irritiert oder abgestoßen werden. Ein weltanschauliches Gesamtbild kann nicht mit einzelnen Informationen zerstört werden!

Medien und Berichterstattungen, die sich entschlossen haben, mit dazu beizutragen, dass endlich das wahre Gesicht der Politik auch von jedermann nicht abgelehnt, sondern angenommen wird, müssen ihre gesamte Darstellung und Informationsaufbereitung an dieser Problemstellung ausrichten. Wer dies nicht beachtet, der wird letztlich nichts anderes sein, als ein Medium auf einem speziellen und streng abgegrenzten Markt. Es reicht also nicht aus, mit dem informationsseitig behandelten Thema nur die „politisch korrekte“ Scheinwelt zu verlassen, um dann möglichst steril als Einzelpunkt realpolitisch dargestellt zu werden.

Nur wenn Themen und ihre politischen Konsequenzen immer von beiden Seiten, der „politisch korrekten“, weltanschaulichen Scheinwelt und der realpolitischen, behandelt werden, wobei unbedingt der dabei vollzogene gedankliche Wechsel permanent mit darzustellen ist – was den Leser, Zuschauer oder Zuhörer zwangsläufig in diesem Gedankenspiel, dem eigentlichen Zweck dieser Form der Informationsvermittlung, schult –, erst dann kann der Weg, aus dieser Art der Doppelbetrachtung, zur geistigen Befreiung aus der Scheinwelt führen. Dass dabei der Schwerpunkt der Kommentierung auf die realpolitische Seite gelegt werden sollte, versteht sich von selbst.

Also nicht nur Informationen von einer oder zwei Seiten beleuchten, sondern es muss immer auch der gedankliche Weg von der einen zur anderen Seite, quasi als „Beipack“, der eigentlichen Information angeheftet werden. Eine Befreiung aus einem geistigen, auf weltanschaulichem Niveau befindlichen Gefängnis kann niemals allein dadurch erreicht werden, dass jemand weiß, dass er in einer Zelle sitzt, und dass es auf der anderen Seite eine Freiheit gibt, sondern nur dann, wenn auch der Weg aufgezeigt wird, wie man aus der Zelle in die Freiheit gelangt. Nur dann überhaupt ist die Freiheit für den Zelleninsassen von Nutzen. Erst dann kann auch er den Wert der Freiheit erkennen und einschätzen, wonach es niemandem jemals gelingen wird, den Freigewordenen in seine Zelle zurückzubringen, um wieder von dort aus die Welt, insbesondere die Politik, zu betrachten. Dabei ist völlig gleichgültig, ob die Zelle von innen rot, grün, braun, blau, schwarz oder lila angestrichen ist.

Auch wenn mancher Weg mit edelstem Parkett belegt ist, man ist und bleibt in der Tat auf dem Holzweg, im wahrsten Sinne des Wortes. Und auf solchen Wegen ist noch nie ein vernünftiges Ziel erreicht worden!

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Der Vortrag hat eine Gesamtlänge von ca. 2 Stunden, von der sich meiner Meinung nach jede Minute lohnt.

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(Audio 55.9 MB)

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http://www.archive.org/details/Vortrag-PolitikUndPropagandaInDeutschland

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  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. 28. März 2009 um 06:27

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