Was die Chemiekonzerne verschweigen : Wissenschaftliche Sensation Reportage

Zitate aus dem Patent:

Die Möglichkeit, dass auch statische Elektrofelder einen Einfluss auf chemisch/physikalische Prozessabläufe in Lebewesen, insbesondere auch in frühen Entwicklungsphasen haben könnten, wurde dagegen bisher offenbar von vornherein ausgeschlossen. Entgegen der oben näher charakterisierten, gängigen Lehrmeinung ist es im Rahmen dieser Erfindung jetzt erstmals gelungen ein Verfahren zu entwickeln, mit dessen Hilfe es möglich ist, basierend auf einer Modifikation chemisch/physikalischer Prozessabläufe aufgrund der Einwirkung eines statischen Elektrofeldes, bei Fischen bleibende, wünschenswerte und nützliche Veränderungen zu induzieren. Der Mechanismus, der der erfindungsgemässen Verfahren zugrunde liegt, ist gegenwärtig nicht bekannt und bedarf künftiger Aufklärungsarbeiten.
Wider allen Theorien und daher äußerst überraschend zeigt es sich, dass die im Elektrofeld geschlüpften Jungfische gegenüber den Kontrollen über eine wesentlich erhöhte Befruchtungs- und Schlupfrate hinaus weitere vorteilhafte Eigenschaften aufweisen, die nunmehr auch nach Wegfall des Feldes zur Ausprägung gelangen und sich auf die weitere Entwicklung der Fische auswirken.” Im ARD Fernsehen wurde am 05.10.92 um 21.00 in der Sendung Report, Südwestfunk Baden-Baden, über diese Erfindung der Firma Ciba-Geigy berichtet. Hier wurde auch gezeigt, dass dies Verfahren sich auch auf Pflanzen anwenden lässt. Die Firma hat jede Forschung hierzu eingestellt. Durch die Erfindung würden wahrscheinlich Pflanzenschutzmittel (Pestizide) eingespart werden. Ciba-Geigy ist weltweit der größte Hersteller für Pflanzenschutzmittel.

Europapatent EP 0351 357 A1 Anmeldetag: 15.06.89

Anmelder:
CIBA-GEIGY AG, Klybeckstr. 141
CH – 4002 Basel

Erfinder:
Dr. Guido Ebner, Bergstr. 5
CH – 5268 Eiken
und
Heinz Schürch, Hörnliallee 135,
CH – 4125 Riehen

 

Welche Gründe könnten eine Firma dazu bewegen die Forschung einzustellen?

Weitere Fakten: www.userpage.fu-berlin.de/~gerbrehm/nw/schuerch_01.pdf

Teil 1

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Chemiekonzerne bis der Weg sich kreuzte.

Im Jahr 1986 findet sich, was sich 22 Jahre später als das erweist was es heute ist.

Die Verabschiedung einer strikteren Handelsgesetzgebung mit dem Ziel, den amerikanischen Außenhandel wieder ins Gleichgewicht zu bringen hat Priorität. Präsident Reagan hat bisher die meisten Versuche abwehren können, über protektionistische Maßnahmen die heimische Industrie vor dem Wettbewerb der ausländischen Konkurrenz zu schützen. Aber Bentsen und viele andere Demokraten sehen die Zeit reif für Maßnahmen, die zu einem Rückgang des US-Handelsbilanzdefizits führen. „Wir haben eine Handelskrise”, sagt Bentsen, „und als erstes müssen wir diese lösen.

 

Republikaner John Danforth, der sich als „Falke” in Fragen des Außenhandels profilierte, hat die Idee, die „Federal Reserve Bank” über die Handelsgesetzgebung zu „mehr Aktivität” zum Ausgleich des Außenhandels zu verpflichten, damit die jetzigen Defizite verschwinden.

Auch in der Agrarpolitik wollen die Demokraten neue Wege gehen, um der Farm-Krise zu begegnen. Senator Patrick J. Leahy aus Vermont, der den Republikaner Jesse Helms aus North Carolina als Vorsitzender des Agrarausschusses ablöst, plant eine aktivere Rolle als sein Vorgänger bei der Formulierung der Agrarpolitik. Wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in den ländlichen Gebieten nicht verbessern, werden die Demokraten in zwei Jahren bei den Präsidentschaftswahlen dafür verantwortlich gemacht, argumentiert Leahy. Sein Interesse richtet sich auf einen Plan zur Beschränkung der Getreideanbauflächen, der im vergangenen Jahr im Agrarausschuß nicht durchkam. Von den Senatskandidaten in North Dakota und South Dakota wurde dieser Plan im Wahlkampf übernommen. Da beide gewählt wurden, scheint der amerikanische Nährstand den Plan gutzuheißen Seit Kriegsende zielt die amerikanische Agrarpolitik darauf ab, überschüssiges Getreide und andere Agrarprodukte zu exportieren. Der von den frisch gewählten Senatoren aus Dakota befürwortete Plan bedeutet einen Bruch mit dieser Politik. Anders als bei den bisher angewandten Maßnahmen zur Anbaubeschränkung wären die Restriktionen nicht freiwillig. Wenn sich bei einem Referendum aller Farmer eine Mehrheit für die Anbaubeschränkung eines bestimmten Agrarprodukts findet, würden jedem Farmer Produktionsbegrenzungen auferlegt. Die Erwartung ist, dass dadurch höhere Erzeugerpreise zu höheren Agrarpreisen führen und die Bundesregierung Ausgaben für die Subventionierung der Landwirtschaft einspart.

 

Hoechst, Bayer und BASF können nur in Amerika noch wachsen

Wie hatten es die amerikanischen Chemiekonzerne einst schön, als sie es nur mit einem einzigen deutschen Konkurrenten zu tun hatten: dem mächtigen IG-Farben-Trust.

Doch die Kriegssieger zerschlugen den Riesen und von da an existierten, wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes lakonisch feststellte, „drei mächtige deutsche Komplexe der Chemie, wo zuvor nur einer war”. Und diese drei großen – BASF, Bayer und Hoechst – machen regelmäßig durch spektakuläre Firmenkäufe auf sich aufmerksam.

Auf dem US-Markt haben die drei nahezu noch unbegrenzten Wachstumsmöglichkeiten. Zum einen liegt der Anteil ihres Weltumsatzes, den sie jenseits des Atlantiks erzielen, mit zwanzig bis 25 Prozent immer noch unter den dreißig Prozent, die die USA vom weltweiten Chemiegeschäft auf sich vereinigen. Zum anderen ist das Gewicht der Branchenführer in Amerika weitaus geringer als hierzulande. So kommen die drei größten amerikanischen Chemiekonzerne Du Pont, Dow Chemical und Monsanto – in den USA gemeinsam nur auf einen Anteil von vierzehn Prozent an ihrem rund 200 Milliarden Dollar großen Markt. Dagegen bringt es das deutsche Führungstrio in der Bundesrepublik zusammen auf respektable 34 Prozent. In Amerika hat selbst Hoechst nach der Übernahme von Celanese dagegen kaum mehr als zwei Prozent vom Geschäft mit Farben und Fasern, Kunststoffen und Pflanzenschutzmitteln.

Gestützt auf seine starke Forschung, gründete Bayer bereits 1954 gemeinsam mit Monsanto die Mobay Chemical Corporation in Pittsburgh, um mit ihren Polyurethan-Aktivitäten am Kunststoffboom zu partizipieren. Vier Jahre später ging die BASF mit Dow Chemical ein ähnliches joint venture ein. 1968 nahm der damalige Hoechst-Chef Karl Winnacker in Spartanburg in South Carolina, dem Zentrum der amerikanischen Textilindustrie, ein großes Trevirawerk in Betrieb. 1969 landete BASF mit dem Erwerb der Wytndotte Corporation seinen bis dahin größten Cup in den USA. 1974 schluckte Bayer die auf Blutplasma, Infusionslösungen und medizinische Instrumente spezialisierte Familienfirma Cutter in Berkeley/Kalifornien, ein Jahr später zog Hoechst mit dem Kauf von Foster-Grant (Kunststoffe, Folien, Sonnenbrillen) nach. 1978 angelte sich Bayer mit der durch ihren Marken-Bestseller Alka Selzer bekannt gewordenen Miles-Gruppe in Haart/Indiana (Vitaminpräparate, Diagnostika, Enzyme) seinen bislang größten Fisch.

Gemessen an der großen Zahl von Fehlstarts deutscher US-Investoren vollzog sich das Amerika-Engagement der Chemiekonzerne vergleichsweise geräuschlos.

Dass Partnerschaften im Verhältnis fünfzig zu fünfzig problematisch sind, weil eine eindeutige industrielle Führung fehlt, mussten auch BASF und Bayer mit Dow Chemical. und Monsanto erfahren. In beiden Fällen überließen die Amerikaner das gemeinsam gegründete Unternehmen schließlich ihrem deutschen Miteigentümer ganz.

 

Wir bleiben im Jahr 1986.

Fremde Gene gezielt in das Erbgut von Weizen oder Hafer einzuschleusen, stellt die Wissenschaftler immer noch vor Probleme. Beliebtes Transportmittel für fremdes Erbmaterial ist das Agrobacterium tumefaciens. Es kann in Pflanzenzellen eindringen und Teile seiner genetischen Informationen in das pflanzliche Erbgut einbauen. Gentechniker können dieses Bodenbakterium als eine Art trojanisches Pferd benutzen: Sie beladen es mit einem fremden Gen und schicken es dann in die Pflanzenzelle.

Beim Roggen erproben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln einen ungewöhnlichen Weg: Mit einer feinen Spritze injizieren sie ein Stückchen fremder Erbinformation direkt in die Blütenansätze der Roggenpflanze. Der Erfolg ist allerdings bis jetzt noch sehr gering: Die Roggenpflanzen, die Züchtungsforscher aus manipulierten Samen großziehen konnten, lassen sich bis jetzt noch an einer Hand abzählen.

„Rettung für Millionen” überschreibt die Bayer AG einen Hochglanzpapier-Artikel in ihrem Forschungsmagazin research. Die Rettung soll von „Pflanzen mit programmierten Eigenschaften” kommen. Wir brauchten sie, denn, so ist zu lesen: „Für fünfzehn Millionen Menschen gibt es in jedem Jahr keine Hilfe. Sie verhungern. Dimensionen, die jedermann erschaudern lassen: In nicht einmal vier Jahren wäre die Bundesrepublik Deutschland entvölkert.”

Bringt, nachdem die Grüne Revolution versagt hat, jetzt die Gentechnische Revolution die Rettung? Auf jeden Fall bringt sie eine Wende in der Politik vieler großer Konzerne.

In den siebziger Jahren soll, berichtet Money in der Zeitschrift development dialogue, die Royal Dutch Shell zusammen mit anderen Mineralölfirmen beim Massachusetts Institute of Technology in Cambridge eine Studie in Auftrag gegeben haben. Shell wolle wissen, in welche „ High- Technology” -Felder es in der Zukunft investieren solle. Die Antwort lautete: „ Genetic supply industry Nutztiere und Pflanzen.” Shell hat sich an die Empfehlung gehalten.

In Deutschland waren Saatgutfirmen traditionell Familienunternehmen. Das größte von ihnen, die Kleinwanzlebener Saatzucht AG (KWS), ist seit über hundert Jahren im Geschäft. Generationenlang hatten sich die Mitglieder zweier Familien aus Kleinwanzleben bei Magdeburg auf die Züchtung von Zuckerrüben kapriziert. Ciba-Geigy hatte bereits 1974 die amerikanische Firma Funk Seeds aufgekauft, Shell erwarb 1978 die englische Firma Nikerson Seeds Co. Heute besitzt Shell weltweit 69 Saatgutfirmen. Im Saatgutgeschäft engagieren sich auch Multis wie Sandoz, Monsanto, ITT, Union Carbide und Upjohn.

Ciba-Geigy, das in Basel das Friedrich-Miescher-Institut finanziert plante über diese Forschungsgruppe eine Zusammenarbeit mit den Kölner Züchtungsforschern. Auf der ganzen Welt dürften mittlerweile rund neunhundert Saatguthäuser von Agrar-Chemie-Konzernen übernommen worden sein.

Roberto Wilchepol, der bei Ciba-Geigy die „Subdivision Seeds” koordiniert, sagt: „Wir haben Probleme mit der Chemie.” Die Gründe dahinter sind die Kostensteigerungen in der Landwirtschaft, strengere staatliche Auflagen und ein wachsendes Umweltbewusstsein der Bevölkerung.

Wer sich im Jahre 2008 noch fragt was das alles mit der Menschheit zu tun hat, sollte weiterhin blind mit offenen Augen sehend durchs Leben irren.

Der Saatgutmarkt eröffnet den Konzernen da neue Möglichkeiten. Gentechnisch veränderte Pflanzen könnten eines Tages einen Teil der Herbizide und Pestizide ersetzen. Sie könnten aber auch im Paket mit den passenden Pflanzenschutzmitteln (und vielleicht gleich noch mit den passenden Düngemitteln) verkauft werden und so neue Marktanteile erschließen und alte halten helfen. Solche Pakete existieren bereits, allerdings nicht mit gentechnisch, sondern mit chemisch hergestellten Herbizidresistenzen. So haben Ciba-Geigy-Forscher die Samen von Sorghum, der „Mohrenhirse”, einer wichtigen Getreide- und Futterpflanze, mit einer dünnen chemischen Hülle umgeben. Diese Hülle schützt die Samen vor dem Ciba-Geigy-Herbizid Dual, das „Unkräuter” sehr effektiv vernichtet – aber bisher auch die Sorghum-Samen angriff. Zu Dual kauft der kluge Bauer jetzt gleich noch das richtige Sorghum-Saatgut: „Herbishield-safened seed”.

Aber nicht der kurzfristige Gewinn macht das Saatgut für die Konzerne so interessant. Das Saatgut ist ein Vehikel für die neuen Biotechniken. Der Einstieg in die Gentechnik als eine Versicherung für die Zukunft. Wilchepol: „Niemand weiß, was in der Biotechnik passieren wird.

Viele denken an eine Revolution nach Art der elektronischen Revolution. Das wird zu Lasten der Chemie gehen, glaube ich.”

Daran hat keiner geglaubt, dass hat man gewusst. Auf das die Gier dieser „Menschen“ täglich eine Gallone Unkrautvernichtungsmittel säuft und am eigenen erbrochenen verrecke!

Quellen:

http://www.hotfrog.de/Firmen/Ciba-Geigy-AG

http://www.userpage.fu-berlin.de/%7Egerbrehm/nw/schuerch_01.pdf

http://www.unionsverlag.ch/info/title.asp?title_id=101

http://lexikon.meyers.de/meyers/Ciba-Geigy_AG

http://images.zeit.de/text/1986/47/Gruene-Gentechnik

http://www.zeit.de/1986/47/Neue-Wege-in-der-Agrarpolitik

http://www.zeit.de/1986/47/index#internnavi

http://www.zeit.de/1986/47/Gruene-Gentechnik

http://www.m-tec.ag/ciba_geigy.asp?lang=de

http://www.zeitenschrift.com/magazin/56-urzeitcode.ihtml

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