Criminal thoughts

» Dummheit schützt davor verrückt zu werden « – Oliver W. Holmes

Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz

leave a comment »

Der Schweizer Wetterdienst hat den Chaff-Einsatz der Bundeswehr über dem Pfälzerwald am 7. Februar im Radarfilm festgehalten Die Chaff-Wolke hat sich bis in die Schweizer Alpen ausgebreitet!

Am gestrigen Nachmittag zeigte sich beim Blick auf die Radardaten Erstaunliches: eine
schmale Niederschlagszone breitete sich ausgehend von der Nordwestschweiz nach Süden
aus, und verlagerte sich unter Abschwächung langsam nach Südwesten.

Abbildung 1: das Radarkompositbild zeigt die Position der vermeintlichen Niederschlagszone um 15 Uhr UTC. Die angegebene Uhrzeit UTC entspricht MEZ+1 Stunde.
klick ► loop.gif
loop.gif
_
Erstaunlich daran ist auf den ersten Blick Folgendes: Gestern lag ein umfangreiches
Hochdruckgebiet mit seinem Kern knapp nördlich der Schweiz … Mit Hochdruckeinfluss
wäre schönes Wetter zu erwarten gewesen. Eine Einschränkung wäre eventueller Nebel
bzw. Hochnebel im Flachland. Das Satellitenbild von 15 Uhr UTC … zeigt sogar einen nahezu wolkenfreien Alpenbogen. Einzig über dem Jura und längs der Voralpen sind wenige
harmlose Wolken zu erkennen. Was ist nun die Ursache der Niederschlagsechos?
klick ► Grafik
gross.png
In der militärischen Luftfahrt werden Düppel (engl. “Chaff”) verwendet, um Radargeräte zu täuschen. Dabei handelt es sich um kleine metallhaltige Kunststoffpartikel, die einen Teil
der ausgesendeten Radarstrahlen reflektieren. Diese Düppel sind auch für meteorologische
Radargeräte sichtbar. Im vorliegenden Fall ist die Quelle dieser Düppel vermutlich in Rheinland-Pfalz (D) zu suchen. Mit der Höhenströmung verlagerten sich die Düppel unter leichter Absinkbewegung zunächst nach Südsüdosten. Gleichzeitig breitete sich die Wolke immer mehr aus. Ab 14:30 Uhr UTC dominierte zunehmend eine Südwestverlagerung. Gegen Ende des betrachteten Zeitraums erreichten die Düppelteilchen den Erdboden und waren somit für das Radar nicht mehr sichtbar (Animation der Abbildung 1).
In unserer LP 038/08 haben wir geschrieben: “Auch wenn wir davon ausgehen, dass viele
Chaff-Büschel noch unentdeckt im Wald liegen, wurden mindesten 180 kg unsichtbare
und deshalb besonders gefährliche Glasfaserpartikel von Luftströmungen über die ganze
Westpfalz und die angrenzenden Gebiete verteilt. Aus aufgezeichneten Radarbildern der
Wetterdienste ließe sich ihr Verbreitungsgebiet sicher auch heute noch feststellen.”
Dem Spürsinn der Bürgerin, die uns schon ihren Mail-Wechsel mit der Bundeswehr zur
Verfügung gestellt hat (s. LP 031/08), verdanken wir auch den Hinweis auf den Radarfilm
des Schweizer Wetterdienstes. Er zeigt einen Chaff-Ausstoß, der im Rahmen der bekannten Bundeswehrübung am frühen Nachmittag des 7. Februar 2008 beim Anflug auf die POLYGONE in der Nähe der westpfälzischen Gemeinde Bann stattgefunden haben muss.
Das Chaff hat sich als langes schmales Band und nicht, wie sonst meist üblich, als Wolke
mit ständig wachsendem Durchmesser ausgebreitet. Es hat die Schweiz in Nord-Südrichtung überquert und sich erst an der italienischen Grenze aufgelöst, als dort die letzten Glasfaser-Partikel niedergegangen sind. Der Schweizer Wetterdienst scheint nicht allzu viel über Chaff zu wissen, weil er von “metallhaltigen Kunststoffpartikeln” spricht. Auch die Gefährdung der Bewohner von Gebieten, in denen die unsichtbaren Chaff-Splitter zu Boden sinken und dabei eingeatmet werden können, hat sich wohl noch nicht bis in die Schweiz herumgesprochen. Vielleicht schweigt man sich aber auch absichtlich darüber aus, weil man nicht zugeben möchte, dass auch “die saubere Schweizer Bergluft” nicht mehr das ist, was sie einmal war.

wie Stürme (Orkane), extreme Hitze oder Kälte, Ueberschwemmungen, Trockenheit oder Lawinen. Alle diese Erscheinungen können die Gesundheit oder sogar das Leben der Menschen gefährden. Nachgewiesen ist auch der schädliche Einfluss einer zu hohen UV-Strahlung. Insbesondere kann eine Erhöhung der Hautkrebsrate und des grauen Stars festgestellt werden. Zu den direkten Einflüssen gehört auch die sogenannte Wetterfühligkeit. 30 bis 50% der Bevölkerung leidet unter gewissen Wetterlagen. “Berühmt” ist in dieser Hinsicht der Föhneinfluss, die Bise und allgemein der Wetterwechsel. Die Symptome bei der Wetterfühligkeit sind mannigfaltig. Es wird angenommen, dass das Wetter ein zusätzlicher Stressfaktor sein kann, da sich der menschliche Organismus den sich ändernden Bedingungen in der Atmosphäre (Wetterwechsel) anpassen muss.

 

Indirekte Einflüsse

Indirekt wird die menschliche Gesundheit durch Krankheitserreger, durch die Luftverschmutzung und durch Allergien beeinflusst. Viele Ueberträger von Krankheiten sind von den meteorologischen Bedingungen abhängig. Auch die Luftschadstoffverbreitung steht in enger Beziehung zur Meteorologie. Die Luftverschmutzung kann sich negativ auf Personen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronische Bronchitis auswirken. Allergien können unter anderem durch Pollen, Pilzsporen oder Hausstaubmilben hervorgerufen werden.

 

Positive Einflüsse

Neben den negativen Einflüssen dürfen aber die positiven nicht vergessen werden. Schon seit Jahrhunderten ist der gesundheitsfördernde Effekt einer Klimakur in den Bergen oder am Meer bekannt. Die meteorologischen Elemente wie Strahlung, Wind und Temperaturverhältnisse stimulieren den menschlichen Organismus. Auch eine gewisse Dosis von UV-Strahlung ist für die menschliche Gesundheit notwendig (Vitamin D-Bildung).

 

Gesundheit und Klimaerwärmung

Aufgrund erhöhter Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre wird mit einer Klimaerwärmung gerechnet. Aenderungen von Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung und Niederschlagsverhältnisse beeinflussen wieder direkt und indirekt die menschliche Gesundheit. Milde Winter können zum Beispiel die kälteinduzierten Todesfälle vermindern, während heisse Sommertemperaturen die Todesfallrate erhöhen kann. Krankheitserreger können sich schneller entwickeln und verbreiten. Das könnte bedeuten, dass die Malaria in Zukunft in Gegenden auftreten wird, wo sie heute nicht vorhanden ist.

Einen Kommentar schreiben